• 19.10.2018, 13:59:36
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AK Niederösterreich: So macht man Lehrlinge digital fit

Positiver Zugang zum Thema Digitalisierung ist notwendig

St. Pölten (OTS) - 

Am 19. Oktober fand der vierte Tag der niederösterreichischen Lehrlingsausbildung der AK Niederösterreich statt. In den Räumlichkeiten der Firma Eaton in Schrems standen diesmal die Themen Digitalisierung und „Industrie 4.0“ im Mittelpunkt. Mehr als 100 Sozialpartner, ExpertInnen, Ausbildner, Lehrlinge und Interessierte diskutierten einen Vormittag lang diese Zukunfts-Frage. Darunter auch die Direktorin der AK-Niederösterreich, Bettina Heise.

„Wir bekennen uns klar zur Lehrlingsausbildung“, betonte Kammerrat Christian Farthofer in Vertretung von AK Niederösterreich-Präsident Markus Wieser. „Wir werden uns als AK immer dafür einsetzen, dass die Lehrlinge in Niederösterreich bestens ausgebildet werden. Es müssen sich aber auch die Betriebe dazu bekennen. Sie müssen sehr viel Zeit und Know-how investieren, damit wirklich gute FacharbeiterInnen ausgebildet werden, so wie das bei Eaton der Fall ist“, so Farthofer weiter. „Digitalisierung heißt die Zukunft der Arbeit, darum ist Digitalisierung für die AK, den ÖGB und für viele Betriebe seit Jahren ein wichtiges Thema.“

Dass Digitalisierung auch Freude macht, das bewies die 16-jährige Kathrin Mader in einer Diskussionsrunde zum Thema „Wie können wir unsere Lehrlinge digital fit machen?“: „Ich lerne Prozesstechnik, es ist faszinierend, wenn man die Technik selbst beherrscht, wenn man etwas eingibt und die Maschine macht genau das, was man vorgehabt hat“, so der Lehrling bei Eaton.

„Wir wissen nicht genau, wie die Produktion und Fertigung im Jahr 2030 aussehen wird. Wir müssen jetzt die Lehrer und die Ausbildner digital kompetent machen, damit sie die SchülerInnen und Lehrlinge fit für die Zukunft machen können“, so Bettina Huemer, die Leiterin der Lehrlingsausbildung bei Fronius.

„Ich muss mir überlegen, wie ich diesen Funken auch bei den Kids überspringen lassen kann. Vieles von dem, was Ältere als digitale Kompetenz wahrnehmen, ist einfacher als früher. Facebook ist keine digitale Kompetenz, es ist eine Kommunikationskompetenz“, so die IT-Beraterin Lena Doppel.

„Wir denken immer in Problemen, oft fehlt es daran, stattdessen an Lösungen zu denken. In diese Richtung müssen wir die Lehrlinge, aber schon die Kinder motivieren“, so Winfried Rossmann, Geschäftsführer der Firma Pollmann. 

Für das Ablegen von Angst vor der Zukunft plädierte Robert Hörmann. „Wir werden bald 6.000 bis 8.000 neue Jobs im Land haben, dafür ist eine ausgezeichnete digitale Ausbildung notwendig. Dass das so gut funktioniert, dazu trägt nicht zuletzt das gute sozialpartnerschaftliche Klima in Niederösterreich bei“, so der Leiter des AK-Referats „Junge ArbeitnehmerInnen in der AK Niederösterreich“.

„Ich bin schwer beeindruckt von eurem Detailwissen“, so Hörmann, an die Lehrlinge der Firma Eaton gerichtet. „Ihr habt mir beim Rundgang durch eure Firma deutlich gezeigt, dass ihr die Zukunft im Griff habt.“

Rückfragen & Kontakt

AK Niederösterreich Pressestelle, T 057171-21900

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