Die Ö3-Verkehrsprognose für Weihnachten: 21.12. bis 26.12.

Wien (OTS) - Der vierte Adventsamstag bringt noch ein letztes Mal jede Menge Staus rund um die großen Einkaufsstraßen, Shoppingzentren und Christkindlmärkte. Am Wochenende brechen außerdem die ersten in den Weihnachtsurlaub und in die Skiregionen auf. Zum einen werden in Tirol, Vorarlberg, Salzburg und der Obersteiermark einige Zufahrten in die Wintersportzentren überlastet sein. Zum anderen erwartet die Ö3-Verkehrsredaktion starken Reiseverkehr aus Deutschland durch Österreich Richtung Südosteuropa.

Einkaufen vor den Feiertagen

Die Einkaufszentren im Großraum Linz sind Mittelpunkt des Verkehrsgeschehens in Oberösterreich, etwa bei Leonding, Pasching und Haid. Staugefahr gibt es auf der B1, der Wiener Straße, im Bereich Traun ebenso auf der B139, der Kremstalstraße.

In Salzburg fahren viele zum Europark bei Klessheim. Zu Verzögerungen kommt es immer wieder auf der A1, der Westautobahn, bei Klessheim und auf der Innsbrucker Bundesstraße. Viel Verkehr wird auch in der Salzburger Innenstadt erwartet und rund um den Weihnachtsmarkt beim Schloss Hellbrunn. Hier sind die Parkplätze sehr bald ausgelastet.

In Graz fahren viele am Samstag zu den Einkaufszentren beim Verteilerkreis Webling und bei Seiersberg. Verzögerungen erwartet die Ö3-Verkehrsredaktion am Vormittag am Weblinger Gürtel, auf der Kärntner- und auf der Triester Straße.

In Klagenfurt steuern viele die City-Arkaden in der Innenstadt an. Bei der Zu- und Abfahrt zu den Tiefgaragen kann es zu Wartezeiten kommen.

In Innsbruck führt der vierte Einkaufssamstag rund um die Einkaufszentren bei Innsbruck-Ost immer wieder zu Verzögerungen.

Hauptanziehungspunkt in Niederösterreich ist südlich von Wien die Shopping City Süd. Staus gibt es deshalb immer wieder auf der A2 vor der Abfahrt Mödling/SCS, auch auf der B17 im Raum Vösendorf. Großen Andrang gibt es auch rund um das Shoppingcenter G3 in Gerasdorf.

In St. Pölten ist der Andrang am stärksten zum Traisenpark, dem Traisencenter und in die Fußgängerzone in der Innenstadt. Geparkt werden kann in einer der Innenstadtgaragen, auf einem der rund 1.000 Parkplätze oder in den Garagen bei den Einkaufscentern.

In Eisenstadt konzentriert sich der Einkaufsverkehr im Advent rund um das Einkaufszentrum (EZE) an der Hauptstraße und auf das Fachmarktzentrum. Dort gibt es ausreichend Parkmöglichkeiten.

In Wien wird die innere Mariahilfer Straße zwischen dem Gürtel und dem Getreidemarkt noch einmal zur Flaniermeile für die Weihnachtseinkäufer, zusätzlich zur bestehenden Fußgängerzone zwischen der Kirchengasse und der Andreasgasse. Die größte Einkaufsstraße der Bundeshauptstadt ist am Samstag von 9.00 bis 19.00 Uhr autofrei. Queren können Autos nur an der Kreuzung Stumpergasse – Kaiserstraße. Jenseits der Donau sorgen die Shopping City-Nord und die Gewerbeparks bei Stadlau und Kagran für regen Zustrom. Während der Feiertage sind die größeren Adventmärkte attraktive Anziehungspunkte. Hier sind die vorhandenen Parkplätze allerdings sehr bald ausgelastet, z.B. auf der Schönbrunner Schlossstraße vor dem Schloss Schönbrunn. Als Alternative bietet sich die Anreise mit der „U4“ an. Auch am Ring erwartet die Ö3-Verkehrsredaktion zähen Verkehr im Bereich des Christkindlmarktes am Rathausplatz.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadtzentren

Weit weniger Stress bedeutet es, am letzten Adventsamstag statt mit dem Auto mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die jeweilige Innenstadt zu fahren:

In Graz gilt am 4. Adventsamstag wieder Nulltarif auf allen innerstädtischen Linien (mit ein- und zweistelliger Liniennummer, ausgenommen Nightline).

In Klagenfurt gelten am Samstag die 60-Minuten-Karten als Tageskarten.

In Salzburg gilt die 24-Stundenkarte als Netzkarte in der ganzen Stadt. Der Christkindlmarkt in der Altstadt ist am besten erreichbar mit den Linien 3, 5, 6 und 25, der „Hellbrunner Adventzauber“ mit der Buslinie 25.

In Linz fahren am letzten Einkaufssamstag die Straßenbahnlinien 1, 2, 3 und 4 nach dem Samstagsfahrplan im 7 ½ -Minuten-Takt. Die Stadtteillinien 101 bis 107 werden bis 18.00 Uhr verlängert. Die Pöstlingbergbahn fährt am Heiligen Abend bis 19.30 Uhr.
- In Wien sind am Einkaufssamstag die wichtigsten Linien in verkürzten Intervallen unterwegs, auch die U-Bahn-Linien U1, U3, U4 und U6. Wegen der Sperre der Mariahilfer Straße wird die Buslinie 13A von 9.00 bis 19.00 Uhr geteilt geführt. In der Innenstadt fahren die Buslinien 1A, 2A und 3A nicht. Am 24. Dezember fahren die U-Bahnen bis 18.30 Uhr alle fünf Minuten, danach jede Viertelstunde.

Start in die Weihnachtsferien

Die ersten Weihnachtsurlauber/innen brechen am Samstag, den 22.12. in die Ferien auf. Zum einen werden in Tirol, Vorarlberg, Salzburg und der Obersteiermark einige Zufahrten in die Wintersportzentren überlastet sein. Zum anderen erwartet die Ö3-Verkehrsredaktion starken Reiseverkehr aus Deutschland durch Österreich Richtung Südosteuropa.

  • Staustrecken in Tirol sind vor allem die Zufahrt ins Zillertal (B169) und die Fernpassstraße (B179) vor dem Grenztunnel Füssen, im Bereich Reutte – Heiterwang und vor dem Lermooser Tunnel. Viel Verkehr wird auf der B173 im Raum Kufstein – Söll erwartet und dann weiter Richtung Kitzbühel (B161).
  • In Vorarlberg kann es immer wieder auf der Arlberg-Schnellstraße (S16) zwischen Bludenz und dem Arlbergtunnel zu Verzögerungen kommen.
  • In Salzburg ist der Raum Zell am See zeitweise überlastet. Vor allem auf der B311 von Bruck an der Glocknerstraße bis Schüttdorf stehen die Kolonnen immer wieder still.
  • Und in der Steiermark wird die B320 im Ennstal im Abschnitt von Liezen bis Schladming stark befahren.

Stark wird die Reisewelle am Samstag ab den Morgenstunden in Niederösterreich Richtung ungarische Grenze. Hier sind vor den Weihnachtsfeiertagen tausende Fahrzeuge mit deutschen, niederländischen oder auch britischen Kennzeichen auf dem Weg in die Türkei, nach Bulgarien, Rumänien oder Serbien. Viel Verkehr wird schon auf der A1, der Westautobahn, erwartet, dann auch auf der A21, der Wiener Außenringautobahn, und auf der S1, der Wiener Außenring-Schnellstraße. Auf der A4, der Ostautobahn, Richtung Budapest ist es voriges Jahr am Samstag vor Weihnachten zu langen Staus und Verzögerungen bis zu 1 ½ Stunden gekommen. Auch heuer ist mit ausgedehnten Kolonnen zu rechnen.

Am Heiligen Abend und am Christtag sind erfahrungsgemäß nicht sehr viele mit dem Auto unterwegs. Die Feiern zu Hause mit Familie und Freunden stehen hier an erster Stelle. Ändern wird sich das dann am Stephanitag, wenn sich viele weitere Skiurlauber/innen in Richtung Skipiste aufmachen.

Zusätzlich sollten an den großen Grenzübergängen strenge Kontrollen und entsprechend lange Wartezeiten eingeplant werden. Das gilt für die Grenzübergänge Salzburg-Walserberg (A1), Suben (A8), Karawankentunnel (A11) und Kufstein-Kiefersfelden (A12). Hier können die Kolonnen bei der Ausreise aus Österreich immer wieder zum Stillstand kommen.

Neue Tunnelröhren in Oberösterreich

Die Tunnelkette Klaus auf der A9, der Pyhrnautobahn, ist ab Mittwoch, 19. Dezember, zweiröhrig befahrbar. Bisher mussten täglich rund 18.000 Fahrzeuge auf einer Strecke von acht Kilometern durch die jeweils einzige Tunnelröhre im Gegenverkehr geleitet werden. Rechtzeitig vor Weihnachten werden im Klauser Tunnel, Traunfriedtunnel, Speringtunnel und Falkensteintunnel die jeweils zweiten Tunnelröhren für den Verkehr freigegeben.

Die Ö3-Verkehrsredaktion informiert jeweils zur vollen und zur halben Stunden über alle Verkehrsbehinderungen und über die genaue Situation auf den Ausweichstrecken. Alle aktuellen Verkehrsmeldungen sind in Echtzeit auch über die Funktion RDS-TMCplus direkt auf dem Navi-Display und im Internet unter http://oe3.ORF.at abrufbar und werden laufend aktualisiert.

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