Kleinwasserkraft Österreich unterstützt Schritte zur Mobilitätswende – Kleinwasserkraftwerke als Ladeinfrastruktur nutzbar machen!

Zum Erreichen der Emissionsziele im Verkehr kann Kleinwasserkraft großen Beitrag leisten und bietet Infrastruktur für tausende Ladestationen!

Wien (OTS) - Kleinwasserkraft Österreich begrüßt die ersten Schritte in Richtung der Mobilitätswende. Mit der unter Leitung von Ministerin Köstinger auf EU Umweltministerrats-Ebene erzielten Einigung auf eine zumindest 35 prozentige Senkung der CO2-Emissionen im Verkehr, kann in den Trilogverhandlungen möglicherweise eine Annäherung an die vom Parlament geforderten 40 % erzielt werden. Die Umstellung des Verkehrs von Import-Öl auf heimischen Strom ist jedenfalls im Sinne der österreichischen ökologischen Kleinwasserkraft.

„Für die im Mobilitätsbereich notwendigen Maßnahmen und Entwicklungen kann und wird die Österreichische Kleinwasserkraft ihren Beitrag leisten. Nicht nur in Form von Stromproduktion.“ zeigt sich Kleinwasserkraft Österreich Geschäftsführer Paul Ablinger überzeugt. Notwendig seien dafür aber auch regulatorische Anpassungen. Durch geringfügige Anpassungen bei der Ökostrompauschale könnte beispielsweise die Errichtung einer enormen Anzahl von Ladestationen angestoßen werden. „Eine Vielzahl der mehr als 3.500 Kleinwasserkraftwerke in Österreich liegt verkehrstechnisch günstig und könnte rasch mit Ladestationen ausgestattet werden. Und das zu sehr niedrigen Kosten!“ so Ablinger. „Was wir brauchen ist eine umgehende Anpassung bei der Ökostrompauschale. In ihrer heutigen Form verhindert diese die naheliegende und sinnvolle Errichtung von Ladestationen an Kleinwasserkraftwerken!“.Fast 15.000,- Euro im Jahr beträgt die Ökostrompauschale sobald ein Kraftwerk auf Netzebene 5 vom Volleinspeiser (der gesamte produzierte Strom wird ins Netz eingespeist) zum Überschusseinspeiser (ein Teil des produzierten Stroms wird am Standort verwendet) wird.

Mit der Installation einer Ladestation ist dies der Fall. Somit wird hier unverständlicherweise ein notwendiger Impuls sowohl für die E-Mobilität, als auch für die Kleinwasserkraft verhindert!

An den Kraftwerksstandorten ist die notwendige Leitungsinfrastruktur mit einer entsprechenden Leistung bereits vorhanden. Ebenfalls ergeben sich durch den direkten Stromverbrauch am Produktionsort Vorteile. Alle E-Autonutzer könnten so sicher sein 100% Ökostrom zu tanken und Netzkosten sparen. Somit könnte auch die Gesamtbilanz der E-Mobilität entscheidend und kostengünstig gesteigert werden.

Dies wären rasch wirksame Maßnahmen im Sinne der Mission2030 und der Reduktionsziele!

Über Kleinwasserkraft Österreich

Kleinwasserkraft Österreich vertritt die Interessen der Kleinwasserkraftwerksbranche (Kleinwasserkraftbetreiber, Planer und Zulieferindustrie), ist als gemeinnütziger Verein nach dem Vereinsgesetz organisiert und finanziert sich aus den Beiträgen von rund 1.100 Mitgliedern. Wasserkraft ist aktiver Klimaschutz und das Rückgrat der erneuerbaren Stromerzeugung in Österreich.

Derzeit speisen annähernd 4.000 Kleinwasserkraftwerke ca. 6 Terrawattstunden CO2-freien Ökostrom in das öffentliche Versorgungsnetz ein. Sie decken damit mehr als 10 Prozent des österreichischen Strombedarfs und versorgen rund 1,7 Mio. Haushalte (mehr als 50 Prozent der Haushalte in Österreich) mit elektrischer Energie. Bis 2030 kann die Produktion unter entsprechenden Rahmenbedingungen um ca. 3 Terrawattstunden gesteigert werden.

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