Verleihung der Wissenschaftspreise des Landes Niederösterreich durch LH Mikl-Leitner

„Forschung ist der Garant für eine erfolgreiche Zukunft“

St. Pölten (OTS/NLK) - Seit über 50 Jahren vergibt das Land Niederösterreich die Wissenschaftspreise für besondere Leistungen von Forscherinnen und Forschern. Seit 1964 fördert das Land Niederösterreich damit wissenschaftliche Tätigkeiten und würdigt Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen. Die Überreichung der Preise findet jährlich im Herbst im feierlichen Rahmen einer Wissenschaftsgala statt – so auch wieder gestern, Mittwoch, im Auditorium in Grafenegg.

„Wissenschaft und Forschung sind der Garant für eine positive und erfolgreiche Zukunft“, meinte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Gespräch mit der Moderatorin des Abends, Barbara Stöckl. Forschung brauche die besten Rahmenbedingungen, und Niederösterreich sei dabei „gut unterwegs“, verwies sie auf Einrichtungen wie etwa das IST Austria oder die Eröffnung des Core Facility Campus Krems.

„Wir wollen die Menschen für die Fragen der Zukunft begeistern und ihnen die Wissenschaft näher bringen“, nannte Mikl-Leitner in diesem Zusammenhang die „Lange Nacht der Forschung“ oder die Wissenschaftsgala als erfolgreiche Beispiele. Dabei wolle man schon „bei den Kleinen und Kleinsten ansetzen“, wies sie auf die große Bedeutung der Vermittlungsarbeit hin.

„Digitalisierung kann man mitgestalten“, zeigte sich Landesrätin Petra Bohuslav überzeugt: „Wir in Niederösterreich sehen die Digitalisierung als Chance für unser Land und unsere Leute.“ Darum habe man auch eine Strategie entwickelt, um die Digitalisierung für die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Stärkung der ländlichen Regionen zu nutzen, so die Landesrätin.

Im Zuge der Wissenschaftsgala wurden nicht nur die Würdigungs- und Anerkennungspreise des Landes Niederösterreich vergeben, sondern auch die „Wissen schaf[f]t Zukunft Preise“. Darüber hinaus wurden die besten „Science Fair“-Projekte ausgezeichnet.

Der Würdigungspreis ist die höchste Ehrung, die im Zuge der Wissenschaftspreise vergeben wird. Jährlich werden damit zwei Preisträger ausgezeichnet und damit deren wissenschaftliches Gesamtwerk von überregionaler Bedeutung gewürdigt. Heuer gingen die Würdigungspreise an das Institut für jüdische Geschichte Österreichs und an Thomas Prohaska. Das 1988 gegründete Institut für jüdische Geschichte Österreichs ist ein Kompetenzzentrum zur jüdischen Geschichte und widmet sich der Erforschung der Geschichte und Kultur der Jüdinnen und Juden in Österreich vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Thomas Prohaska ist ein Experte im Bereich hochauflösender chemischer Analyseverfahren, die in verschiedenen Gebieten, unter anderem der Lebensmittelsicherheit, der Archäologie, der Geochemie und der Forensik, Anwendung finden.

Die vier Anerkennungspreise werden Jahr für Jahr an Wissenschafterinnen und Wissenschafter vergeben, die mit ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit bereits fachliche Anerkennung gefunden haben. Heuer gingen die Anerkennungspreise an den Chemiker Franz-Rudolf Berthiller, die Wirtschaftswissenschafterin Katharina Fellnhofer, die Umweltbiologin Iris Kral und den Professor für Psychosomatische Medizin und Gesundheitsforschung Christoph Pieh.

Der Wissen schaf[f]t Zukunft Preis wird einmal jährlich von der NÖ Forschungs- und Bildungsges. m. b. H zu einem jährlich wechselnden Themengebiet vergeben. Seit 2016 widmet sich dieser den im FTI-Programm des Landes Niederösterreich festgelegten Stoßrichtungen und den dort definierten Themenfeldern. Heuer wurden damit Johannes Reiter, Julia Weber und Lisa Marie Wagner ausgezeichnet.

„Science Fair“ ist ein schulischer Wettbewerb, bei dem Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung vorwissenschaftliche Projekte vorstellen können. Diese Projekte werden im Unterricht gemeinsam mit Wissenschafterinnen und Wissenschaftern aus niederösterreichischen Wissenschaftseinrichtungen umgesetzt. Im Zuge der heurigen Wissenschaftsgala wurden das BG/BRG Groß-Enzersdorf für das Projekt „Gifte in der Natur“ sowie die Polytechnische Schule Mistelbach für das Projekt „Railcheck“ ausgezeichnet.

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