• 21.12.2018, 15:59:50
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  • OTS0125

Korrektur zu OTS0116 vom 21. Dezember – „Orientierung“: Bischof unter Druck – Schwere Vorwürfe gegenüber Bischof Alois Schwarz

Wien (OTS) - Der vorletzte Satz des ersten Beitrags lautet korrekt:
Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner wurde von Papst Franziskus
zum „apostolischen Visitator“ für die Diözese Gurk ernannt.

Korrigierte Neufassung: „Orientierung“: Bischof unter Druck – Schwere
Vorwürfe gegenüber Bischof Alois Schwarz
Am 23. Dezember um 12.30 Uhr in ORF 2

Sandra Szabo präsentiert im ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ am
Sonntag, dem 23. Dezember 2018, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende
Beiträge:

Bischof unter Druck: Schwere Vorwürfe gegenüber Bischof Alois Schwarz

Mit schweren Vorwürfen sieht sich dieser Tage der ehemalige Bischof
der Diözese Gurk, Alois Schwarz, konfrontiert: Ein Prüfbericht, den
die aktuelle Kirchenführung in Kärnten unter Domprobst und
Diözesanadministrator Engelbert Guggenberger in Auftrag gegeben hat
und der nun auszugsweise vom Domkapitel Gurk veröffentlicht worden
ist, kommt zu dem Schluss, dass Schwarz – seit Juli Bischof der
Diözese St. Pölten – für ein undurchsichtiges „System Schwarz“
verantwortlich sei. Damit seien auch Misswirtschaft und das
„Abhängigkeitsverhältnis zu einer Vertrauten“ verbunden gewesen. Das
Bistum Gurk habe in den Jahren 2016 und 2017 Verluste gemacht.
Schwarz habe die „Vertraute“ mit der Leitung des diözesanen
Bildungshauses St. Georgen am Längsee betraut. Der Führungsstil dort
werde von Mitarbeitern als „inkompetent, willkürlich und sehr oft auf
den Bischof verweisend“ beschrieben. Auch das Bildungshaus und der
zugehörige Hotelbetrieb hätten in den vergangenen Jahren tiefrote
Zahlen geschrieben. Darüber hinaus sei ein wichtiges Statut des
Bistums über Jahre hinweg nicht eingehalten worden. Als Mitglieder
eines Aufsichtsgremiums protestierten, wurde das Gremium aufgelöst
und das Statut geändert, so die Kritik. Immer wieder habe man das
Gespräch mit Bischof Schwarz gesucht und auf die Missstände
hingewiesen. Auch der Nuntius und der Vorsitzende der
Österreichischen Bischofskonferenz seien über die Kritik informiert
gewesen. Im Vatikan wurde eine rasche Entscheidung getroffen: Der
Salzburger Erzbischof Franz Lackner wurde von Papst Franziskus zum
„apostolischen Visitator“ für die Diözese Gurk ernannt. Eine
Entscheidung, die von allen Seiten begrüßt wurde. Bischof Schwarz
weist unterdessen alle Vorwürfe zurück. Bericht: Klaus Ther.

Im „Orientierung“-Studiogespräch: der Religionssoziologe und
Pastoraltheologe Paul M. Zulehner.

Leben für Obdachlose: Pater Gabriel Mejia und die Straßenkinder

Medellín, die kolumbianische Großstadt in den Anden, ist eine
lebendige, aufstrebende Stadt. Aber Krieg und Gewalt haben der
Metropole und dem ganzen Land tiefe Wunden geschlagen. Tausende
Familien sind vor den Kämpfen zwischen Militär, rechten Paramilitärs
und linken Guerillagruppen in die Stadt geflüchtet. Längst nicht
allen gelingt es, dort Fuß zu fassen. Die Zahl an Straßenkindern und
auch an Erwachsenen, die keine feste Behausung haben, ist enorm.
Pater Gabriel Mejia Montoya vom Orden der Claretiner Missionare hat
das Problem schon früh erkannt. Mit seiner Stiftung „Hogares Claret“
hilft er Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen, einen Neustart
zu wagen und das Leben auf der Straße hinter sich zu lassen. 34
„Hogares“, also Heime der Stiftung in mehreren Teilen Kolumbiens,
bieten therapeutische Hilfe, Pfadfinder-Training, Meditation und
spirituelle Vertiefung, aber auch Schul- und Berufsausbildung. So
konnte die Stiftung Claret bis heute rund 80.000 Menschen helfen. Der
Pater sieht sein Werk als Dienst an einer Gesellschaft, die von
Gewalt geprägt ist und sich nach Frieden sehnt. Bericht: Christian
Rathner.

„Krieg gegen Arme“: Sternsinger sammeln für philippinische Kinder

Die philippinische Organisation „Child Alert“ arbeitet auf der Insel
Mindanao mit Kindern und Jugendlichen, die Gewalt erfahren haben –
häufig in der eigenen Familie. Ein Ziel des Projekts sei es, Kinder
vor einem Leben auf der Straße zu schützen, erzählt Bernardo
Mondragon, denn viele Kinder würden vor den schrecklichen Bedingungen
zu Hause fliehen und liefen Gefahr, sich Straßengangs anzuschließen.
Um eine Kindheit ohne Drohungen und Schläge möglich zu machen,
beziehe man auch Eltern mit ein. Auf der Insel Mindanao leben viele
Menschen in bitterer Armut, ohne regelmäßige Arbeit. Oft müssen
Kinder Müll sammeln oder sie als Straßenverkäufer arbeiten. Die
Gewalt sei allgegenwärtig, im Leben der Kinder und in den Medien,
berichtet der Projektleiter. Der philippinische Präsident Rodrigo
Duterte hat vor einigen Jahren einen „Krieg gegen Drogen ausgerufen“,
mehrere tausend Menschen sind seit seinem Amtsantritt getötet worden
– Drogenkriminelle und auch Menschen, die nichts mit Drogen zu tun
hatten. „Der Krieg gegen Drogen ist ein Krieg gegen die armen
Menschen“, so Mondragon, der kurz vor Weihnachten mit
Mitarbeiterinnen der Hilfsorganisation „Child Alert“ auf Einladung
der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar zu Besuch in
Österreich war. Auf dem Programm standen auch Besuche in
römisch-katholischen Pfarren. Dort wurde – aus erster Hand – über die
Lebenssituation auf den Philippinen und die Arbeit von „Child Alert“
berichtet. Bericht: Sandra Szabo.

Lied mit Botschaft: 200 Jahre „Stille Nacht! Heilige Nacht!“

In der Schifferkirche St. Nikola in Oberndorf in Salzburg ist es am
Heiligen Abend 1818 – vor zwei Jahrhunderten also – erstmals
erklungen: „Stille Nacht! Heilige Nacht!“, das mittlerweile
bekannteste Weihnachtslied der Welt. Getextet wurde es schon zwei
Jahre zuvor von einem damals jungen Hilfspfarrer namens Joseph Mohr.
Die Melodie stammt von Franz Xaver Gruber. Dass das Lied meist nur
unvollständig gesungen wird, ist vielen nicht bewusst: Lediglich die
erste, zweite und sechste Strophe gelten als geläufig, die Strophen
drei bis fünf sind nur selten zu hören. Was „Stille Nacht“-Kenner
schade finden: Gerade die vierte Strophe mit ihrer
„völkerverbindenden Friedensbotschaft“ sei auch eine „Botschaft für
heute“. Bericht: Romy Seidl.
Der ORF widmet dem wohl bekanntesten Weihnachtslied der Welt einen
umfangreichen TV-Schwerpunkt mit Dokus, Reportagen und musikalischen
Weihnachtshighlights (Details unter http://presse.ORF.at).

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