Margreiter: Situation für selbständige 24-Stunden-PflegerInnen muss sich endlich bessern!

"Viele schwarze Schafe bei Vermittlungsagenturen, einheitliche Qualitätsstandards und Kontrollen fehlen"

Wien (OTS/SK) - "Wie Arbeiterkammer und Konsumentenschützer (VKI) gestern festgestellt haben, werden die Probleme für die über 60.000 selbständigen Personenbetreuerinnen, also den 24-Stunden-PflegerInnen in Österreich mehr", sagt die SPÖ-Nationalratsabgeordnete Doris Margreiter, die auch Präsidentin des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes OÖ und Funktionärin in der WKO ist. „Die Zahl der schwarzen Schafe bei den Vermittlungsagenturen ist weiter hoch. Einheitliche Qualitätsstandards und entsprechende scharfe Kontrollen fehlen“, stellt Margreiter fest. ****

"Mit illegalen Knebelverträgen werden die PersonenbetreuerInnen in die Scheinselbständigkeit gedrängt. Die WKO als eigentliche Interessenvertretung versagt hier auf allen Linien. Es braucht Initiativen wie von der Gewerkschaft vidaflex, um über einheitliche Qualitätsstandards zu diskutieren", so die Abgeordnete. Und weiter:
„Die PflegerInnen zahlen in der Kammer brav ihre Grundumlage, zurück kommt aber schon alleine deswegen nur wenig, weil in deren Fachgruppe auch Vertreter der Vermittleragenturen sitzen, deren Interessen andere sind.“

Sauer stößt der Abgeordneten auch die Indexierung der Familienbeihilfe auf. „Damit wird speziell im Osten Österreichs mittelfristig ein Pflegenotstand geschaffen, weil die finanziellen Anreize speziell für PflegerInnen aus der Slowakei immer kleiner werden und schon jetzt viele in den Westen oder nach Süddeutschland ausweichen.“

„Die Bundesregierung ist gefordert, die offenkundigen Missstände umgehend zu beseitigen und die Situation für die 60.000 PflegerInnen dringend zu verbessern“, so Margreiter abschließend. (Schluss) up/wf/mp

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