Herbert Grönemeyer in Ö3-„Frühstück bei mir“ über seine zweite Ehe: „Heiraten heißt, man bekennt sich zueinander.“

Wien (OTS) - Sein Album „Tumult“ ist soeben erschienen. Heute hat Herbert Grönemeyer, der sonst sehr verschwiegen ist, in Ö3-„Frühstück bei mir“ einige Details über sein Privatleben verraten.

Das neue Liebeslied „Mein Lebensstrahlen“ ist seiner Frau Josefine Cox gewidmet: „Ein Leuchten ist damit gemeint. Und allein schon, dass der andere existiert, ist die Schönheit. Und dann sagt der andere auch, dass er sich darüber freut, und man ist völlig verblüfft. Es ist eines der schönsten Stücke, das ich jemals geschrieben habe. Vielleicht sogar das Schönste. Ich halte die Melodie für ganz besonders. Weil sie so einfach ist, kommt so daher und geht dann auch wieder. Meine Frau fand das Lied schon ohne Text sehr schön.“ Auch über seine heimliche Hochzeit im Mai 2016 sprach Grönemeyer mit Ö3-Moderatorin Claudia Stöckl. Auf die Frage, warum es für ihn wichtig war, seine Freundin Josefine zu heiraten, antwortet Grönemeyer ungewohnt offen: „Es gibt den Satz von Willy Bogner der sagt: ‚Schlitten fahren und heiraten muss schnell gehen.‘ Ich bin ein alter Protestant, mein Vater und meine Mutter hatten auch eine sehr stabile Ehe über 56 Jahre. Sich zu jemand zu bekennen, kann auch sehr viele Kräfte freimachen. Das hat mit Haltung zu tun, man bekennt sich zueinander. Auch dass man die Zeit, die einem bleibt, gemeinsam gehen will. Ich bin ein Wildromatiker. Und wir hatten eine schönes Fest, es war dufte.“

Auch das Alter seiner Frau hielt Deutschlands erfolgreichster Popstar lange geheim. In Ö3-„Frühstück bei mir“ definierte der 62-Jährige: „Sie ist an die 40“. Ob sich der Altersunterschied von mehr als 20 Jahren bemerkbar macht: „Sie sieht besser aus als ich. Ansonsten ist das Alter unwesentlich, es hat sich einfach so ergeben. Es ist ja einfach so: Da treffen sich zwei Menschen und gefallen sich. Das ist was ich als ‚Lebensstrahlen‘ bezeichne. Es gibt etwas im Raum, man sitzt am Küchentisch und der andere macht die Kaffeemaschine an oder macht den Kühlschrank auf, das sind Bewegungen, eine Aura, ein Lachen – das ist eine Gewürzmischung, die ich nicht durchschaue, das ist die Faszination.“, so Grönemeyer auf Ö3. Zu öffentlichen Veranstaltungen möchte er mit seiner Frau, die für die Stiftung „Musik bewegt“ arbeitet, nicht gehen: „Warum auch? Wir sind froh, dass wir auch ein Privatleben haben, das ist mit meiner Frau so und auch mit meinen Kindern. Wir machen die Tür für Boulevardmedien nicht auf. Auch von meiner ersten Frau gab es nur ein einziges Bild bei der Echoverleihung, mehr nicht. Mein Privatleben geht keinen etwas an.“

Am 5. November beging der Pop-Philosoph den mittlerweile bereits zwanzigsten Todestag seiner ersten Frau Anna Henkel: „Mit meinen Kindern. Wir sind dann zusammen still und ruhig und erinnern uns, aber das tue ich nicht nur an diesem Tag.“ Ob es für ihn zu einem Zeitpunkt ein innerer Konflikt war, wieder zu heiraten, weil doch seine erste Ehe so tragisch mit dem Tod der Frau geendet hat: „Nein, ich stelle mir vor, es wäre umgekehrt gewesen. Wenn ich zuerst gegangen wäre, hätte ich gewollt, dass meine Frau wieder glücklich wird. So sehe ich das: Der, der geht, wünscht sich mit Sicherheit nicht, dass der andere zurückbleibt und daran zerbricht. Trauer heißt für mich, jemanden in Ehren zu halten, aber da kann man auch parallel dazu auf der anderen Seite wieder versuchen, sich das Glück zurechtzubasteln. Die Trauer um die Person bleibt da, wie eine neue Farbe im Leben.“ Auch seine Kinder fanden es „ok und sehr schön“, dass ihr Vater wieder eine Ehefrau an seiner Seite hat: „Das hat ja mit der Person zu tun.“

Beruflich möchte Deutschlands großer Sänger noch ein Musical schreiben: „Ich suche noch den Stoff dafür“. Ansonsten will er, der sich vorgenommen hat, 92 Jahre alt zu werden („Mein Vater wollte 87 werden und ist mit 87 dann auch wirklich gestorben.“), weiter Lieder schreiben: „Musik mache ich bis ich umfalle, das macht mir einfach tierischen Spaß.“

Ö3-„Frühstück bei mir“ – das große Interview der Woche, Persönlichkeiten ganz persönlich – jeden Sonntag von 9.00 bis 11.00 Uhr im Hitradio Ö3 und zum Nachhören online auf oe3.ORF.at.

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