Regionale Mangelberufe: langjährige Forderung der WKÖ wird umgesetzt

WKÖ-Generalsekretär Kopf begrüßt neue Verordnung zur Mangelberufsliste – Ausweitung und Regionalisierung helfen im Kampf gegen Fachkräftemangel

Wien (OTS) - „Nun geht eine Verordnung in Begutachtung, auf die der Tourismus und viele andere Branchen schon sehnsüchtig warten, weil sie einen entscheidenden Beitrag im Kampf gegen den Fachkräftemangel leisten kann“, sagt Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Kopf spricht damit jene Verordnung an, in der die neue Mangelberufsliste für die Rot-Weiß-Rot-Card festgelegt sein wird. Statt wie bisher 27 bundesweite Mangelberufe soll es künftig 45 verschiedene Mangelberufe geben. Zusätzlich sind in sieben Bundesländern Mangelberufe auf regionaler Ebene vorgesehen. Die gesetzliche Grundlage für die Ausweitung und Regionalisierung der Mangelberufe wurde bereits gestern im Nationalrat beschlossen.

„Damit haben wir erstmals die Möglichkeiten geschaffen, auf regionale Unterschiede einzugehen wie zum Beispiel das starke Ost-West-Gefälle, das am österreichischen Arbeitsmarkt herrscht. Für einzelne Bundesländer ist dies ein ganz wichtiger Schritt“, betont Kopf, der jedoch anmerkt, dass die Obergrenze für 300 regionalisierte Mangelberufe in ganz Österreich sehr knapp bemessen ist. „Der tatsächliche Bedarf in den Betrieben ist mit Sicherheit größer.“

Österreichweit ist der Beruf des Kochs erstmals auf der Mangelberufsliste, da der Stellenandrang, also das Verhältnis zwischen offenen Stellen und Arbeitssuchenden, im Bereich Köche auf einen Wert unter 1,5 gesunken ist.

Weitere Maßnahmen bei der Rot-Weiß-Rot-Karte müssen folgen

„Neben diesen für viele Branchen und Bundesländer essenziellen Maßnahmen müssen wir noch weitere setzen, um die Rot-Weiß-Rot-Karte zu einem Instrument zu machen, das besser als bisher der betrieblichen Praxis entspricht“, sagt Kopf und hofft dabei auf deutliche Verbesserungen im Vollzug sowie die Ankündigungen der Regierung, viele Verfahrensschritte zu digitalisieren, das Mindestgehalt für Sonstige Schlüsselkräfte zu senken sowie die Nachweispflicht eines Wohnsitzes in Österreich zu streichen. Auf diese Weise soll zügiger entschieden werden, wer eine Rot-Weiß-Rot-Karte erhält und wer nicht. In Summe aber, so betont Kopf, können die Maßnahmen – etwa neben einer Lehrstellen-Offensive und einer forcierten Aus- und Weiterbildung - nur Teil einer Gesamtstrategie zur Fachkräftesicherung sein. (PWK882/DFS)

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