FP-Seidl: Keiner der Zeugen ist sich seiner Schuld bewusst

Janßen und Balazs belasten SPÖ und Architekt Wimmer

Wien (OTS) - „Während Ex-KAV-Chef Janßen in seiner Zeugeneinvernahme noch aussagte lange nicht gewusst zu haben, dass Dr. Koblmüller als externer Berater fungierte, ist das bei seinem damaligen Stellvertreter Balazs anders. Dieser wusste von Anfang an von Koblmüllers Beratertätigkeit“, führt der Gesundheitssprecher der Wiener FPÖ, LAbg. Wolfgang Seidl aus. Es wäre demnach klug gewesen, Dr. Koblmüllers Expertise in dieser Zeit zu nutzen. „Koblmüller hatte im Gegensatz zum Generaldirektoren-Gespann nämlich bereits erfolgreich ein Krankenhaus in Oberösterreich gebaut“, verweist der Freiheitliche auf die Erfahrung des externen Beraters.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass bei Koblmüllers Abgang die Kosten für den Bau des KH Nord bei 955,2 Millionen Euro lagen und somit noch im vertretbaren Rahmen waren. Der exorbitante Anstieg der Kosten hat somit ein anderer zu verantworten. „Nicht aber Janßen und Balazs – sie geben die Hauptschuld für das Milliardengrab in erster Linie dem Haus- und Hofarchitekten DI Albert Wimmer, der im Vergleich zu Koblmüller keinerlei Erfahrung für den Bau eines Spitals mitbrachte“, staunt Seidl über die Schuldzuweisungen. Laut den Aussagen der beiden Zeugen war hinsichtlich Wimmers erfahrungsloser Planung eine Vielzahl von Nacharbeiten notwendig, die großteils mit Verspätung erledigt wurden und die Kosten explodieren ließen. 

Seidl fasst zusammen: „Keiner der Zeugen will selbst für die Misere verantwortlich sein – die Schuld wird permanent auf andere geschoben. Eines ist aber klar. Das rote System der Stadt Wien mit seinen politischen Verantwortlichen ist nicht in der Lage ein Großprojekt wie ein Krankenhaus zu managen oder auch nur annähernd den Kosten- und Zeitrahmen einzuhalten“, bringt Seidl die Fakten auf den Punkt. „Somit ist die Ankündigung, dass der KAV in den nächsten Jahren weitere 2 Milliarden in diverse Projekte verbauen will, eine gefährliche Drohung gegenüber der Wiener Steuerzahler“, schließt Seidl. (Schluss) akra 

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