• 04.10.2018, 14:47:20
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Christiane Hörbiger als „Die Muse des Mörders“: Auftakt des ORF-Schwerpunkts zum 80. Geburtstag

Anschließend neues Filmporträt „Aus nächster Nähe“ – beides am 6. Oktober ab 20.15 Uhr in ORF 2

Utl.: Anschließend neues Filmporträt „Aus nächster Nähe“ – beides am
6. Oktober ab 20.15 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - Am 13. Oktober 2018 feiert Christiane Hörbiger ihren 80.
Geburtstag. Der ORF würdigt die Grande Dame des österreichischen
Schauspiels von 6. bis 16. Oktober mit einem umfassenden
TV-Schwerpunkt, der neue Produktionen ebenso bietet wie
Filmklassiker, ein Dakapo der Erfolgsserie „Julia – Eine
ungewöhnliche Frau“ sowie eine Geburtstagsgala (Details unter
presse.ORF.at). Den Auftakt macht am Samstag, dem 6. Oktober, um
20.15 Uhr in ORF 2 die TV-Premiere des ORF/ZDF-Thrillers „Die Muse
des Mörders“. Darin verkörpert die Jubilarin unter der Regie von Sohn
Sascha Bigler eine Schriftstellerin, deren Kriminalromane einem
Mörder als Vorlage zu dienen scheinen. Anschießend präsentiert ORF 2
um 21.55 Uhr das neue TV-Porträt „Aus nächster Nähe: Christiane
Hörbiger“. Dazu bat ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl „die Hörbiger“ zum
sehr persönlichen Gespräch über Höhenflüge und Verrisse, über späte
Charakterrollen und den Mut, sich jede Eitelkeit abzuschminken.

Christiane Hörbiger als „Die Muse des Mörders“ (20.15 Uhr)

Nach den beiden vom ORF koproduzierten Filmen „Annas zweite Chance“
und „Meine Schwester“ arbeitete Christiane Hörbiger für diesen in
Wien und Umgebung gedrehten 90-Minüter erneut mit ihrem Sohn Sascha
Bigler zusammen. Dieser nahm aber nicht nur am Regiesessel Platz,
sondern zeichnet gemeinsam mit Axel Götz auch für das Drehbuch
verantwortlich. Hörbigers TV-Sohn wird von Florian Teichtmeister
gespielt. Fritz Karl, der auch schon als „Inspektor Jury“ auf
Spurensuche gegangen ist, nimmt als Kommissar die Ermittlungen auf.
Weitere Rollen spielen u. a. Cornelia Ivancan, Robert Lohr, Anna Rot
und Thomas Mraz („Vorstadtweiber“). „Die Muse des Mörders“ ist eine
Produktion der Mona Film in Koproduktion mit ZDF und ORF, gefördert
durch Filmfonds Wien und Fernsehfonds Austria.

Zum Inhalt: Madeleine „Mado“ Montana (Hörbiger) lebt in ihrer
selbsterschaffenen Welt und bildet sich ein, immer noch eine berühmte
Bestseller-Autorin zu sein. Die tabulose Zynikerin führt eine scharfe
Zunge gegen alles und jeden – auch gegen ihren eigenen Sohn Oliver
(Florian Teichtmeister). Als ein Serienmörder Wien in Angst und
Schrecken versetzt, stellt sich heraus, dass die Verbrechen Szenarien
aus Madeleines Büchern nachstellen. Darüber ist die ehemalige
Erfolgsautorin zunächst schockiert und schaltet die Polizei ein. Doch
bald genießt sie das Gefühl, wieder im Mittelpunkt der Öffentlichkeit
zu stehen. Kommissar Bäumer (Fritz Karl) und seine Assistentin Flo
(Cornelia Ivancan) befürchten aber, dass weitere grausame Morde
geschehen könnten.

Hörbiger: „Eine sehr, sehr gute Geschichte“

Über ihre Rolle sagt Christiane Hörbiger: „Eigentlich ist ,Mado‘ eine
besorgte Mutter und erfolgreiche und auch gute Autorin, die sich aber
als arrogante, spitzzüngige Diva aufplustert – umso mehr, als sich
ihre Bücher nicht mehr so gut verkaufen. Und auf einmal kommt man
drauf, dass diese Morde nach Vorlagen ihrer Bücher passiert sind.“
Was das Besondere an dieser Rolle ist? „Nun, es ist einfach eine
wunderbare Rolle, die vor allem auch sehr vielschichtig ist – schon
in der Romanvorlage ,Die Muse des Mörders‘, die von zwei jungen
Autorinnen geschrieben wurde. Man kann sagen, es war das Buch, das
mich gereizt hat: eine sehr, sehr gute Geschichte – und es hat mich
gereizt, die etwas unangenehmeren, manchmal auch brutalen Szenen zu
spielen. Und natürlich arbeite ich immer auch gerne mit meinem Sohn
zusammen“, so Hörbiger.

TV-Porträt „Aus nächster Nähe: Christiane Hörbiger“ (21.55 Uhr)

Wenn jemand das inflationär gebrauchte Attribut „Grande Dame“ zu
Recht trägt, dann Christiane Hörbiger, die als eine der Größten ihres
Faches gilt. Gleichwohl hat sie – zumal im vergangenen Jahrzehnt –
radikal jede Eitelkeit abgelegt, spielt buchstäblich ungeschminkt vom
Schicksal unbarmherzig geschlagene Frauenfiguren. Die Bürde, die es
wohl auch bedeutet, aus der berühmtesten Schauspieldynastie des
deutschen Sprachraums zu kommen, hat sie abgeschüttelt. Seit ihrem
17. Lebensjahr stand Christiane Hörbiger auf der Bühne, von der sie
sich aber ganz zurückgezogen hat. Ab den 1980er Jahren startete sie
eine beispiellose Film- und Fernsehkarriere. Zuletzt musste sie mit
dem Tod ihres langjährigen Lebenspartners Gerhard Tötschinger einen
schweren persönlichen Verlust hinnehmen. ORF-TV-Kulturchef Martin
Traxl bat „die Hörbiger“ anlässlich ihres runden Geburtstages zum
großen Interview. Das neue TV-Porträt gestaltete Michael Meister.
Ein Dakapo gibt es in der „matinee“ am Sonntag, dem 7. Oktober, um
9.05 Uhr in ORF 2 sowie am Samstag, dem 13. Oktober, um 16.50 Uhr in
3sat.

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