ASFINAG Gleinalmtunnel-Brand (2): Schäden an Tunnel größer als befürchtet; Sperre mehrere Wochen

Sicherungsarbeiten starten bereits Samstagfrüh; Baustelle auf Umleitungsstrecke S 35 wird abgebaut

Graz/Übelbach (OTS) - Der schwere Lkw-Brand heute Mittag im Gleinalmtunnel auf der A 9 Pyhrn Autobahn  hat nach erster Begutachtung durch die ASFINAG-Experten vom Asset Management einen größeren Schaden angerichtet als befürchtet. Vor allem die Zwischendecke des Tunnels ist rund um den Brandherd stark beschädigt, sie muss abgebrochen und neu errichtet werden. „Derzeit muss man leider davon ausgehen, dass die Sanierung dieser Schäden mehrere Wochen dauern wird“, sagt Michael Pucher vom ASFINAG Asset Management.

Hervorragend funktioniert haben in diesem Ernstfall aber Sicherheitseinrichtungen und Alarmierungskette sowie die Zusammenarbeit mit Feuerwehren, Polizei und Rotes Kreuz. Die Video- und Brandmeldeanlagen haben innerhalb von Sekunden auf die Hitzeentwicklung reagiert und Alarm ausgelöst. Die Personen, die sich in unmittelbarer Nähe des brennenden Lkw befanden, wurden mittels Tunnelfunk von der ASFINAG-Verkehrsmanagementzentrale Bruck aufgefordert, ihre Fahrzeuge stehen und die Schlüssel stecken zu lassen sowie über die Fluchtwege in die alte Tunnelröhre zu gehen.

Stahlstützen für Zwischendecke

Die Sanierungs- und Sicherungsarbeiten beginnen Samstagfrüh, sobald die Tunnelwände ganz abgekühlt sind. Michael Pucher: „Als erste Maßnahme müssen wir die Zwischendecke mit Stahlstützen absichern, erst dann kann auch der Brandsachverständige den abgebrannten Lkw begutachten.“ Frühestens am Montag wird der Lkw aus dem Tunnel geschleppt. 

Die Umleitungsstrecke über die S 35 Brucker Schnellstraße und S 6 Semmering Schnellstraße ist aktiviert. Derzeit wird allerdings ein Teil der S 35 zwischen Frohnleiten und Laufnitzdorf saniert. Diese Baustelle wird so schnell wie möglich provisorisch abgeschlossen, um den zu erwartenden Ausweichverkehr bewältigen zu können.

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