Faszinierende Häßlichkeit. Philipp Schöpke im museum gugging

Das museum gugging zeigt ab 25.10. das Werk Gugginger Künstlers.

Philipp Schöpke hat ein kleines, unverwechselbares Werk geschaffen, das für mich seit vier Jahrzehnten nichts an seiner Faszination verloren hat, sondern schon immer zu den bedeutendsten in der Art Brut, aber auch generell in der bildenden Kunst gehört.
Johann Feilacher

Maria Gugging (OTS) - Philipp Schöpke ist nur wenigen Kunstinteressierten ein Begriff. Sein enigmatisches Werk gehört aber zweifellos zu den interessantesten der Gugginger Œuvres. Dieses Schicksal des 1998 im Alter von 76 Jahren verstorbenen Künstlers steht beispielhaft für all jene Art Brut-Künstler, die aufgrund ihrer Position am Rande der Gesellschaft unbeachtet blieben. Kurator Johann Feilacher erkannte aber früh die Außergewöhnlichkeit von Schöpkes Arbeit und förderte dessen Potential und Werk. Damit legte er den Grundstein für eine Neubewertung Schöpkes.

Philipp Schöpke hat ein kleines, unverwechselbares Werk geschaffen, das für mich seit vier Jahrzehnten nichts an seiner Faszination verloren hat, sondern schon immer zu den bedeutendsten in der Art Brut, aber auch generell in der bildenden Kunst gehört. (Johann Feilacher)

Feilacher sieht die Wirkung, die Schöpkes Zeichnungen entfalten, in ihrer undefinierbaren Fremdartigkeit. Keinerlei Assoziationen oder Anhaltspunkte in der Kunstgeschichte geben eine Erklärung für die Eigenartigkeit der Darstellungen. Aus diesem Grund ist es auch schwierig, ikonografische Methoden der Motiv- und Stilidentifikation anzuwenden. Schöpke schockiert die BetrachterInnen mit der "Häßlichkeit" seiner Figuren. So stellt er seine Figuren etwa mit sichtbaren Herzen und Organe dar, Zahnreihen mit unendlich vielen Zähnen blecken die Betrachter an.

Mit der Ausstellung philipp schöpke.! präsentiert das museum gugging erstmals das Schaffen dieses Künstlers in großem Umfang und ermöglicht damit seine (Wieder)Entdeckung. Von 25.10.2018 bis 10.03.2019 im museum gugging.

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Mag. Edith Wildmann
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museum gugging
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