FPÖ-Darmann: Große Defizite bei Versorgung kranker Kinder in Kärnten

LAbg. Dieringer-Granza: Massive Kritik der Volksanwaltschaft, dass kranke Kinder Opfer mangelnder Strukturen sind

Klagenfurt (OTS) - „Die Volksanwaltschaft zeigt auf, dass die Rechte von psychisch kranken Kindern in Kärnten massiv verletzt werden. Viele müssen auf Gangbetten auf der landesweit einzigen häufig überlasteten Spitalsabteilung für Kinderpsychiatrie untergebracht werden. Es ist empörend, dass die zuständige SPÖ-Sozial- und Gesundheitsreferentin LHStv. Beate Prettner diese Missstände ignoriert“, kritisiert FPÖ-Landesparteichef Klubobmann Mag. Gernot Darmann.
LAbg. Mag. Elisabeth Dieringer-Granza weist darauf hin, dass die Volksanwaltschaft eine zweite Abteilung für Kinderpsychiatrie im LKH Villach empfiehlt. Dies deshalb, weil die Abteilung im Klinikum Klagenfurt den steigenden Bedarf von der Infrastruktur her nicht decken kann. „Der eklatante Raummangel schlägt sich auch in Gangbetten und Zusatzbetten in Mehrbettzimmern nieder. Dies führt dazu, dass regelmäßig psychiatrisch erkrankte Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen gemeinsam mit somatisch Kranken untergebracht werden“, zitiert LAbg. Dieringer die Volksanwaltschaft.

Für sie ist es unverständlich, dass die zuständige LHStv Prettner diese von der Volksanwaltschaft aufgezeigten Mängel ignoriert. „Auf Anfrage im Landtagsausschuss teilte sie mit, dass sie eine Abteilung für Kinderpsychiatrie in Villach ablehnt. Sie will weder den Strukturplan Gesundheit noch den Psychiatrieplan, in denen diese Mangelversorgung verankert ist, ändern. Die schlechten Strukturen für psychisch kranke Kinder sollen laut SPÖ noch lange bleiben“, ärgert sich Dieringer-Granza.

Sie weist darauf hin, dass Kärnten bei einem weiteren Thema des Jugendschutzes eine traurige negative Spitzenposition in Österreich einnimmt. „Die Volksanwaltschaft beurteilt die Fremdunterbringung von Kindern in anderen Bundesländern und sogar im Ausland als menschenrechtlich höchst bedenklich, weil die Minderjährigen von ihren nahen Bezugspersonen entfremdet werden. Dieser Unterbringungspraxis sollte daher vermieden werden. Während alle anderen Bundesländer bereits darauf reagierten, ist Kärnten laut VA das einzige Bundesland, das die Fremdunterbringungen in den letzten zwei Jahren massiv gesteigert hat“.

„Es ist unakzeptabel und beschämend, wie die SPÖ Berichte der Menschenrechtskommissionen der Volksanwaltschaft ignoriert und wie wenig Bewusstsein sie für die Probleme der Schwächsten in unserer Gesellschaft hat. Die FPÖ wird im Landtag alle nötigen Schritte ergreifen, um die Rechte von kranken Kindern zu stärken und ihre Versorgung zu verbessern“, teilt KO Mag. Darmann abschließend mit.

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