LR ANSCHOBER/Camp Moria: Ultimatum an EU-Kommission- durch Notevakuierung vulnerabler Personen menschenwürdige Lage herstellen

Ultimatum bis Mitte November

Linz (OTS) - Oberösterreichs Integrationslandesrat Rudi Anschober hat am 10. und 11.August in einem Lokalaugenschein das Flüchtlingscamp Moria auf der Insel Lesbos besucht und dabei eine menschenunwürdige Lage festgestellt: "Eine Schande für Europa. Das Camp war zum damaligen Zeitpunkt dreifach überbelegt - mit 1500 Flüchtlingen, die in einfachsten Zelten im angrenzenden Olivenhain "Olive Grove" leben. Mit einer prekären Sicherheitslage für Frauen und Kinder, viel zu wenig ÄrztInnen und Dolmetsch. Ich habe die EU-Kommission in einem Bericht über diese Eindrücke informiert. Meine Kritik wird von vielen Menschenrechtsorganisationen geteilt."
Seither hat sich die Lage nicht entscheidend verbessert: am 20.9. lebten sogar 8000 Menschen in Moria, am 3.10. 7471, aktuell sind es über 6500 und damit noch immer fast dreifach mehr als für Moria konzipiert.
Anschober: "Vor allem die vielen im Olivenhain Olive Grove lebenden Personen sind für den Winter absolut nicht gerüstet. Darunter befinden sich viele Familien und Kinder. Kommt heuer wieder ein strenger Winter mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, dann kann dies zu einer humanitären Katastrophe führen. Es braucht daher innerhalb der kommenden vier Wochen eine Not-Evakuierung tausender vulnerabler Personen vor Winterbeginn und damit Sicherheit für besonders gefährdete Menschen und eine Entspannung der Überbelegung." Anschober abschließend: "Setzt die EU-Kommission dies nicht rechtzeitig vor dem Winter durch, dann wird die internationale Menschenrechtsbewegung ihren Protest direkt nach Brüssel tragen. Die nächsten vier Wochen sind die letzte Chance, eine mögliche humanitäre Katastrophe im kommenden Winter zu vermeiden."

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