Österreichische Gesellschaft für Pneumologie kritisiert Umgang mit Don't smoke-Volksbegehren

Statement der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) zur Behandlung des Don't smoke-Volksbegehrens im Nationalrat

Wien (OTS) - "Die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) empfindet es

  • als sehr befremdlich, dass die Regierungsspitze der Nationalratsdebatte über das Don’t Smoke-Volksbegehren fern geblieben ist, und
  • als zutiefst bedauerlich, dass das Volksbegehren politisch abgeschmettert wurde.

Wir als Experten und Expertinnen für durch das Rauchen verursachte Lungenkrankheiten haben das überparteiliche Volksbegehren unterstützt, da Rauchverbote in der Gastronomie der Gesundheit der Menschen dienen und nachweislich Menschenleben retten!

Allein die Tatsache, dass die Abtrennung von Raucher- und Nichtraucherbereichen in der Gastronomie keinen ausreichenden Schutz bietet – bei Messungen wurden jüngst in 21 von 26 untersuchten Nichtraucherbereichen Schadstoffkonzentrationen festgestellt, die 5 bis 10 mal höher als im Freien sind – zeigt, wie fahrlässig und verantwortungslos hier mit der Gesundheit der Bevölkerung umgegangen wird.

Wir Lungenfachärzte und Lungenfachärztinnen sind ausschließlich der Gesundheit der Menschen verpflichtet. Täglich sehen wir, welch großes Leid Aktiv- sowie Passivrauchen verursacht. Wir appellieren daher an die Regierung, das deutliche Signal der hunderttausenden Menschen, die das Volksbegehren unterzeichnet haben, nicht zu ignorieren und ein allgemeines Rauchverbot in der Gastronomie einzuführen. Auch die Regierung ist der Gesundheit der Menschen in Österreich verpflichtet und sollte dies ernst und wahr nehmen!"

Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Schenk
Präsident der ÖGP
Abteilungsvorstand Pulmologie am Landesklinikum Hochegg

Prim. Priv.-Doz. Dr. Bernd Lamprecht
Generalsekretär der ÖGP
Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde, Kepler Universitätsklinikum, Linz

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