Verleihung des Österreichischen Museumsgütesiegels, Hall in Tirol, 2018

Im Rahmen des österreichischen Museumstages fand die jährliche Verleihung des Österreichischen Museumsgütesiegels heuer in Hall in Tirol statt.

Seit über 15 Jahren vergeben wir das Österreichische Museumsgütesiegel – es war das erste Qualitätsinstrument im deutschsprachigen Raum und hat seitdem Nachahmer vor allem in Deutschland, aber auch in der Schweiz gefunden. Ein Drittel der rund 750 registrierten österreichischen Museen trägt das Museumsgütesiegel, das Orientierungshilfe und Kriterium für Behörden wie Besucher/innen ist. Dass viele Bewerbungen auch abschlägig beschieden werden, macht deutlich, dass die Messlatte hoch liegt. Das ist gut und wichtig, um den Wert des Gütesiegels auch künftig in unser aller Interesse und vor allem im Interesse der Besucherinnen und Besucher auf hohem Niveau zu halten.
Wolfgang Meighörner, Juryvorsitzender

Hall in Tirol (OTS) - Das Österreichische Museumsgütesiegel weist besonders ausgezeichnete Museumsarbeit aus und wird gemeinsam von den beiden Verbänden ICOM Österreich und Museumsbund Österreich vergeben.

Qualitätsvolle und nachhaltige Museumsarbeit sichtbar zu machen, ist ein wesentliches Ziel des Österreichischen Museumsgütesiegels. In Österreich ist der Begriff „Museum“ rechtlich nicht geschützt und an keinerlei Auflagen gebunden. Grundlage der Museumsarbeit ist der „Code of Ethics“ der Internationalen Museumsgemeinschaft ICOM. Es ist eine Selbstverpflichtung jeder Institution und jeder Mitarbeiterin/jedes Mitarbeiters, sich an diese Richtlinien zu binden und sie in der täglichen Museumsarbeit mit unserem kulturellen Erbe bewusst und mit Sorgfalt anzuwenden.

Die Richtlinien für das Österreichische Museumsgütesiegel basieren auf diesem Code of Ethics, das Museumsgütesiegel ist also ein Commitment der österreichischen Museumsgemeinschaft zu diesen ethischen Richtlinien.

Das Österreichische Museumsgütesiegel wird für jeweils fünf Jahre zuerkannt.
Heuer wurde 13 österreichischen Museen das Museumsgütesiegel bis 2023 verliehen, 2 Anträge mussten leider aufgrund der Nichterfüllung von Kriterien abgelehnt werden. Das Museumsgütesiegel wurde 17 Museen für weitere fünf Jahre verlängert, einem Museum musste das Gütesiegel aberkannt werden. 

Dazu Juryvorsitzender Wolfgang Meighörner, Direktor Tiroler Landesmuseen: Seit über 15 Jahren vergeben wir das Österreichische Museumsgütesiegel – es war das erste Qualitätsinstrument im deutschsprachigen Raum und hat seitdem Nachahmer vor allem in Deutschland, aber auch in der Schweiz gefunden. Ein Drittel der rund 750 registrierten österreichischen Museen trägt das Museumsgütesiegel, das Orientierungshilfe und Kriterium für Behörden wie Besucher/innen ist. Dass viele Bewerbungen auch abschlägig beschieden werden, macht deutlich, dass die Messlatte hoch liegt. Das ist gut und wichtig, um den Wert des Gütesiegels auch künftig in unser aller Interesse und vor allem im Interesse der Besucherinnen und Besucher auf hohem Niveau zu halten.

Insgesamt tragen nun 266 österreichische Museen das Museumsgütesiegel, davon 12 Museen im Burgenland, 22 in Kärnten, 33 in Niederösterreich, 42 in Oberösterreich, 30 in Salzburg, 43 in der Steiermark, 30 in Tirol, 16 in Vorarlberg sowie 38 in Wien.

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Neuverleihungen

> Kärnten
Frühmittelalter Museum Carantana, Molzbichl 

Oberösterreich
> Evolutionsmuseum Schmieding, Krenglbach 
> Museum Altenberg - Der Graf von Windhaag, Windhaag bei Perg, 

Steiermark
> BlasmusikMUSEUM Ratten
> Museum Zeitroas Ramsau am Dachstein  
> Österreichisches Blasmusikmuseum und Heimatmuseum, Oberwölz 
> Peter Rosegger Geburtshaus & Museum, Alpl & Krieglach
> Schaubergwerk Museum Oberzeiring 

Tirol
> Radiomuseum Innsbruck 

Vorarlberg
> Rhein-Schauen Museum und Rheinbähnle, Lustenau

Wien
> Feuerwehrmuseum Wien
> Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst    
> Rapideum

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