• 10.10.2018, 11:12:11
  • /
  • OTS0079

LH-Stv. Pernkopf startete großes Regionalplanungsprojekt

„Grünräume um Wien und in der gesamten Ostregion sichern“

Utl.: „Grünräume um Wien und in der gesamten Ostregion sichern“ =

St. Pölten (OTS/NLK) - Die gesamte Ostregion ist von unglaublicher
Dynamik und großem Siedlungs- und Nutzungsdruck geprägt. Mit mehreren
umfassenden Planungsprozessen und Leitprojekten sollen nun diese
Entwicklungen gebündelt und Agrar- und Grünräume gesichert werden.
Schlussendlich soll ein „Grüner Ring“ rund um Wien und weit darüber
hinaus entstehen bzw. geschützt bleiben. Im Rahmen einer
Pressekonferenz in St. Pölten informierte heute LH-Stellvertreter
Stephan Pernkopf über die vielfältigen Maßnahmen, mit denen das Land
Niederösterreich die Grünräume erhalten will, und gab dabei auch den
offiziellen Startschuss zum größten Regionalprojekt in der Geschichte
Niederösterreichs. Dabei informierte auch Thomas Knoll,
Geschäftsführer von knollconsult und Präsident der Gesellschaft für
Landschaftsarchitektur.

„Es geht um die Sicherung von Naturräumen und Grünräumen, es geht um
den Schutz unserer Wälder und Äcker und es geht um den Erhalt des
Charakters unserer Ortschaften und um das ‚Gesicht unserer Heimat‘“,
sagte der LH-Stellvertreter. „Schon Otto Wagner, der bekannte
Stadtplaner und ‚Vater der Moderne‘, wollte die damalige Reichs- und
Residenzstadt Wien in Ringen anordnen. Im Verkehrsbereich ist das
heute mit Ring und Gürtel Realität, der Grüngürtel rund um die
Millionenstadt blieb aber unvollendet. Mit dem nun vorgestellten
Projekt wird diese Idee Otto Wagners weitergeführt, der ‚Grüne Ring‘
um Wien wird umgesetzt und dabei für die gesamte Ostregion relevant“,
hielt er fest. Das Umland von Wien wachse sehr schnell, betonte
Pernkopf und erinnerte an die Bezirke Mödling, Gänserndorf und Bruck
an der Leitha. „Wir wollen keinen Siedlungsbrei, kein Zusammenwachsen
der Ortschaften, sondern klar definierte Entwicklungsräume und
Siedlungsgrenzen“, so der LH-Stellvertreter.

„Wir wollen Naherholungsräume und wertvolle Äcker schützen und
gleichzeitig die Potentiale für Wohnen und Arbeiten noch besser
aufeinander abstimmen und nutzen“, erinnerte der LH-Stellvertreter.
„Die Gemeinden und das Land werden miteinander die Entwicklung in die
Hand nehmen und gemeinsam mit Experten sowohl das Marchfeld und
Gänserndorf als auch den Gerichtsbezirk Schwechat intensiv unter die
Lupe nehmen“, sagte Pernkopf.

Inhaltlich baut der „Grüne Ring“ auf zwei Umsetzungssäulen auf: Die
erste Säule bilden zwei Leitplanungen im Marchfeld, im Bezirk
Gänserndorf und im Gerichtsbezirk Schwechat. In diesen
Leitplanungsprozessen wird es um den Entwurf einer
Entwicklungsstrategie für die gesamte Region gehen sowie um ein
Miteinander zwischen Gemeinden, Land Niederösterreich und der Stadt
Wien. „Am Ende des rund eineinhalb Jahre dauernden Prozesses werden
klar abgestimmte Potentiale für Siedlungsentwicklung,
Betriebsansiedlungen, etc. definiert, aber auch Siedlungsgrenzen und
erhaltenswerte Landschaftsteile verordnet,“ so Pernkopf.

„Zu diesen Planungen kommen noch mehrere Projekte in den beiden
Regionen und darüber hinaus. Das Projekt ‚LENA‘ im gesamten Römerland
Carnuntum dient dem Erhalt und der Weiterentwicklung einer
identitätsstiftenden Baukultur. Dazu kommen noch die Revitalisierung
des Petersbachs in Vösendorf, ein Ökologiekonzept für Fischamend und
Rauchenwarth, der Regionalpark ‚Drei Anger‘ in Gerasdorf, Floridsdorf
und der Donaustadt und ein Projekt zur ökologischen Verbesserung der
Windschutzgürtel in der Airportregion“, hob der LH-Stellvertreter in
seinem Statement hervor. „Zu diesen Projekten können und werden in
den nächsten Monaten und Jahren noch weitere dazukommen“, kündigte
Pernkopf an.

Thomas Knoll, Geschäftsführer von knollconsult und Präsident der
Gesellschaft für Landschaftsarchitektur, sprach von einem
historischen Projekt für die Raumordnung und Regionalplanung in ganz
Österreich: „Das Projekt ‚Grüner Ring‘ ist sowohl vom Umfang als auch
von seinem zukunftsweisenden Ansatz her einzigartig in Österreich.
Zum einen wird es damit gelingen, Grünräume in der gesamten Ostregion
zu sichern, für die Landwirtschaft genauso wie als Erholungs- und
Rückzugsräume. Und zum anderen ist es auch sehr wichtig, sich
gemeinde- und länderübergreifend abzustimmen, zwischen den
niederösterreichischen Gemeinden und auch mit der Stadt Wien.“

Nähere Informationen: Büro LH-Stv. Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon
02742/9005-12704, E-Mail lhstv.pernkopf@noel.gv.at.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel