Bundesrat – Gruber-Pruner: Kinder– und Jugendhilfe bundesweit einheitlich gestalten

Regierung verschließt die Augen vor Problemen in der Kinder- und Jugendhilfe – Qualität darf nicht vom Geburtsort abhängen

Wien (OTS) - Bundesrätin Daniela Gruber-Pruner nimmt heute, Donnerstag, den Volksanwaltschaftsbericht zum Anlass, um über die Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe zu sprechen. Aktuell gebe es in allen Bundesländern unterschiedliche Standards, doch die Situation könnte sich noch verschlechtern. „2013 wurde vereinbart, dass die Bundesländer als ausführende Organe tätig sind, der Bund jedoch den Rahmen dafür vorgibt. Im Bericht der Volksanwaltschaft wird beschrieben, dass es aktuell 9 verschiedene Ausführungen der Kinder- und Jugendhilfe gibt. Das Problem dabei ist, dass auch die Qualität in verschiedenen Themen unterschiedlich ist. Dass es eine Glückssache ist, wo ein Kind geboren ist beziehungsweise aufwächst“, so Gruber-Pruner **** 

In den letzten Jahren hätten Bund und Länder sehr gut zusammengearbeitet und kontinuierlich versucht, an der Angleichung der Standards und der Rahmenbedingungen zu arbeiten. „Das was aber jetzt im Raum steht, ist, dass die Kinder- und Jugendhilfe komplett in Länderverantwortung gehen soll. Also genau das Gegenteil von dem, was notwendig wäre“, kritisiert Gruber-Pruner. Und weiter: „Ich möchte Minister Moser und Ministerin Bogner-Strauss und alle EntscheidungsträgerInnen auf dieser Ebene eindringlich bitten, zum Wohle und Schutz aller Kinder hier Verantwortung zu übernehmen, anstatt sie abzugeben.“ 

Minister Moser habe noch vergangene Woche versprochen, eine eigene Bund-Länder-Arbeitsgruppe zu diesem Thema einzurichten, Zeitrahmen gebe es aber noch keinen. Ebenso unklar sei, wann die Evaluierung der Kinder- und Jugendhilfe der letzten 5 Jahre vom Familienministerium veröffentlicht werde. Es würde Sinn machen, diese Evaluierung und die Expertise der Fachwelt als Grundlage für die anstehende Gesetzesänderung zu nehmen. (Schluss) ew

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