Hörl zur Sozialpolitik: "Zuerst die richtige Analyse, dann die notwendigen Maßnahmen zur Unterstützung!“

Enge Einbindung der Wirtschaft in künftige Konzepte gefordert

Innsbruck (OTS) - „Jeder arme Mensch ist einer zu viel“, so Wirtschaftsbundobmann Franz Hörl zu den diskutierten Investitionen im Sozialbereich. Er appelliert in diesem Zusammenhang jedoch daran, „zuerst die richtigen Schlüsse aus den vorliegenden Daten zu ziehen und dann die notwendigen Maßnahmen auf dieser Basis korrekt auszurichten.“ Er verweist dabei auf die Studie „Arbeit und soziale Eingliederung in Tirol“ und die Tatsache, dass die Armutsgefährdung bei im Inland geborenen Tirolerinnen und Tirolern in den vergangenen Jahren auf 10,8 Prozent gesunken ist. „Ein Paket ist nur dann gut, wenn es die richtigen Effekte auslöst. Daher muss man miteinbeziehen, dass die aktuellen Zahlen zur Armutsgefährdung sehr eng mit dem Zuzug aus Osteuropa und der Flüchtlingswelle der Jahre 2015 und 2016 zusammenhängen. Schließlich liegt das Gefährdungspotenzial für Armut bei Menschen mit Geburtsort außerhalb Österreichs bei 25,3 Prozent“, so Hörl. „Dies erklärt aus meiner Sicht auch den Widerspruch der scheinbar gestiegenen Armutssituation im Vergleich zur wirtschaftlichen Entwicklung in Tirol. Gerade die wirtschaftlichen Impulsmaßnahmen des Landes waren in der jüngeren Vergangenheit eine wichtige Maßnahme und zugleich das beste Sozialpaket“, betont Hörl.

Aus Sicht des Wirtschaftsbundobmanns liege es nicht daran, dass das soziale Netz in Tirol nicht engmaschig genug sei, sondern sei vielmehr in der „starken Zuwanderung in den unteren Einkommensbereich bzw. in die Arbeitslosigkeit“ begründet. „Diese Differenzierung ist wichtig, um die richtigen Schlüsse zu ziehen und die künftigen Maßnahmen optimal auszurichten. Was wir brauchen, ist eine Förderung von Menschen mit dem klaren Ziel, sie in den Arbeitsprozess zu integrieren“, so Hörl, der für die Ausarbeitung eines Konzepts die Einbindung der Wirtschaft fordert. „Es muss gewährleistet sein, dass jene Hilfe erhalten, die sie brauchen!“

Das Beispiel Mindestsicherung zeige, dass politische Instrumente immer auf aktuelle Entwicklungen ausgerichtet und mit einem klaren Ziel umgesetzt werden müssen. „Und dies kann nur bedeuten, dass wir Menschen zu Arbeit motivieren und jene erreichen, die auf Hilfe angewiesen sind“. Als wichtigen Beitrag bezeichnet Hörl, besonders in Zeiten der Hochkonjunktur, das konsequente Anstreben des Nulldefizits. „Jetzt ist die Zeit, um Reserven anzusparen und sich nicht schon wieder auf Kosten der nächsten Generationen in neue Schulden zu stürzen“, so Hörl.

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