- 23.10.2018, 11:37:32
- /
- OTS0111
Hanno Settele unterwegs im Burgenland: „DOKeins: Der Kurier des Kaisers“ am 24. Oktober in ORF eins
Burgenland-Abend mit „Landkrimi: Kreuz des Südens“ und „Zeitgeschichten“
Utl.: Burgenland-Abend mit „Landkrimi: Kreuz des Südens“ und
„Zeitgeschichten“ =
Wien (OTS) - Die Steiermark, Tirol und Oberösterreich hat Hanno
Settele als Kurier des Kaisers schon bewertet – in der Kassa Seiner
Majestät (Robert Palfrader) herrscht aber immer noch Ebbe, wie
Obersthofmeister Seyffenstein (Rudi Roubinek) betonen möchte. Von
einem Bundesland muss Seine Majestät sich auf jeden Fall trennen! Ist
das Burgenland vielleicht ein Kandidat? „Nein, weil wir sind ja
nichts wert“, lacht ein Burgenländer. Settele lässt sich aber nicht
in die Irre führen und sucht als „Kurier des Kaisers“ am Mittwoch,
dem 24. Oktober 2018, um 20.15 Uhr in ORF eins mit gewohnter
Gründlichkeit das Land nach seinen Werten ab. Anschließend, um 21.10
Uhr, gibt es ein Wiedersehen mit Andreas Lust und Franziska Weisz in
Barbara Eders Landkrimi „Kreuz des Südens“. Und in der vierten Folge
von „Zeitgeschichten“ um 22.45 Uhr geht es auf Spurensuche ins
Burgenland: eine Brücke über den Neusiedler See, das Leben an der 397
km langen Grenze und eine angebliche Marienescheinung im
Südburgenland. Wie war das damals, wie ist es heute?
Der Bundesland-Abend am 24. Oktober in ORF eins im Überblick
„Der Kurier des Kaisers: Burgenland for sale!“ um 20.15 Uhr
Hanno Settele ist wieder unterwegs in Österreich und ergründet als
„Kurier des Kaisers“ die Werte des Burgenlands: Im Nationalpark
wimmelt es nur so von „Augenweiden“, mit der Ernte des Schilfgürtels
könnte man buchstäblich Stroh zu Gold spinnen und das Heilwasser aus
dem See unter dem See muss ja nicht gratis ausgeschenkt werden!
Settele lernt von den Burgenländern alles über das Blaumachen, fährt
zur Hölle und verhandelt eine Abgabe auf Rotwein, mit dem der Kaiser
sich sanieren könnte. Er findet auf seiner Reise zu seiner großen
Überraschung ein Schigebiet, interessiert sich auffällig für den
Hanfanbau – im Auftrag Seiner Majestät natürlich – und bereist
„Chicago“, ohne seinen Pass herzuzeigen. Mit einem burgenländischen
Selfmade-Millionär hebt Hanno Settele im Sportflugzeug ab, um sich
sogar von oben ein Bild vom Burgenland zu machen! Alles für Seine
Majestät.
Wie immer mit dabei: Die ganze Wahrheit über das Image der
Burgenländer/innen – und was diese von ihren restlichen Landsleuten
halten, erforscht vom Institut SORA. Und: Wie viel ist das Burgenland
tatsächlich wert? Volkswirtschafts-Kapazunder DDr. Michael Steiner
hat wie immer eine Antwort.
„DOKeins: Der Kurier des Kaisers“ wird im Auftrag des ORF von
neulandfilm in Zusammenarbeit mit Gebhardt Productions produziert.
„Kreuz des Südens“ (24. Oktober, 21.10 Uhr, ORF eins)
Mit u. a. Andreas Lust und Franziska Weisz; Regie: Barbara Eder
Nach einem traumatischen, aus dem Ruder gelaufenen Einsatz nimmt
Polizist Tommy (Andreas Lust) eine Auszeit. Er sucht Ruhe in dem
kleinen beschaulichen Dorf im Burgenland, in dem sein Vater, der die
Familie vor Jahren verlassen hat, Schuldirektor war und der ihm das
alte Schulhaus vererbt hat. Die Dorfbevölkerung nimmt ihn nicht
gerade mit offenen Armen auf – die Einzigen, die ihm mit weniger
Feindseligkeit begegnen, sind Greißlerin Eva (Franziska Weisz) und
die Nachbarin Traude (Maria Urban).
„Kreuz des Südens“ ist eine Koproduktion von ORF und Lotus-Film GmbH,
gefördert durch den Fernsehfonds Austria und den Filmfonds Wien.
„Zeitgeschichten: Burgenland damals/heute“, 22.45 Uhr, ORF eins
Es war 1971 ein Herzensprojekt der burgenländischen Landesregierung:
Eine Brücke über den Neusiedler See. Das Bauwerk sollte von Illmitz
nach Mörbisch führen, um den Seewinkel besser ans Straßennetz und die
Landeshauptstadt Eisenstadt anzuschließen. „Es gibt keine
Entschuldigung für diesen Blödsinn, auch schon damals nicht“, sagt
Bernd Lötsch, ehemaliger Direktor des Naturhistorischen Museums in
Wien, heute. Es ging um wirtschaftliche Möglichkeiten, sagt der
damalige Baulandesrat Helmuth Vogl heute. Der Umweltschutz spielte
kaum eine Rolle und hat die Brücke am Ende dennoch verhindert.
Kein Bundesland in Österreich hat eine so lange Grenze wie das
Burgenland mit seinen 397 Kilometern. Maria Kridl ist in den 1950er
Jahren als Arbeiterkind an einem Gutshof direkt an der Grenze
aufgewachsen. Stacheldraht und Stolperminen prägten den Alltag, Onkel
und Tanten waren auf der anderen Seite in Ungarn. Luising im
Südburgenland war überhaupt zwei Jahre lang ganz bei Ungarn: Das
Burgenland kam 1921 zu Österreich, die Gemeinde erst 1923. „Die
Unsrigen wollten unbedingt zu Österreich“, erzählt der
Hobbyhistoriker Martin Lendl.
In den 1960er und 1970er Jahren war es das Lourdes des Burgenlandes:
Eisenberg an der Raab. Der Bäuerin Aloisia Lex sollen dort 1954 ein
Engel und die Jungfrau Maria erschienen sein. Kurz darauf brannte
sich an derselben Stelle ein Kreuz in den Rasen, das mehr als drei
Jahrzehnte lang bestehen blieb. Tausende sind in der Folge ins
Südburgenland gereist, die katholische Kirche hat die angeblichen
Wunder von Eisenberg bis heute nicht anerkannt.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF