ASFINAG: Section Control Anlage im Arlbergtunnel (S 16 Arlberg Schnellstraße) ab 6. Dezember aktiv

Präventiver Schritt gegen Geschwindigkeitsübertretungen und Überholmanöver im längsten Straßentunnel Österreichs

St. Jakob am Arlberg (OTS) - Ab 6. Dezember gibt es im Arlbergtunnel (S 16 Arlberg Schnellstraße) eine wesentliche Neuerung: Eine Section Control Anlage wird zukünftig die Einhaltung der Geschwindigkeit im längsten Straßentunnel Österreichs überwachen. Der Grund dafür: Immer wieder kommt es im einröhrigen Tunnel mit Gegenverkehr zu gefährlichen Überholmanövern. Bei einer Pressekonferenz präsentierten heute Vertreter von ASFINAG, Polizei und den Ländern Tirol und Vorarlberg dazu die Details.

Die Section Control ist nach Meinung von ASFINAG, Polizei und den zuständigen Behörden die bestmögliche Präventivmaßnahme gegen Überholen im Tunnel. Seit dem Abschluss des Sicherheitsausbaus verfügt der Arlbergtunnel über moderne Sicherheitstechnologien und Sensoren. Die daraus gewonnen und mittlerweile ausgewerteten Daten zeigen: Vor allem in den Nachtstunden mit wenig Verkehr gibt es bis zu 20 Überholmanöver. Und das, obwohl es strengstens verboten ist. „Die Section Control ist eine Sicherheitseinrichtung, die wirklich was bringt. Seit 15 Jahren haben wir damit gute Erfahrungen in anderen Bundesländern gemacht. Überall, wo Section Control Anlagen eingesetzt werden, haben die Unfallzahlen ab- und das Sicherheitsgefühl zugenommen. Wir wollen das Bewusstsein schaffen, dass das Überholen im Tunnel weder Zeit spart noch ungefährlich ist“, so ASFINAG-Geschäftsführer Stefan Siegele.

Schulterschluss für noch mehr Sicherheit

Auch die Polizei weist im Zuge dessen auf die große Gefahr des Überholens in einem Tunnel mit Gegenverkehr hin. „Wer in einem Straßentunnel mit Gegenverkehr und ungeachtet aller Verbotszeichen und Sperrlinien überholt, gilt als Hochrisikolenker und riskiert nicht nur sein eigenes Leben und seine eigene Gesundheit, sondern auch Leben und Gesundheit der anderen Verkehrsteilnehmer. Wer überholt, überschreitet in aller Regel auch die Geschwindigkeit. Die Section Control Anlage als technische Einrichtung zur Überwachung der Einhaltung der Geschwindigkeit soll damit indirekt dazu beitragen, dass zukünftig auch Überholmanöver unterbleiben“, erklären Enrico Gabl (Polizei Tirol) und Rudolf Salzgeber (Polizei Vorarlberg).

Auch die Vertreter der Länder Tirol und Vorarlberg sind überzeugt, dass es mit der Section Control Anlage noch mehr Sicherheit geben wird. „In den vergangenen Jahren ist es nur glücklichen Zufällen zu verdanken, dass es zu keinen schlimmen Unglücken im Zuge von Überholvorgängen gekommen ist. Diese Maßnahme ist ein zusätzlicher wichtiger Baustein in der konsequenten Verkehrssicherheitsarbeit des Landes Tirol, weil dadurch verbotene Überholmanöver `unattraktiv` gemacht werden“, bestätigt Bernhard Knapp, Vorstand der Abteilung Verkehrsrecht des Landes Tirol.

Für Brigitte Hutter, Leiterin der Abteilung Verkehrsrecht des Landes Vorarlberg, ist die Section Control eine wesentliche sicherheitstechnische Ergänzung. „Ein Gegenverkehrstunnel mit einer Länge von fast 14 km ist sicherheitstechnisch eine große Herausforderung für den Straßenhalter und die Straßenpolizeibehörde. Das haben die festgestellten Überholmanöver gezeigt. Ergänzend dazu soll die Section Control Verkehrsteilnehmende von Tempoüberschreitungen abhalten, wodurch riskante Überholvorgänge vermieden werden“, so Hutter.

Erste stationäre Section Control Anlage in Westösterreich

Die Section Control Anlage im Arlbergtunnel ist somit die erste und einzige Anlage im Westen Österreichs. Derzeit gibt es fünf stationäre Section Control Anlagen in ganz Österreich. Die ASFINAG setzt seit 15 Jahren auf diese Technologie – und das mit Erfolg. Die Erfahrungen zeigen, dass Unfallzahlen in diesen Bereichen rückläufig sind und die Disziplin zur Einhaltung der Geschwindigkeit deutlich gestiegen ist. Die ASFINAG investiert 800.000 Euro in die Anlage. Für die Überwachung der Geschwindigkeit an sich ist die Polizei zuständig. Die Strafverfolgung der Delikte fällt in die Zuständigkeit der Bezirkshauptmannschaften. Für mögliche Strafen gilt ab dann die übliche Toleranz, die es auch bei herkömmlichen Radarkästen gibt.

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