Erste Hilfe für die Seele: Schnelles und kompetentes Handeln kann bei psychischen Erkrankungen Leben retten

Auch Arbeit ist Hilfe für die Seele – Österreich fehlt ein Krisentelefon für psychische Notfälle

Wien (OTS) - Schnelles und kompetentes Handeln bei psychischen Erkrankungen kann eine Verschlechterung des Zustandes der betroffenen Person überhaupt hintanhalten oder zumindest die Schwere einer nachfolgenden Erkrankung reduzieren. „Doch um die ‚Erste Hilfe für die Seele‘ ist es leider nicht gut bestellt, man sollte also die Grundkenntnisse im Umgang mit Menschen mit psychischen Problemen fördern. Erste Hilfe funktioniert nur, wenn jeder sofort damit beginnen kann und die weitere Versorgung bei Bedarf von Profis übernommen wird“, sagt Prof. Univ.-Doz. Dr. Werner Schöny (Ehrenpräsident von pro mente Austria, Vorstandsvorsitzender von pro mente OÖ) anlässlich des Internationalen Tages der seelischen Gesundheit (10. Oktober). pro mente Austria bietet dazu die neue Broschüre „Erste Hilfe für die Seele – Rat und Hilfe bei psychischen Problemen“ und eine neue Website (www.erstehilfefuerdieseele.at) an.

„Auch Arbeit ist Hilfe für die Seele“, betont Dr. Günter Klug, Präsident von pro mente Austria). „Allerdings sind Menschen mit psychischen Erkrankungen auch in der aktuellen Hochkonjunktur mit 14 und mehr Prozent etwa doppelt so oft von Arbeitslosigkeit betroffen wie andere Personen im erwerbsfähigen Alter. Antizyklische Förderung der Betroffenen statt einem Zurückfahren der Anstrengungen für die Sicherstellung der Erwerbstätigkeit dieser Menschen wäre dringend notwendig.“

„Auf dem Gebiet der Krisenhilfe in psychischen Notfällen existieren in Österreich – je nach Bundesland – sehr unterschiedliche Situationen“, sagt Monika Czamler (pro mente OÖ, Geschäftsfeldleitung Krisenhilfe OÖ): „Eine Ausweitung des regionalen Krisendienstes in den Bundesländern wäre sinnvoll und wünschenswert. Was zusätzlich fehlt, ist ein österreichweit unter einer dreistelligen Telefonnummer aktivierbares Hilfsangebot für psychische Krisensituationen. Die dort Tätigen müssten speziell für den Umgang mit betroffenen Personen ausgebildet sein.“

Eine im April 2018 publizierte Studie zeigt: 1,1 Milliarden Menschen oder 15,5 Prozent der Weltbevölkerung leiden an psychischen Krankheiten. 4 Prozent der Menschen an Depressionen, 4 Prozent an Angststörungen. Alkoholkrank sind 1,4 Prozent der Weltbevölkerung, 0,9 Prozent  haben Drogenprobleme.  

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