- 12.12.2018, 15:29:23
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- OTS0213
Atomkraftwerk Krško: Grenzübergreifende UVP gefordert
Seiser, Darmann, Malle, Köfer: Landtag fordert grenzübergreifende Umweltverträglichkeitsprüfung zum AKW Krško. Petition an Bundesregierung einstimmig verabschiedet.
In der heutigen Landtagssitzung hat der Kärntner Landtag einstimmig eine Petition betreffend das Atomkraftwerk Krško eingebracht.
„Das slowenische Atomkraftwerk Krško nahe der österreichischen Grenze ist eine latente Bedrohung für Kärnten. Ursprünglich haben die Betreiberstaaten Slowenien und Kroatien eine Laufzeit bis 2023 vorgesehen, allerdings haben sich die slowenische und die kroatische Regierung mittlerweile auf eine massive Laufzeitverlängerung um 20 Jahre geeinigt – das Atomkraftwerk wäre im Jahr 2042 dann 60 Jahre alt und immer noch am Netz“, macht SPÖ-Klubobmann Herwig Seiser die Rahmenbedingungen klar.
„Das Sicherheitsrisiko ist enorm. Wir wissen, dass das AKW Krško laut Seismologen von allen europäischen AKWs das höchste Erdbebenrisiko aufweist und wie nun öffentlich wurde, können wichtige Anlagenteile beim Reaktor gar nicht auf den neuesten Stand gebracht werden. Alle politischen Verantwortungsträger auf Landes- und Bundesebene sind daher aufgefordert, tätig zu werden“, betont FPÖ-Klubobmann Gernot Darmann.
„Diese Entwicklung ist mehr als beunruhigend. In der Vergangenheit hat es bereits mehrfach gröbere Zwischenfälle gegeben, zuletzt 2017, als eine Notabschaltung aufgrund einer Störung der Wasserzufuhr erfolgen musste. Deshalb ist das Kraftwerk ein nur schwer kalkulierbares Risiko“, ergänzt ÖVP-Clubobmann Markus Malle. Die Lage in einem Gebiet, in dem gehäuft Erdbeben auftreten, erhöhe dieses Risiko weiter.
„Die Risiken, die von Kernkraft ausgehen, sind enorm. Es sollte die sofortige Schließung des AKWs angestrebt werden“, unterstreicht Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer die klare Position des Team Kärnten. Köfer sichert zudem sämtlichen Initiativen, die auf allen Ebenen gegen den Ausbau ankämpfen, seine vollste Unterstützung und Solidarität zu.
Der Kärntner Landtag fordert gemeinschaftlich eine alsbaldige Stilllegung des Kraftwerkes. In der eingebrachten Petition wird die Bundesregierung aufgefordert, sich gegen den Fortbestand des AKW einzusetzen und eine grenzübergreifende Umweltverträglichkeitsprüfung einzufordern, um so für Österreich das Recht einer Stellungnahme im Verfahren um die unbegrenzte Laufzeitverlängerung zu erwirken.
„Es kann nicht sein, dass Österreich kein Mitspracherecht hat, wenn es um derart gravierende Entscheidungen in Nachbarländern geht, denn Umweltkatastrophen kennen keine Staatsgrenzen. Das Recht der Kärntnerinnen und Kärntner auf eine sichere Zukunft und eine unbelastete Umwelt muss unbedingt gewahrt werden“, schließen die Obleute.
(Schluss)
Rückfragen & Kontakt
SPÖ Landtagsklub Kärnten, Klagenfurt
Freiheitlicher Landtagsklub, Klagenfurt
ÖVP Club im Kärntner Landtag, Klagenfurt
Team Kärnten-Liste Köfer IG, Klagenfurt
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