#fairändern: 55309 Unterschriften wurden an Nationalratspräsident Sobotka übergeben

Wien (OTS) - 55 309 Österreicherinnen und Österreicher haben die im Juni gestartete parlamentarische Bürgerinitiative #fairändern unterschrieben. Am heutigen Montag, 3. Dezember, wurden die Unterschriftenlisten in Anwesenheit von ÖVP-Familiensprecher Norbert Sieber, ÖVPBehindertensprecherin Kira Grünberg und Menschenrechtssprecherin Gudrun Kugler an Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka übergeben. Ziel der Initiative ist die gesetzliche Umsetzung der Forderungen nach umfassenden Unterstützungs- und Beratungsangeboten für Schwangere im Konflikt sowie ein Ende der gesetzlichen Diskriminierung von Kindern mit einer Behinderung im Rahmen der bisher geltenden eugenischen Indikation.

Ein Ende der Diskriminierung infolge der eugenischen Indikation sei gerade am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung dringend und logisch.

Petra Plonner, Erstunterzeichnerin und stellvertretende Vorsitzende von #fairändern, freut sich über den bereits sichtbaren Erfolg : "Dass in so kurzer Zeit so viele Unterschriften gesammelt wurden, ist ein klares Statement der österreichischen Bürgerinnen und Bürger: Wir fordern faire Bedingungen für Frauen im Schwangerschaftskonflikt und für ihre Kinder. Wir wollen nicht mehr darüber schweigen und still zusehen, dass sich so viele Frauen zu einem Abbruch gedrängt fühlen“, so Plonner. #fairändern sei nicht bloß eine politische Aktion, sondern schaffe eine dringend notwendige Sensibilisierung und Bewusstseinsveränderung: „Ein Ende der Diskriminierung infolge der eugenischen Indikation ist gerade am  Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung ein logischer und dringend notwendiger Schritt.“

"Frauen und Familien in einer Konfliktschwangerschaft, besonders auch jene, die ein Kind mit Behinderung erwarten, haben ein Recht darauf, umfassend informiert und unterstützt zu werden. Im Gespräch mit Unterzeichnern von #fairändern haben wir  festgestellt, dass  Informationen  und Angebote zu Beratung und Unterstützung ausgebaut werden müssen", betont Carina Eder, Vorsitzende von #fairändern. "Deshalb fordern wir von Seiten der Politik eine baldige gesetzliche Umsetzung dieser Forderungen, die einem breiten gesellschaftlichen Bedürfnis entsprechen."

Hohe Aufmerksamkeit aus Gesellschaft, Politik und Kirche

Zu den offiziellen Unterstützern von #fairändern gehört auch Infrastrukturminister Norbert Hofer. „Ich unterstütze die Bürgerinitiative #fairändern, weil sie mit der Forderung der Abschaffung der eugenischen Indikation ein wichtiges Thema in den Mittelpunkt stellt. Behindertes Leben darf nicht als unwertes Leben betrachtet werden“ betont Hofer. Auch der Präsident des Behindertenrats, Herbert Pichler, hat die Bürgerinitiative #fairändern unterzeichnet und unterstützt die zentrale Forderung nach der Abschaffung eugenischen Indikation, welche die Abtreibung von Kindern mit Behinderung bis zur Geburt freistellt: Ein Kind mit Behinderung sei genauso ein tolles Kind wie eines ohne Behinderung. Die große gesetzliche Diskriminierung gehöre beseitigt. Prominente Frauen wie Nora Kahn (Journalistin bei oe24) und Kimberly Budinsky (Miss Earth 2016) unterstützen #fairändern ebenso wie Kardinal Christoph Schönborn und Erzbischof Franz Lackner.

#fairändern offiziell verlängert – Unterschreiben noch bis Februar möglich

Die Initiative ist offiziell bis 22. Februar verlängert worden. Jeder österreichische Staatsbürger ab 16 Jahren kann die Initiative unterzeichnen. Das Parlament wird in den kommenden Tagen auch die Möglichkeit zur Online-Unterzeichnung einrichten. Infomaterial sowie Unterschriftenlisten zum Downloaden unter www.fairaendern.at.

Rückfragen & Kontakt:

Florian Schirmer, Generalsekretär #fairändern
Beatrixgasse 14A/12, 1030 Wien
www.fairaendern.at, info@fairaendern.at, +43(0)650 670 40 12

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FAI0001