Infina Kredit Index (IKI): Der Kampf um Kreditkunden

Aktuelle Informationen zu Zins- und Kreditmarkttrends

Innsbruck/Wien (OTS) - Die INFINA Credit Broker GmbH erhebt quartalsweise den Infina Kredit Index (IKI). Der Index misst die Änderungen von Konditionen und Kreditraten für langfristige Wohnkredite. Der IKI gilt als Frühindikator für Konditionstrends am Kreditmarkt. 

Einer der wesentlichen Trends ist ein aktuell enormer Wettbewerb im Bereich langfristiger Wohnkredite. Da Kreditinstitute einerseits über ausreichend Liquidität verfügen und andererseits die EZB noch immer Strafzinsen für Einlagen bei ihr erhebt, werden durch die Geldhäuser nachhaltige Anlagen mit solidem Zinsertrag gesucht. Langfristige Wohnbaukredite bieten beides. Die Folge ist ein „Kampf um Kreditkunden“, der für ein äußerst attraktives Zinspreisgefüge für Kreditnehmer sorgt. Dies gilt sowohl für variabel als auch fix verzinste Wohnbaukredite. 

Highlights des Infina Kredit Index für das 3. Quartal 2018:

  • Die Konjunktur beginnt sich abzukühlen. Darüber hinaus verharrt die Kerninflationsrate im Euroraum noch auf niedrigem Niveau. Dies hält die EZB voraussichtlich noch bis über den Sommer 2019 von Leitzinsanhebungen zurück. In den USA hat die Fed hingegen bereits begonnen ihre Bilanzsumme zu schrumpfen.
     
  • Beginnend mit dem zweiten Quartal 2018, hat ein starker Konditionenwettbewerb und ein Kampf um Kreditkunden eingesetzt. Die FMA wacht allerdings darüber, dass die Kreditportfolios der Banken weiterhin relativ sicher bleiben. Einige Produktentwicklungen werden durch die Aufsicht kritisch hinterfragt. Dabei geht es insbesondere um überlange Kreditlaufzeiten, die Leistbarkeit von Krediten in der Pensionsphase aber auch um das Thema Eigenmittel.

  • Da sich Banken immer weniger durch spezifische Produkt- und Kreditmodellausgestaltung differenzieren, nimmt der „Preiswettbewerb“ zu und selbst die variablen Zinsen wurden trotz der Weitergabe von Negativzinsen bei den relevanten Indikatorzinsen (EURIBOR) günstiger.
     
  • Obwohl sich im 3. Quartal die langfristigen EUR-Swapsätze verteuerten, senkten die Kreditinstitute der Marktstichprobe IKI ihre durchschnittlichen Fixzinssätze (über 10, 15, 20 Jahre). 

Ausblick: Bis Sommer 2019 sind seitens der EZB keine nennenswerten geldpolitischen Änderungen zu erwarten. Dennoch dürfte die Zeit der Negativzinsen (wie beim EURIBOR) über kurz oder lang vorbei sein. Das Rätselraten wie es bei der EZB ab Sommer 2019 weitergeht führt darüber hinaus immer wieder zu Schwankungen bei den langfristigen Zinsen. Indessen wird der verschärfte Konditionenwettbewerb zwischen den Kreditinstituten anhalten, die jedoch gleichzeitig mit hohen administrativen Aufwendungen konfrontiert sind. In den kommenden Jahren wird auch Basel IV zu wirken beginnen (mit noch restriktiveren Regeln in der Berechnung der Risikoaktiva). Die aktuell „paradiesischen“ Zustände für Immobilienkreditnehmer sollten daher nicht als Dauerzustand verstanden werden.

Weitere Details zu aktuellen Zins- und Kreditmarkttrends finden Sie in der beiliegenden Analyse. Bei Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. 

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INFINA Credit Broker GmbH
Mag. Peter Hrubec
peter.hrubec@infina.at
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