"Heute"- Verlag leitet rechtliche Schritte gegen "Österreich" ein

Klarstellung: Vergleich Wiener Linien und Tageszeitung Österreich

Wien (OTS) - Die AHVV Verlags GmbH (HEUTE) und Dr. Eva Dichand haben heute rechtliche Schritte (Ehrenbeleidigung, unlauterer Wettbewerb, Kreditschädigung) gegen die Tageszeitung Österreich eingebracht, die in einer unverantwortlichen Entgleisung die Tageszeitung HEUTE sowie deren Herausgeberin Dr. Eva Dichand mit Unwahrheiten verunglimpft. Tatsache ist jedoch:

Auf direkten politischen Druck von Bürgermeister Michael Ludwig wurde still und leise ein Vergleich mit den Wiener Linien im seit zehn Jahren anhängigen Rechtsstreit mit der Tageszeitung Österreich – der sich in erster Instanz befindet! – ausverhandelt. In diesem Vergleich werden der Tageszeitung Österreich bedeutende wirtschaftliche Vorteile eingeräumt. Neben dem Erlassen von ausständigen Miet- und Reinigungskosten soll auch ein höherer Betrag für angeblich entstandene Schäden bezahlt werden. Alle Seiten sind darauf bedacht, nur ja keine Information über die Höhe der Summe nach außen dringen zu lassen.

Die mit 101 Millionen Euro Verbindlichkeiten (Bilanz 30.6.2017 laut Firmenbuch ‚Österreich‘- Zeitungsverlag GmbH) belastete Tageszeitung Österreich versucht, mit ihren verbalen Entgleisungen, von der Offenlegung dieses Deals abzulenken. Inserate in der Kronen Zeitung und in HEUTE werden unrichtigerweise als Geschenke an die Familie Dichand bezeichnet. Die AHVV Verlags GmbH befindet sich seit nun fast zwei Jahren nur mehr zu 24,9% im Besitz von Dr. Eva Dichand (Privatstiftung) und die Krone befindet sich zu 50% im Besitz der Familie Dichand, wobei es hier in der Mediaprint eine 70:30% Gewinnaufteilung gibt, von der auch die Tageszeitung Kurier profitiert.

Tatsache ist, dass HEUTE in Wien 473.000 Leser täglich erreicht und die Tageszeitung Österreich nur 245.000. Die Buchungen von Inseraten erfolgt in der Privatwirtschaft ausschließlich auf diesen von der Mediaanalyse für alle Marktteilnehmer erhoben Zahlen. Österreich versucht mit den Auflagenzahlen der ÖAK zu argumentieren, dass die Tageszeitung Österreich in Wien  die Nr. 1 wäre und somit deutlich zu wenig Inseratengelder bekommen würde. Die Druckauflage ist aber für die Inserenten und die Werbewirtschaft nur von geringer Bedeutung; ausschlaggebend ist vielmehr der  Anteil an Leserinnen und Lesern die täglich erreicht werden. Dies belegt sehr gut die Diskrepanz der von der Tageszeitung Österreich bekannt gegeben Auflagezahlen und der von der Media-Analyse gemessenen Leserzahlen.

Auflage Österreich in Wien: 364.939* (1. HJ 2018 Eigeninserat) Leser: 245.000 (laut Media-Analyse 2017)

Auflage Heute in Wien: 338.546* (1. HJ 2018 Inserat Österreich) Leser 473.000 (laut Media-Analyse 2017)

Nicht gelesene Exemplare einer Tageszeitung sind für die Werbewirtschaft völlig irrelevant. Die von der Tageszeitung Österreich gebrachten Argumente sind daher falsch. Viel mehr ist wahr, dass die Tageszeitung Österreich im Vergleich zu anderen Marktteilnehmer wie Standard, Kurier und auch Heute deutlich überhöhte Inseratbuchungen der Stadt Wien und anderer öffentlicher Stellen in den letzten Jahren bekommen hat. Die Unterstellung, in der Stadt Wien gäbe es diesbezüglich Amtsmissbrauch, finde ich sehr mutig von Herrn Fellner. Wir und wohl einige andere Marktteilnehmer sehen einer eventuellen Prüfung durch den Rechnungshof gelassen entgegen. Die Wahrheit wird dann wohl ans Tageslicht kommen‘, sagt Dr.  Eva Dichand. Ebenso fordern wir auf, dass der Vergleich mit den Wiener Linien und die Tageszeitung Österreich zugestanden Zahlungen offen offengelegt werden.

Es geht hier nicht um einen Krieg am Boulevard, sondern um die politische Einflussnahme der Stadt Wien auf einen ausgelagerten Betrieb (Wiener Linien) und das Aufdecken der Bevorzugung eines einzelnen Marktteilnehmers, sei es aus politischem Interesse oder Angst.

*Angabe Eigeninserate Tageszeitung Österreich 8.10.2018

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Herbert Seipt, akad. M&S (WU)
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