Staatssekretärin Edtstadler: Müssen steigendem Antisemitismus mit konkreten Schritten zum Schutz jüdischen Lebens entgegenwirken

Wien (OTS) - Heute, 10. Dezember, nimmt die Staatssekretärin im Innenministerium, Karoline Edtstadler, in Brüssel an der Vorstellung der 2. Studie der EU-Grundrechteagentur zum Thema Diskriminierung und Hate Crimes gegenüber der jüdischen Gemeinde teil, die in 12 EU-Mitgliedstaaten - darunter auch Österreich - durchgeführt wurde. In ihrer Eröffnungsrede als Vertreterin des österreichischen EU-Ratsvorsitzes betont Edtstadler, dass die Ergebnisse der Studie alarmierend seien. So geben 9 von 10 Befragten an, dass nach ihrem Empfinden der Antisemitismus in ihren Ländern in den vergangenen 5 Jahren zugenommen habe. Mehr als 8 von 10 Befragten schätzen Antisemitismus als ernsthaftes Problem ein. „Wir können nicht tolerieren, dass sich Jüdinnen und Juden in Europa nicht mehr sicher fühlen. Antisemitismus entsteht nicht von heute auf morgen. Wir müssen wachsam sein, vor allem auch in der digitalen Welt, denn aus Worten können Taten werden“, so die Staatssekretärin.

Edtstadler hebt auch die Anstrengungen des österreichischen EU-Ratsvorsitzes in Hinblick auf den Schutz jüdischen Lebens in Europa hervor. Sie begrüßt in diesem Zusammenhang die Erklärung zur Bekämpfung von Antisemitismus und zur Entwicklung eines gemeinsamen Sicherheitskonzepts zum besseren Schutz jüdischer Gemeinschaften und Einrichtungen in Europa, die die EU-Innenminister vergangene Woche beschlossen haben. „Gerade am heutigen internationalen Tag der Menschenrechte möchte ich besonders betonen, dass wir Antisemitismus in all seinen Formen bekämpfen und verurteilen müssen. Es braucht konkrete Schritte, um diesen beunruhigenden Entwicklungen entschieden entgegenzutreten und Antisemitismus effektiv zu bekämpfen“, so Edtstadler.

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