- 22.10.2018, 17:41:30
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Kinderonkologie: Zusätzliche Kooperation mit dem Kinderspital St. Gallen
LR Bernhard und Bgm. Kaufmann: Erhebliche Verbesserung für die betroffenen Familien
Utl.: LR Bernhard und Bgm. Kaufmann: Erhebliche Verbesserung für die
betroffenen Familien =
Bregenz (OTS) - Um den Kindern und Jugendlichen Vorarlbergs mit dem
häufigsten kinderonkologischen Krankheitsbild, nämlich der Leukämie,
auch wohnortnah die notwendige spezialärztliche Behandlung anbieten
zu können, wird – neben der Universitätsklinik Innsbruck - die
Möglichkeit einer Behandlung am Ostschweizer Kinderspital St. Gallen
zusätzlich angeboten. „Diese Vereinbarung tritt am 1. Dezember 2018
in Kraft. Auch bereits erkrankte Kinder können dieses Angebot in
Anspruch nehmen“, informierte Gesundheitslandesrat Christian Bernhard
heute (Montag) in einem gemeinsamen Pressegespräch mit der Dornbirner
Bürgermeisterin Andrea Kaufmann im Landhaus.
Für eine möglichst wohnortnahe Versorgung der Patientinnen und
Patienten wurden von Vertretern des Landes, der Stadt und des
Krankenhauses Dornbirn, der Uniklinik Innsbruck und des Ostschweizer
Kinderspitals St. Gallen mögliche Lösungen geprüft. „Oberste
Priorität hat nach wie vor die Sicherstellung der besten
medizinischen Qualität“, betonte Landesrat Bernhard. Onkologische
Erkrankungen bei Kindern gehören weltweit zu den schweren „seltenen
Erkrankungen“, die einer außerordentlichen medizinischen Expertise
und Erfahrung bedürfen.
Deshalb erfolgt die Behandlung krebskranker Kinder und
Jugendlicher international und auch österreichweit nur in
Krankenanstalten mit einem entsprechenden Referenzzentrum für
Kinderonkologie. Die Universitätsklinik für Pädiatrie in Innsbruck
und das Krankenhaus Dornbirn, Abteilung für Pädiatrie, arbeiten seit
langem sehr gut in dieser Hinsicht zusammen und das soll auch
weiterhin so bleiben. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit dem
Ostschweizer Kinderspital St. Gallen ist bislang einzigartig und wird
für jene Familien, deren Kinder eine hämatoonkologische Erkrankung
(Leukämie) haben, eine wesentliche Erleichterung bringen. Die (Mehr-)
Kosten werden vom Landesgesundheitsfonds getragen.
Jährlich erkranken in Vorarlberg fünf bis sechs Kinder und
Jugendliche an Leukämie. Die Diagnose erfolgt in Innsbruck, die
Behandlung anschließend in Innsbruck oder in St. Gallen, jeweils
immer in Zusammenarbeit mit dem Stadtspital Dornbirn. „In Vorarlberg
wird es auch zukünftig eine kinderonkologische Behandlung und
Betreuung geben“, so Landesrat Bernhard.
Verstärkte Ausbildung im Bereich Kinderonkologie
„Für die verstärkte Ausbildung im Bereich Kinderonkologie wurden
zusätzliche Ausbildungsstellen für Kinderfachärzte geschaffen“,
informierte Bürgermeisterin Kaufmann: Dornbirn schickt zwei
Assistentinnen an die Universitätsklinik Innsbruck, die dort per 1.
November und 1. März des kommenden Jahres eine zwölfmonatige
Ausbildung in der Pädiatrie mit Schwerpunkt pädiatrischer Onkologie
beginnen werden. „Dieses Prinzip wird über die nächsten Jahre
fortgeführt, damit dadurch zukünftig der Wissenserhalt für die
Nachsorge in Dornbirn gesichert ist“, sagte die Bürgermeisterin.
Verstärkte Unterstützung für betroffene Familien
Das Land Vorarlberg und die Stadt Dornbirn werden die Familien
verstärkt unterstützen. „Zur Entlastung wird am Krankenhaus Dornbirn
mit 1. November 2018 eine Casemanagerin angestellt, welche die Eltern
bei der Abwicklung und Finanzierung aller sozialen und
organisatorischen Fragen von Familienhilfe, Krankentransporten mit
dem Roten Kreuz, Beschaffung von Unterkünften usw. unterstützt“,
informierte Bürgermeisterin Kaufmann. Zudem findet mit den
betroffenen Eltern gemeinsam mit der Primaria der Kinder- und
Jugendheilkunde, dem Pflegedirektor sowie der Casemanagerin in
regelmäßigen Abständen ein Jour-Fix im Krankenhaus Dornbirn statt, um
im persönlichen Gespräch Anliegen zu besprechen.
Zusammenfassung
• Die gute Zusammenarbeit mit dem kinderonkologischen Zentrum
Innsbruck (eines von drei Zentren in Österreich) sichert wie bisher
die medizinische Versorgung der Kinder und wird ab 1. Dezember 2018
um Behandlungsmöglichkeiten am Ostschweizer Kinderspital St. Gallen
ergänzt.
• Dornbirn bleibt für die Familien die erste Anlaufstelle und wird
ihnen mit einer neu installierten „Casemanagerin“ ab 1. November 2018
organisatorisch beistehen.
• Für hämatoonkologische Erkrankungen (Leukämie) wird zukünftig nach
individueller Abstimmung von Medizinern und den Eltern die Behandlung
am Ostschweizer Kinderspital St. Gallen St. Gallen möglich sein.
• Für die betroffenen Familien bedeutet dies eine erhebliche
Verbesserung.
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