Muchitsch: Erste Opfer der schwarz-blauen Pseudo-Freiwilligkeit bei 60-Stundenwoche

Arbeitszeitgesetz ist ein Werkzeug für unsoziale Arbeitgeber - Gesetz muss schleunigst geändert werden

Wien (OTS/SK) - Die Kronenzeitung schildert heute den Fall einer Köchin, die ihr Chef zuerst zu regelmäßigen 12-Stundenarbeitstagen und 60-Stundenwochen hat zwingen wollen. Weil sie das nicht konnte, wurde sie dann zu einer "einvernehmlichen" Vertragsauflösung gezwungen. Sie hätte damit ihre Abfertigungsansprüche aus 20 Jahren im Betrieb verloren. AK und Gewerkschaft VIDA vertreten die Arbeitnehmerin. SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch sagt dazu: "Das türkis-blaue Arbeitszeitgesetz lädt unsoziale Arbeitgeber ein, sich billig von ihren Mitarbeitern zu trennen. Kurz und Strache haben den unsozialen Arbeitgebern ein Werkzeug in die Hand gegeben, um die ArbeitnehmerInnen unter Druck zu setzen und sie um ihre Ansprüche zu bringen. Das Arbeitszeitgesetz muss schleunigst wieder geändert werden." ****

Der SPÖ-Sozialsprecher sieht damit Befürchtungen im Zusammenhang mit der Arbeitszeitverlängerung bestätigt und glaubt, dass es eine wesentlich höhere Dunkelziffer bei den Opfern dieser "schwarz-blauen Pseudo-Freiwilligkeit" gibt. „Viele Betroffene nehmen zähneknirschend die einseitige Anordnung zu Mehrarbeitszeit durch die Arbeitgeber zur Kenntnis. Wehrt sich jemand dagegen, wird er hinausgeschmissen“, sagt Muchitsch.

Seit 1. September ist das neue Arbeitszeitgesetz in Kraft, es erlaubt den 12-Stunden-Tag und die 60-Stunden-Woche und wurde ohne Experteneinbindung und üblicher Begutachtungsfrist durchs Parlament gepeitscht. Die viel zitierte Freiwilligkeit von Kurz und Strache ist für Muchitsch eine reine Augenauswischerei.

Muchitsch: „Die von Schwarz-Blau ins Gesetz geschrieben Freiwilligkeit gibt es einfach nicht. In Österreich gibt es keinen allgemeinen Kündigungsschutz, aus diesem Grund gibt es auch im Zusammenhang mit dem 12-Stunden-Tag und der 60-Stunden-Woche keine Freiwilligkeit. Davor haben wir auch immer gewarnt. Dieses Opfer der schwarz-blauen asozialen Arbeitszeit-Politik hat unsere Befürchtungen leider bestätigt.“ (Schluss) up/wf/mp

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