Warum die Prävention von Essstörungen in der Schule beginnt

Beim 26. internationalen Kongress Essstörungen in Alpbach, Tirol wurde heuer erneut auf die mediale Verbreitung fragwürdiger Schönheitsideale verwiesen.

Unser Ziel ist es den Schüler*innen einen kritischen Umgang mit den medial vermittelten Schönheitsidealen beizubringen und damit eine Orientierung an unrealistischen und krankmachenden Idealvorstellungen zu verhindern.
Brigitte Lenhard-Backhaus

Wien (OTS) - Wir von intakt - Therapiezentrum für Menschen mit Essstörungen finden die Aufklärungsarbeit mit Jugendlichen besonders wichtig und bieten deshalb Präventionsworkshops für Schulen und andere Interessengruppen an. Diese richten sich dabei vor allem an junge Menschen im Alter zwischen 13 und 18 Jahren und sollen für das Thema Essstörungen, aber auch Selbstwahrnehmung und Selbstachtsamkeit sensibilisieren. Auch für den Lehrkörper sind Workshops möglich.

Das Interesse der Jugendlichen daran, wie sie mit betroffenen Kolleg*innen umgehen sollen, ist nach Erfahrung bei den intakt - Schulworkshops "Liebe Dich so wie Du bist" sehr hoch. An manchen Schulen sei außerdem ein sehr hohes Bewusstsein an "gesunder Ernährung" bemerkbar. Die Schüler*innen ernähren sich zuckerfrei, vegetarisch oder vegan, viele haben schon erste Diäterfahrungen. Da gerade in diesem Alter der Konformitätsdruck gegenüber Gleichaltrigen sehr hoch ist, dienen die präventiven Maßnahmen im Setting Schule dazu Risikofaktoren zur Entstehung von Essstörungen entgegenzuwirken. Eine wichtige Rolle spielt hierbei etwa das Phänomen Bodyshaming. Zahlreiche Studien bestätigen einen Zusammenhang zwischen Mobbing und Essstörungen, besonders bei Hänseleien aufgrund des Körpergewichts, weshalb intakt mittels Fallbeispielen aus der Praxis auf die Folgen von Mobbing-Erfahrungen aufmerksam machen möchte. Brigitte Lenhard-Backhaus von intakt betont zudem die Wichtigkeit von Medienkompetenz: "Unser Ziel ist es den Schüler*innen einen kritischen Umgang mit den medial vermittelten Schönheitsidealen beizubringen und damit eine Orientierung an unrealistischen und krankmachenden Idealvorstellungen zu verhindern."

intakt ist seine Aufklärungstätigkeit ein besonderes Anliegen und verlost deshalb unter allen teilnehmenden Schulen zwei kostenlose Workshops. Anmeldungen sind unter office@intakt.at möglich. 

Rückfragen & Kontakt:

intakt Therapiezentrum für Menschen mit Essstörungen
1090 Wien, Grundlgasse 5/8
Telefon 01/22 88 770-0 oder Fax 01/22 88 770-20
p.oulehla@intakt.atwww.intakt.at

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