• 25.10.2018, 12:21:44
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  • OTS0130

Leitlinien zum Regionalen Strukturplan Gesundheit 2025 fixiert

Präsentation durch Pernkopf, Eichtinger, Königsberger-Ludwig und Waldhäusl

Utl.: Präsentation durch Pernkopf, Eichtinger, Königsberger-Ludwig
und Waldhäusl =

St. Pölten (OTS/NLK) - Nachdem in der Regierungssitzung vom 2.
Oktober die zuständigen Regierungsmitglieder beauftragt wurden,
Leitlinien des Regionalen Strukturplans Gesundheit (RSG) 2025 mit dem
Ziel der besten Gesundheitsversorgung für Niederösterreich
auszuarbeiten, präsentierten am heutigen Donnerstag in St. Pölten
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Landesrat Martin Eichtinger,
Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig und Landesrat Gottfried
Waldhäusl gemeinsam mit dem NÖ Patientenanwalt Gerald Bachinger und
Primarius Martin Breitenseher aus Horn nun diese Leitlinien.

Eichtinger erinnerte dabei an die Arbeitsübereinkommen und das daraus
resultierende Arbeitsprogramm aller drei Regierungsparteien: „Diese
Arbeitsübereinkommen sind kein Lippenbekenntnis, sondern Richtschnur
für die tägliche Arbeit und besonders für die großen Themen, die
gemeinsam in Angriff genommen werden“. So habe man sich im Bereich
Gesundheit darauf geeinigt, zusammen die Grundlagen der zukünftigen
Gesundheitsversorgung zu erarbeiten.

„Unser Ziel ist es, die beste Gesundheitsversorgung für die Menschen
in Niederösterreich sicherzustellen. Wir treffen heute die richtigen
Entscheidungen, damit wir auch morgen in Niederösterreich über die
beste und modernste Gesundheitsversorgung verfügen. Niederösterreich
ist das Bundesland, in dem sich alle Verantwortlichen, über
Parteigrenzen hinweg, für die beste Versorgung der Menschen
einsetzen. Denn wenn es um die Gesundheit der Menschen in
Niederösterreich geht, geht es nie um Parteipolitik, sondern nur um
die Verpflichtung, den Bedürfnissen der Menschen so nahe wie möglich
zu sein. Das stellen wir mit dieser Vereinbarung sicher“, betonte der
Landesrat.

Nach dem Auftrag durch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in der
Regierungssitzung vom 2. Oktober seien nun in den vergangenen Wochen,
aufbauend auf dem Österreichischen Strukturplan Gesundheit, gemeinsam
mit Experten drei offizielle und viele begleitende Gesprächs- und
Arbeitsrunden absolviert worden, um eine politische Entscheidung für
den Regionalen Strukturplan Gesundheit Niederösterreich 2025 treffen
zu können. Mit Blick auf die fünf Versorgungsregionen
Niederösterreichs seien dabei Leitlinien erarbeitet worden, die jetzt
Grundlage für die Verhandlungen mit den Sozialversicherungsträgern
und für die Beschlussfassung des RSG NÖ 2025 seien, der auch den
niedergelassenen Bereich umfassen werde, führte Eichtinger aus.

Neben den involvierten Experten gelte sein Dank für die kooperativen,
zielgerichteten Gespräche insbesondere auch allen politisch
Beteiligten: „Ein politisches Miteinander, wie wir es die letzten
Wochen gelebt haben, ist nicht selbstverständlich. Es beweist, wie
sehr wir in Niederösterreich alle daran interessiert sind,
rechtzeitig die richtigen Entscheidungen im Sinne der Menschen zu
treffen. So können wir heute gemeinsam verkünden, dass Gesundheit in
Niederösterreich Zukunft hat“, so Eichtinger.

Abschließend unterstrich der Landesrat, dass es in Niederösterreich
keine Krankenhausschließungen geben werde und dass volle
Leistungsversorgung für alle Regionen gewährleistet sein müsse: „Die
beste Gesundheitsversorgung ist eine möglichst wohnortnahe
Versorgung. Wir bauen die medizinische Leistungsversorgung in allen
Regionen Niederösterreichs aus und stellen gleichzeitig eine
zeitgerechte Anpassung künftiger Entwicklungen sicher. Dabei geht es
nicht darum, wie lange die Patienten im Krankenhaus bleiben müssen,
es geht vielmehr um die medizinische Leistung und darum, wie schnell
wir den Menschen in Niederösterreich helfen können.“

„Die Mitarbeiter in unseren Spitälern mit ihrer Professionalität und
ihrem großen Engagement gewährleisten beste Gesundheitsversorgung und
bieten internationale Spitzenmedizin, auf die sich die Patienten
verlassen können, und beweisen dabei wie außerordentliche
Menschlichkeit. Das zeigen auch die jährlichen Patientenbefragungen
mit im Durchschnitt über 92 von 100 möglichen Punkten“, sagte
Pernkopf.

Das Gesundheitssystem sei aber einem ständigen Wandel unterworfen –
einer steigenden Lebenserwartung und neuen Krankheitsbildern auf der
einen Seite stünden der medizinische Fortschritt und neue Methoden
auf der anderen Seite gegenüber. So seien in den letzten zehn Jahren
sowohl die Leistungen als auch die jährlichen Patientenkontakte (von
2,7 auf 3,15 Millionen) gestiegen, während zugleich die Bettenanzahl
und die durchschnittliche Verweildauer gesunken seien, fuhr der
LH-Stellvertreter fort.

„Wir haben bei all unseren Überlegungen die Menschen und die beste
regionale Versorgung in den Mittelpunkt gestellt. Es geht nicht
darum, wie lange man im Spital liegt, sondern wie gut, schnell und
wohnortnahe geholfen wird“, unterstrich Pernkopf und verwies darauf,
dass bei Katarakt-OPs der Spitalsaufenthalt vor zehn Jahren noch drei
Tage betragen habe, während man heute noch am gleichen Tag wieder
nach Hause gehen könne. Seit 2007 sei die Anzahl der tagesklinischen
Operationen von 6.791 auf 33.106 im Vorjahr gestiegen, so Pernkopf,
der auch auf den von ihm ins Leben gerufenen „Klinikendialog“
hinwies, in dem auf möglichst breiter Basis die Expertinnen und
Experten aus der täglichen Praxis eingebunden wurden und auch in
Zukunft werden.

Abschließend nannte der LH-Stellvertreter die fünf Leitlinien für den
RSG NÖ 2025: eine Standortgarantie für alle Klinik-Standorte,
Verlässlichkeit für die beste regionale Versorgung, eine Bewahrung
der Flexibilität um neue Bedürfnisse auch in Zukunft rasch
beantworten zu können, eine bessere Vernetzung zwischen Kliniken,
Gesundheitszentren und niedergelassenem Bereich sowie einen Ausbau
der Leistungen: „In Niederösterreich ist noch nie so viel in die
Gesundheit investiert worden. In den letzten zehn Jahren ist das
Jahresbudget der Landeskliniken von 2 Milliarden im Jahr 2007 auf
aktuell rund 2,5 Milliarden Euro gestiegen, die durchschnittlichen
Investitionen in die Kliniken betragen 200 Millionen Euro pro Jahr“.

Königsberger-Ludwig betonte, dass sich die Verweildauer massiv
verändert, die Leistung darunter aber keineswegs gelitten habe. „Auf
Basis der gemeinsam erarbeiteten Leitlinien wird jetzt der NÖGUS mit
den Sozialversicherungsträgern verhandeln, dieses
Verhandlungsergebnis muss wiederum der Arbeitsgruppe vorgelegt
werden. Der RSG, der viel mehr Details als die fünf Leitlinien
enthalten wird, regelt, wie das Gesundheitssystem in Niederösterreich
bestmöglich weiterentwickelt werden kann“. Wichtig sei dabei neben
der Zusammenarbeit zwischen den Kliniken und dem niedergelassenen
Bereich auch die Einigung zwischen den Sozialversicherungsträgern und
dem Land, so Königsberger-Ludwig, die zudem als wichtigstes Thema
nach Erstellung des RSG die Gewährleistung von genügend Ärzten im
niedergelassenen und Spitals-Bereich anführte.

Waldhäusl nannte die Leitlinien die politische Antwort auf die
Herausforderungen im Gesundheitsbereich sowohl im urbanen als auch im
ländlichen Raum. „Es geht um die Absicherung des Gesundheitssystems
im Bereich der Standorte, der Leistungen in den Regionen und der
Vernetzung mit dem niedergelassenen Bereich. Dabei muss der Bürger im
Vordergrund stehen, er muss bekommen, was er braucht. Wir in
Niederösterreich sind stolz darauf, dass wir keine Standorte
schließen und keine Leistungen reduzieren“.

Nähere Informationen beim Büro LR Eichtinger unter 02742/9005-12361,
Mag. Markus Habermann, und e-mail [email protected].

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