Welthungertag: Evangelischer Bischof fordert Regierung auf, Verantwortung für Hungerbekämpfung wahrzunehmen

Kinder backen „Brot für die Welt“ - evangelische Aktion zum Welternährungstag

Um Hunger erfolgreich zu bekämpfen braucht es einen starken politischen Willen und die Übernahme von Verantwortung. Das gilt auch für die Regierung Österreichs, die die Hilfe vor Ort bisher mehr mit Worten als mit Taten unterstützt
Bischof Bünker
Hunger ist kein Schicksal. Hunger wird durch den ungerechten Zugang zu Nahrung verursacht
Michael Bünker, evangelischer Bischof und Schirmherr von „Brot für die Welt“

Wien (OTS) - Mit einer Aktion zum Welternährungstag (16.10.)  macht "Brot für die Welt" auf die globale Ernährungssituation aufmerksam. Schulkinder backen Brot und setzen sich mit der Tatsache auseinander, dass ausreichende Nahrung für viele Menschen keine Selbstverständlichkeit ist.

Hunger ist kein Schicksal

Mindestens 820 Millionen Menschen weltweit sind von Hunger betroffen, jeder 9. Mensch. Dabei wäre genug für alle da. „Hunger ist kein Schicksal. Hunger wird durch den ungerechten Zugang zu Nahrung verursacht“, betont Michael Bünker, evangelischer Bischof und Schirmherr von „Brot für die Welt“.

Die Zahl der Hungernden steigt wieder an

In den letzten drei Jahren stiegen die Zahlen der Hungernden wieder an. Aktuelle Krisen und auch durch Klimawandel verursachte Dürreperioden und unregelmäßige Regenzeiten sind die Ursachen dafür.  Brot für die Welt unterstützt, in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, Menschen weltweit dabei  langfristig dem Hunger zu entkommen. Brot für die Welt Projekte fördern kleinbäuerliche Landwirtschaft, alternative Bewässerungssysteme und Sortenvielfalt.

In den von der Weltgemeinschaft vereinbarten 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG´s) wurde festgehalten, dass die Welt bis 2030 von Hunger befreit werden soll. „Um Hunger erfolgreich zu bekämpfen braucht es einen starken politischen Willen und die Übernahme von Verantwortung. Das gilt auch für die Regierung Österreichs, die die Hilfe vor Ort bisher mehr mit Worten als mit Taten unterstützt“, so Bischof Bünker.

Hunger trifft die Schwächsten

Besonders betroffen sind aufgrund von strukturellen Benachteiligungen meist Frauen – und somit vor allem auch ihre Kinder. Denn die ersten 1000 Tage sind für eine gesunde Entwicklung eines Menschen am maßgeblichsten (die Zeit im Mutterleib bis zum Alter von 2 Jahren). 22% der Kinder unter fünf Jahren leiden an Entwicklungsstörungen als Folge von mangelnder Versorgung mit Nahrung.

Kinder lernen über das Menschenrecht auf Nahrung

Am Welternährungstag möchte Brot für die Welt gerade bei Kindern das Bewusstsein für das Menschenrecht auf Nahrung schärfen. Im Workshop lernen SchülerInnen die Lebensrealität von jungen Menschen in anderen Ländern kennen. „Das gemeinsame Brot backen stärkt die Wertschätzung der Ressourcen und der Arbeit, die im Essen stecken“, sagt Brot für die Welt Bildungsreferentin Hannah Satlow. Jährlich werden weltweit 4 Milliarden Tonnen Nahrung produziert – ein Drittel landet niemals auf einem Teller. „Durch einen bewussten Umgang mit Nahrungsmitteln können auch kleine Menschen bereits der Verschwendung ein Stück weit entgegenwirken“, so Hannah Satlow. 

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