• 23.10.2018, 11:31:32
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  • OTS0106

Faßmann: OECD-Studie bestätigt Maßnahmen im Kindergarten und an den „Schnittstellen“

Wien (OTS) - „In den letzten Jahren wurden auch bei uns
Ungleichheiten und mögliche Defizite allzu oft kaschiert und im Sinne
der Betroffenen nicht gelöst. Vor allem an den Schnittstellen von
Kindergarten zur Volksschule sowie von der Volksschule zu den
weiterführenden Schulen finden die Talente aber auch der Förderbedarf
von Kindern nicht genügend Aufmerksamkeit“, so Bildungsminister Heinz
Faßmann anlässlich der heute veröffentlichten OECD-Studie „Equity in
Education“.

Der Bundesminister sieht sich durch die Handlungsempfehlungen der
Studie in seiner Schwerpunktsetzung bestätigt: „Um der
Benachteiligung von Kindern bereits früh entgegenzuwirken,
konzentrieren wir uns darauf, bereits an der Schnittstelle vom
Kindergarten zur Volksschule speziellen Förderbedarf festzustellen.
Auch die Talentechecks vor den Bildungsübergängen in der 3. und 7.
Schulstufe sollen zu mehr Durchlässigkeit führen“, so der Minister
und weiter: „Mit den neuen Beurteilungsrastern wollen wir für mehr
Notenwahrheit sorgen und durch präziseres Feedback garantieren, dass
Förderbedarf rechtzeitig freigelegt wird, sodass man im Sinne der
Schülerinnen und Schüler frühzeitig reagieren kann. Dafür soll unter
anderem auch der bedarfsorientierte verpflichtende Förderunterricht
sorgen.“

In manchen Bundesländern in Österreich ist fast ein Fünftel der
Kinder im Alter von sechs Jahren noch nicht schulreif, etwa 36.000
Schülerinnen und Schüler werden als außerordentliche Schüler geführt,
da sie dem Unterricht nicht folgen können. Sie verbleiben zwei Jahre
lang ohne Benotung in den Klassen. Die gezielte Förderung der
Unterrichtssprache im Rahmen der Deutschförderklassen ist hier ein
richtiger und notwendiger Schritt, so der Minister: „Ich möchte, dass
Kinder, die einen eklatanten Leistungsrückstand haben, diesen
Rückstand möglichst früh aufholen können, nicht erst am Ende ihrer
Volksschulzeit.“

Die OECD-Studie empfiehlt, insbesondere den frühen Zugang zu
vorschulischer Bildung zu forcieren, besonders bei sozioökonomisch
benachteiligten Kindern. Überdies sollten Länder außerdem ehrgeizige
Ziele für die Fortschritte benachteiligter Schüler/innen festlegen
und ihren Fortschritt überwachen, zusätzliche Ressourcen für
benachteiligte Schüler/innen und Schulen zur Verfügung stellen und
die Konzentration von benachteiligten Schüler/innen auf bestimmte
Schulstandorte reduzieren.

Auch die Einbeziehung der Eltern von benachteiligten Schüler/innen
sei eine wichtige kompensatorische Maßnahme, so der Bericht. Dies ist
auch Bundesminister Faßmann wichtig, der sich verpflichtende
Aufklärungsgespräche mit den Eltern wünscht. Mit dem Aktionsplan für
sogenannte Brennpunktschulen plane man, sich österreichweit jenen
Schulen zu widmen, deren überwiegend bildungsferne Schülerschaft bei
den Bildungsvergleichstests schlecht abschneidet.

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