Wenn Bischöfe orange tragen

SI Präsidentin freut sich über rege Unterstützung der „Orange the World“-Initiative

Wien (OTS) - Die Vorbereitungen für die Initiative „Orange the World“ läuft auf Hochtouren. Soroptimist International Austria kooperiert heuer zum zweiten Mal mit der UN-Women Initiative, die am 25.11 startet und 16 Tage lang dauert. „Dieses Jahr wird die Kampagne in Österreich größer angelegt sein. In jedem Bundesland werden Gebäude orange erstrahlen, sagt die neue Präsidentin von Soroptimist International Austria, Marcella Sigmund-Graff, die in enger Abstimmung mit dem UN-Women Nationalkomitee zusammenarbeitet. Bereits jetzt im Vorfeld ist die Unterstützung von vielen Seiten spürbar.

„Mit an Bord sind beispielsweise auch einige Männer sowie Vertreter der Kirche“, sagt Sigmund-Graff. Besonders hervorzuheben sei hier etwa der Innsbrucker Diözesanbischof Hermann Glettler, der eigens für die Kampagne einen orangen Pulli unter dem schwarzen Sakko trägt.  Der Stilbruch scheint ihm egal zu sein, zu wichtig ist ihm das Anliegen, im Sinne der „Orange the World“-Kampagne ein Zeichen zu setzen, das sichtbar ist: „Wir haben den Auftrag, in Respekt und Würde zusammenzuleben. Wir wissen aber, dass die Frauen in unserer Welt oftmals die Leidtragenden sind“, sagt der Geistliche. Frauen seien meist die ersten Opfer von Gewalt – von individueller, individualisierter und auch struktureller Gewalt. „Die Orange Days sind ein Appell, diese Ungerechtigkeit aufzubrechen und dafür zu sorgen, dass entsprechend der gleichen Würde von uns Menschen auch alle die gleichen Lebens- und Entfaltungschancen haben“, so Glettler.

Ziel unserer österreichischen Union ist es, die Aufmerksamkeit auf die Verbesserung der Lebensumstände der Frau zu lenken“, sagt Sigmund-Graff.

Denn Gewalt gegen Frauen ist leider auch in Österreich ein großes Thema. Dies zeige etwa die aktuelle Statistik vom „Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser“ (AÖF, 8/2018): 20 Prozent der Frauen ab 15 Jahren sind Opfer körperlicher und/oder sexueller Gewalt und 35 Prozent werden sexuell belästigt. Im Jahr 2017 waren von den rund 19.000 Betroffenen häuslicher Gewalt, die von Gewaltschutzzentren betreut wurden, 83 Prozent Frauen und Mädchen. „Das sind hohe Zahlen und Aufklärungskampagnen wie „Orange the World“ und andere können nur dann greifen, wenn sich Männer hier zu Wort melden und im Sinne der Frauenanliegen aktiv werden“, ist Sigmund-Graff überzeugt.

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Marcella Sigmund-Graff
Präsidentin Soroptimist International Austria
Tel: +43 664 300 9579
Email: unionspresident@soroptimist.at
Web: www.soroptimist.at

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