• 09.10.2018, 10:08:12
  • /
  • OTS0067

AK Stichproben-Test: Obst und Gemüse oft gespritzt!

Schädlingsbekämpfungsmittel nachgewiesen, aber alle untersuchten Proben la-gen unter den Grenzwerten – AK verlangt: Bestehende Grenzwerte überprüfen

Utl.: Schädlingsbekämpfungsmittel nachgewiesen, aber alle
untersuchten Proben la-gen unter den Grenzwerten – AK
verlangt: Bestehende Grenzwerte überprüfen =

Wien (OTS) - Schadstoffe im Essen: Zwei von drei geprüften Obst- und
Gemüseproben sind gespritzt. Allerdings lagen die Rückstände der
Schädlingsbekämpfungsmittel immer unter dem zulässigen Grenzwert. Das
zeigt ein AK Stichproben-Test von 50 Obst- und Gemüseproben aus
Wiener Supermärkten und von Wiener Märkten.

Die AK hat 50 in- und ausländische Obst- und Gemüseproben auf
Schädlingsbekämpfungsmittel untersuchen lassen. Bei 18 von 50
Produkten konnten keine Pestizide fest-gestellt werden. Darunter
waren 15 inländische und drei ausländische Produkte.

Bei 32 von 50 Proben (64 Prozent) wurden
Schädlingsbekämpfungsmittel nachgewiesen, insgesamt 53 verschiedene
Pestizide. In- und ausländische Obstproben waren über-wiegend
belastet, bei Gemüse waren Rückstände deutlich seltener zu finden.
Bei keinem Produkt lagen die Rückstände über dem gesetzlichen
Grenzwert. Somit wurde keine Pro-be lebensmittelrechtlich
beanstandet.

"Konsumenten müssen vertrauen können, dass die Schadstoffbelastung
bei herkömmlichen Obst und Gemüse so gering wie möglich ist", sagt AK
Konsumentenschützer Heinz Schöffl. „Die Pestizide lagen zwar nicht
über den zulässigen Grenzwerten, trotzdem ist Vorsorge besser als
Nachsorge“, so Schöffl.

Die AK verlangt: Die bestehenden Grenzwerte sollen überprüft und
allenfalls gesenkt werden, da viele Schädlingsbekämpfungsmittel
hormonelle Wirkungen haben. Amtliche Untersuchungsergebnisse sollen
veröffentlicht werden, etwa im Internet, damit sich KonsumentInnen
informieren können. Sind bei Nachkontrollen Missstände noch immer
nicht abgestellt, sollen Produkt, Erzeuger und Verkäuferbetrieb
veröffentlicht werden.

"Wer Pestizide vermeiden will, sollte eher zu Bioprodukten
greifen. Obst und Gemüse vor dem Essen jedenfalls gut abwaschen, das
kann Pestizide zumindest reduzieren helfen“, rät Schöffl.

Zum Test: Die AK hat stichprobenartig 50 Produkte bei Billa,
Merkur, Interspar, Hofer, Lidl sowie am Naschmarkt, Viktor Adler
Markt, Brunnenmarkt und Floridsdorfer Markt in Wien eingekauft. Die
Lebensmitteluntersuchungsanstalt Klosterneuburg hat die Obst- und
Gemüseproben auf mehr als 700 Einzelstoffe an Pestiziden untersucht,
vor allem auf Stoffgruppen wie Organochlor-, Organophosphorpestizide
und Carbamate. Es wurde in- und ausländisches Obst und Gemüse gekauft
(Marillen, Kirschen, Erdbeeren, Trauben, Äpfel, Salat, Paprika,
Gurken, Chinakohl und Paradeiser).

SERVICE: Den AK Test „Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln
bei Obst und Gemüse aus Wiener Supermärkten und Märkten“ finden Sie
unter wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel