Stadt Wien und Sozialpartner beschließen Digitalisierungspakt

Wien (OTS/RK) - Heute, Freitag, hat im Rathaus der erste Wiener Sozialpartnergipfel stattgefunden. Das Ergebnis ist ein „Digitalisierungspakt“ mit neun Punkten. Damit soll Wien in Zusammenarbeit mit Sozialpartnern und Wirtschaft sowie Industrie zu einem internationalen „Digitalisierungs-Hotspot“ werden. Auf Einladung von Bürgermeister Michael Ludwig nahmen am Treffen der Präsident der Wiener Wirtschaftskammer Walter Ruck, Landwirtschaftskammer-Wien Präsident Franz Windisch, AK-Wien Präsidentin Renate Anderl, IV-Wien Präsidentin Wolfgang Hesoun und ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian teil. Gemeinsam unterschrieben sie den Pakt.

Bürgermeister Michael Ludwig bedankte sich im Anschluss an den Gipfel bei einem Pressetermin „bei jenen, die aktiv mitgewirkt haben“ und sprach von einem „sehr kreativen, ergebnisreichen Gespräch, das auch auf Expertenebene weiter vertieft wird“. Die Sozialpartnerschaft sei für die Weiterentwicklung der Stadt „besonders wichtig“, gemeinsam wolle man sich „den großen Herausforderungen, auch der Digitalisierung, stellen“. Denn Digitalisierung betreffe alle Lebensbereiche, so der Bürgermeister.

Die Ergebnisse des „Digitalisierungspakts“ im Detail

o Die berufliche Ausbildung mit digitalen Elementen weiterentwickeln:
MitarbeiterInnen, Berufsschulen und Betriebe für die künftigen Arbeitswelten mit digitalen Kompetenzen rüsten, sowie Ausbau der digitalen Studiensparten an den Universitäten, Fachhochschulen und HTLs. Ergänzend ist die überbetriebliche Lehrausbildung für Wien auch weiterhin wichtiger Baustein, um jungen Menschen eine Arbeitsmarktperspektive zu geben. Die Wiener Sozialpartner werden gemeinsam zur Abdeckung des Fachkräftebedarfs auf betrieblicher und -wo erforderlich - auch auf überbetrieblicher Ebene gemeinsam auf zukünftige Qualifikationsanforderungen frühzeitig reagieren.

o Laufende Aus- und Weiterbildung: Dazu gehören das Erlernen wichtiger Grundkompetenzen, das Nachholen von Bildungsabschlüssen, die Förderung digitalorientierter Weiterbildungsangebote auch für ältere ArbeitnehmerInnen, sowie das ständige Lernen aus bereits bestehenden Angeboten.

o Digitale Erwachsenenbildung: Einstiegsmöglichkeiten über niederschwellige Bildungs- und Trainingsangebote, sowie darauf aufbauende Weiterbildungsangebote rund um digitale Kompetenzen. Dies betrifft alle Altersgruppen, um eine digitale Kluft in der Gesellschaft zu vermeiden.

o Kindergarten und Schule: Aufbau von digitaler Kompetenz, sowie Forcierung der Entwicklung niederschwelliger digitaler Anwendungen für alle Altersstufen. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Förderung von Mädchen und jungen Frauen im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich gerichtet werden.

o Technische Infrastruktur: Bestmögliche Rahmenbedingungen für das Schaffen von „State of the Art - Infrastrukturen“ samt notwendiger Vorbereitungen, wie etwa die gerade anlaufenden Testphasen für das Kommunikationsnetz 5G sowie der weitere Breitbandausbau.

o Wissenschaft, Forschung, Knowhow-Transfer: Ausbau von Grundlagen-und angewandter Forschung, unter Schaffung von Anreizen für nationale und internationale Talente und Schärfung der Schnittstellen zwischen innovativen Startups und der Betriebe zur Erzielung qualitativ hochwertiger Beschäftigung und Vorantreibung von Innovationen. Die stärkere Zusammenarbeit von Wissenschaft und Betrieben soll forciert werden - gerade auch bei der Erarbeitung von Strategien zum Einsatz künstlicher Intelligenzen (Artifical Intelligence) im Zuge gemeinsamer Projekte der Stadt Wien mit den Wiener Sozialpartnern.

o Aufbau neuer Wertschöpfungspotentiale für unsere Unternehmen:
Enges Zusammenwirken bei der Entwicklung zukunftsorientierter digitaler „Smart-Region-Practices“ in Zusammenarbeit zwischen Stadt, Sozialpartnern, Wirtschaft und Landwirtschaft.

o Internationale Vermarktung: Anhand konkreter Beispiele werden Wirtschaft und Industrie bei der Vermarktung der im Zuge der Wiener Smart City Strategie entwickelten Applikationen unterstützt.

(Schluss) hie/red

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