Weltnachrichten: Hoffnungsträger Wirtschaft

Wien (OTS) - Der Weg aus der weltweiten Armut kann nur mit einem leistungsfähigen Privatsektor gelingen, von dem die Ärmsten profitieren. Was Social Entrepreneurs und andere Unternehmen dazu beitragen, zeigt die Austrian Development Agency (ADA) in den aktuellen Weltnachrichten.

Es ist mittlerweile allgemeiner Konsens: Für nachhaltige Armutsminderung braucht es einen leistungsfähigen Privatsektor. Unternehmen verfügen über Know-how, Kapital und Netzwerke. Sie erzeugen dringend benötigte Produkte und schaffen Dienstleistungen, Wertschöpfung und Arbeit.

Sind sie jedoch primär auf schnelle Gewinne ausgerichtet, bleiben die Ärmsten auf der Strecke. Daher gilt es, Unternehmertum neu zu denken. Visionärinnen und Visionäre, sogenannte Social Entrepreneurs, machen weltweit vor, wie inklusives Wirtschaften geht. Damit auch die Ärmsten Zugang zu den Märkten bekommen und am wirtschaftlichen Aufstieg teilhaben.

Auch Österreich leistet seinen Beitrag: Mit engagierten Unternehmen fördert die Austrian Development Agency (ADA) nachhaltige Geschäftsideen in Entwicklungsländern. „Seit 2004 haben wir 220 Wirtschaftspartnerschaften mit 50 Millionen Euro unterstützt. Ein Engagement, das Wirkung zeigt: 2,7 Millionen Menschen haben dadurch ein spürbar besseres Leben“, sagt ADA-Geschäftsführer Martin Ledolter.

Allianz für eine gerechtere Welt

Menschen am unteren Ende der Einkommenspyramide in wirtschaftliche Prozesse zu integrieren ist auch das Ziel der Initiative „Business Call to Action“ des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP).

Mehr als 220 renommierte Firmen sind schon dabei, unter anderem der österreichische Social Entrepreneur Helioz. Mit seiner Erfindung „Wadi“, einem handlichen Messgerät, lässt sich leicht feststellen, wann Wasser dank Sonneneinstrahlung keimfrei und dadurch trinkbar ist. Das verbessert die Gesundheit zahlreicher Menschen und verschafft lokalen Vertriebspartnern eine Einkommenschance. Die ADA unterstützt die Geschäftsidee über eine Wirtschaftspartnerschaft.

Starthilfe für soziale Unternehmen

In Südosteuropa ermutigt das Beratungsunternehmen Yunus Social Business junge Leute zu sozialem Unternehmertum im eigenen Land. „Initiativen wie diese tragen dazu bei, dass junge Menschen wieder eine Perspektive bei sich zu Hause sehen. Das gilt es zu unterstützen“, so Ledolter.

Mit Unterstützung von Yunus Social Business, der ADA und dem Impact Hub Vienna, der ebenfalls mit an Bord ist, entstehen Start-ups wie Edukativ und Duart e Arta: Edukativ, eine Online-Plattform für den albanischen Bildungsmarkt, erleichtert es, einen Überblick über das Bildungsangebot in Albanien zu erhalten. Duart e Arta hat ehemals arbeitslosen Frauen in der albanischen Tourismusregion Ohrid-See eine neue Perspektive ermöglicht. Sie sind heute ihre eigenen Chefinnen und verkaufen selbstgemachte Spezialitäten und Handarbeiten im eigens gegründeten Restaurant und Shop.

Weitere Inhalte der Weltnachrichten 4/2018:

  • Mit Seifen gegen Malaria kämpfen: Das gelingt einem jungen Start-up in Uganda.
  • Kräuter gegen Kriegswunden in Bosnien und Herzegowina
  • Pro und contra: Mikrokredite und Finanzdienstleistungen für alle
  • Erfolgsmodelle in Indien und Mexiko: Lehrlinge profitieren von österreichischem Know-how.
  • MITMACHEN! Junge Menschen im Dienst globaler Nachhaltigkeit
  • Der Tag, an dem der Schnee ausblieb: Wie der Klimawandel einen alten Brauch in Bhutan bedroht.

Die Weltnachrichten berichten vierteljährlich über aktuelle Themen der Entwicklungszusammenarbeit in Österreich und weltweit. Herausgeber ist die Austrian Development Agency.

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Austrian Development Agency

Die Austrian Development Agency, die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, unterstützt Länder in Afrika, Asien, Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung. Gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen setzt die ADA derzeit Projekte und Programme mit einem Gesamtvolumen von 500 Millionen Euro um.

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