VKI-Test: Fahrradbeleuchtung

7 von 12 Produkten überzeugen

Wien (OTS) - Wer bei Dunkelheit mit dem Fahrrad unterwegs ist, braucht eine passende Beleuchtung. Das heißt vor allem, sie soll ausreichend Licht spenden, andere dabei aber nicht blenden. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 12 Fahrradbeleuchtungs-Sets mit Preisen von 40 bis 248 Euro getestet. Kriterien waren neben den lichttechnischen Eigenschaften Lieferumfang, Sicht, Handhabung und Haltbarkeit. Das Ergebnis begeisterte zwar nicht hellauf. Aber immerhin 7 von 12 Fahrradbeleuchtungen müssen ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen. Die ausführlichen Testresultate gibt es auf www.konsument.at.

Aufladbare LED-Lichter
Vom Diskonter bis hin zum Fahrradfachgeschäft werden die unterschiedlichsten Fahrradbeleuchtungen angeboten. Der VKI hat Vertreter der neueren technischen Generation unter die Lupe genommen: mobile LED-Fahrradbeleuchtungssets – also Vorder- und Rücklicht – mit aufladbaren internen Akkus. Die Artikel wurden umfassend geprüft, darunter im Labor und im Praxistest mit E-Mountainbikes auf Kopfsteinpflaster.

Unerwünschtes Blenden
Der holprige Untergrund förderte eine schwerwiegende Schwäche mancher Produkte ans Tageslicht. Die eingestellte Position der Beleuchtung konnte nicht gehalten werden. Beim teuersten und hellsten Scheinwerfer hatte das kontinuierliche Rütteln einen unerwünscht blendenden Effekt. Die Leuchtrichtung wanderte immer weiter nach oben und brannte die ausgestrahlte Helligkeit in die Augen der Entgegenkommenden.  

Optimale Beleuchtung
Die richtige Positionierung der Fahrradlampen wird in etlichen Betriebsanleitungen ausgespart. Am leichtesten geht die Montage übrigens zu zweit. Bei gefederten Rädern muss die Einstellung mit aufsitzendem Biker passieren. Generell gilt: Die Leuchtweite sollte maximal 40 Meter betragen, bei langsameren Radlern reichen auch 10 bis 15 Meter. Außerdem kommt es auf die breite Ausleuchtung im Nahfeld an, das sorgt für ein hohes Sicherheitsgefühl. Wesentlich ist natürlich auch, nicht nur wie viel Licht produziert wird, sondern auch wie lange. Abhängig von der Lichtstärke lag die Leuchtdauer aller Testartikel zwischen knapp über 2 und 24 Stunden. In einigen Fällen ist das klar zu wenig. Denn die DIN gibt für die Fahrradbeleuchtung eine Mindestleuchtdauer von 5 Stunden bei schwächster Ausleuchtung vor. Da das einige nicht schafften, mussten sie abgewertet werden. 

Klarer Testsieger
Von den 12  Sets wurden 7 mit „gut“, zwei mit „durchschnittlich“ und 3 mit „weniger zufriedenstellend“ bewertet. Der Testsieger konnte sich dabei klar von seinen Verfolgern absetzen. Mit einem Preis von 140 Euro gehörte er zu den teureren und mit einem Gewicht von 142 Gramm zu den schwereren Produkten im Test. Neben der tollen Beleuchtungsstärke überzeugte das Sieger-Set auch mit einem großen Display, einer Powerbank-Funktion, einer Ausrichtungshilfe und einer minutengenauen Anzeige der Restlichtdauer. Beim Testsieger haben offensichtlich ein paar helle Köpfe gewerkt. Ebenfalls „gut“: das mit der zweithöchsten Punkteanzahl und mit 68 Euro eines der günstigeren Produkte. Die billigsten Sets liegen bei 40 Euro, wobei eines mit „gut“ bewertet wurde, das andere ist allerdings gemeinsam mit zwei anderen Artikeln nur „weniger zufriedenstellend“ und damit Schlusslicht.

Service: Die genauen Testergebnisse sind unter www.konsument.at/led-fahrradbeleuchtung112018 nachzulesen. 

Rückfragen & Kontakt:

Verein für Konsumenteninformation
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www.vki.at

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