SPÖ Wien trauert um Anneliese Albrecht

„Sie hat in ihrem jahrelangen politischen Wirken die SPÖ in Wien und Österreich maßgeblich beeinflusst.“

Wien (OTS/SPW) - Die Wiener Sozialdemokratie trauert um Anneliese Albrecht, die am Mittwoch im Alter von 97 Jahren verstorben ist. „Mit Anneliese Albrecht geht eine Vordenkerin der Sozialdemokratie und eine starke Stimme unserer Bewegung von uns. Sie hat in ihrem jahrelangen politischen Wirken die SPÖ in Wien und in Österreich maßgeblich beeinflusst“, würdigte SPÖ Wien-Vorsitzender, Bürgermeister Michael Ludwig die ehemalige Journalistin und Politikerin. Anneliese Albrecht, die sowohl die Wirrnisse der Ersten Republik als auch die Schrecken des Nationalsozialismus erlebt hatte, war nach Kriegsende maßgeblich an der Entwicklung der SPÖ beteiligt. ****

„Wir haben mit Anneliese Albrecht eine der wichtigsten und prägendsten Persönlichkeiten der SPÖ verloren. Sie war in ihren zahlreichen Funktionen mitverantwortlich am stetigen Aufstieg der Sozialdemokratie nach dem zweiten Weltkrieg und setzte sich stets für eine gerechte und solidarische Gesellschaft ein“, sagt SPÖ Wien-Landesparteisekretärin Barbara Novak. In ihrer jahrzehntelangen beruflichen Laufbahn war Anneliese Albrecht unter anderem Nationalratsabgeordnete, stellvertretende Klubobfrau und Mitglied im Bundesparteivorstand, Vorsitzende der Sozialistischen Frauen Wiens, stellvertretende Vorsitzende der SPÖ Josefstadt und stellvertretende Landesparteivorsitzende der SPÖ Wien. Unter Bruno Kreisky war sie außerdem Staatssekretärin im Bundesministerium für Handel, Gewerbe und Industrie.

In ihrer Tätigkeit als Politikerin und Journalistin – unter anderem als Chefredakteurin der Frauenzeitschrift „Die Frau“ – setzte sich Anneliese Albrecht auch stark für Frauenrechte und für Gleichstellung ein. „Anneliese Albrecht war eine Vorkämpferin der Frauenbewegung in Österreich und ihre berufliche und politische Laufbahn dokumentierten den Fortschritt dieser Bewegung“, sagt Frauenstadträtin Kathrin Gaál und unterstreicht die Verbesserungen, die Albrecht für Frauen erwirken konnte. So war sie maßgeblich daran beteiligt, dass der sogenannte „Schandparagraph“ 144, der Schwangerschaftsabbruch auch in den ersten drei Monaten unter Strafe stellte, beseitigt wurde und wirkte an der Reform des Familienrechts mit. (Schluss) ve

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