Hass im Netz kennt keine politischen Grenzen

Fälle wie jene von Sigrid Maurer und Elisabeth Köstinger zeigen gesetzlichen Handlungsbedarf auf – die Regierung ist gefordert zu reagieren

Wien (OTS) - Das Frauen*Volksbegehren findet es gut und wichtig, dass sich Ministerin Elisabeth Köstinger mit dem Hass und „Bodyshaming“, der ihr im Netz entgegenschlägt, an die Öffentlichkeit wendet. „Frauen in der Öffentlichkeit, sind immer wieder Hasspostings ausgesetzt. Besonders in der Politik, das sehen wir aktuell an den Beispielen Sigrid Maurer und Elisabeth Köstinger. Jede Politikerin, aber eigentlich fast jede Frau, wird das in der ein oder anderen Ausprägung erlebt haben. Hillary Clinton ist mehr als doppelt so oft in Hasspostings angegriffen worden, wie beispielsweise Bernie Sanders. Besonders erschreckend ist, dass neben sexuellen Anspielungen und Drohungen, immer wieder die Figur und die Mutterschaft herangezogen werden“, erläutert Lena Jäger, Mitinitiatorin und Projektleiterin des Frauen*Volksbegehrens.

Rechtshilfefonds von Sigrid Maurer und Zara

Seit gestern läuft die Crowdfunding Kampagne von Sigrid Maurer und ZARA für einen Rechtshilfefonds für Betroffene von Hass im Netz. „In nur 24 Stunden wurden bereits fast 80.000 Euro gespendet. Dieser unglaublich große Zuspruch zeigt, wie groß die gesetzliche Lücke und gleichzeitig der Bedarf an Unterstützung für Betroffene ist. Wir beglückwünschen Zara und Sigrid Maurer zu dieser gemeinsamen und sehr erfolgreichen Initiative. Sie ist dringend notwendig, muss aber mit gesetzlichen Rahmenbedingungen ergänzt werden“, so Schifteh Hashemi, Sprecherin des Frauen*Volksbegehrens.

Worauf warten: Es braucht gesetzliche Regelung bis Jahresende

Das Frauen*Volksbegehren begrüßt, dass offensichtlich überfraktionell Einigkeit zum akuten Handlungsbedarf vorherrscht und Familienministerin Juliane Bogner Strauß sowie Staatssekretärin Karoline Edtstadler Handlungsbedarf sehen. „Worauf wartet die Politik noch? Die Regierung hat in den vergangenen Monaten gezeigt, wie schnell Gesetze sich ändern können“, führt Lena Jäger aus. „Gerade bei dem Thema Hass gegen Frauen und in Gleichstellungsfragen, muss über alle Parteigrenzen hinweg zusammengearbeitet werden. International gibt es dazu auch schon Regelungen. Deswegen wünschen wir uns noch ein neues Gesetz vor Jahresende. Das ist die Politik all den von Hass betroffenen Frauen und Menschen schuldig.“

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