Christiane Hörbiger als „Die Muse des Mörders“: Auftakt des ORF-Schwerpunkts zum 80. Geburtstag

Anschließend neues Filmporträt „Aus nächster Nähe“ – beides am 6. Oktober ab 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Am 13. Oktober 2018 feiert Christiane Hörbiger ihren 80. Geburtstag. Der ORF würdigt die Grande Dame des österreichischen Schauspiels von 6. bis 16. Oktober mit einem umfassenden TV-Schwerpunkt, der neue Produktionen ebenso bietet wie Filmklassiker, ein Dakapo der Erfolgsserie „Julia – Eine ungewöhnliche Frau“ sowie eine Geburtstagsgala (Details unter presse.ORF.at). Den Auftakt macht am Samstag, dem 6. Oktober, um 20.15 Uhr in ORF 2 die TV-Premiere des ORF/ZDF-Thrillers „Die Muse des Mörders“. Darin verkörpert die Jubilarin unter der Regie von Sohn Sascha Bigler eine Schriftstellerin, deren Kriminalromane einem Mörder als Vorlage zu dienen scheinen. Anschießend präsentiert ORF 2 um 21.55 Uhr das neue TV-Porträt „Aus nächster Nähe: Christiane Hörbiger“. Dazu bat ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl „die Hörbiger“ zum sehr persönlichen Gespräch über Höhenflüge und Verrisse, über späte Charakterrollen und den Mut, sich jede Eitelkeit abzuschminken.

Christiane Hörbiger als „Die Muse des Mörders“ (20.15 Uhr)

Nach den beiden vom ORF koproduzierten Filmen „Annas zweite Chance“ und „Meine Schwester“ arbeitete Christiane Hörbiger für diesen in Wien und Umgebung gedrehten 90-Minüter erneut mit ihrem Sohn Sascha Bigler zusammen. Dieser nahm aber nicht nur am Regiesessel Platz, sondern zeichnet gemeinsam mit Axel Götz auch für das Drehbuch verantwortlich. Hörbigers TV-Sohn wird von Florian Teichtmeister gespielt. Fritz Karl, der auch schon als „Inspektor Jury“ auf Spurensuche gegangen ist, nimmt als Kommissar die Ermittlungen auf. Weitere Rollen spielen u. a. Cornelia Ivancan, Robert Lohr, Anna Rot und Thomas Mraz („Vorstadtweiber“). „Die Muse des Mörders“ ist eine Produktion der Mona Film in Koproduktion mit ZDF und ORF, gefördert durch Filmfonds Wien und Fernsehfonds Austria.

Zum Inhalt: Madeleine „Mado“ Montana (Hörbiger) lebt in ihrer selbsterschaffenen Welt und bildet sich ein, immer noch eine berühmte Bestseller-Autorin zu sein. Die tabulose Zynikerin führt eine scharfe Zunge gegen alles und jeden – auch gegen ihren eigenen Sohn Oliver (Florian Teichtmeister). Als ein Serienmörder Wien in Angst und Schrecken versetzt, stellt sich heraus, dass die Verbrechen Szenarien aus Madeleines Büchern nachstellen. Darüber ist die ehemalige Erfolgsautorin zunächst schockiert und schaltet die Polizei ein. Doch bald genießt sie das Gefühl, wieder im Mittelpunkt der Öffentlichkeit zu stehen. Kommissar Bäumer (Fritz Karl) und seine Assistentin Flo (Cornelia Ivancan) befürchten aber, dass weitere grausame Morde geschehen könnten.

Hörbiger: „Eine sehr, sehr gute Geschichte“

Über ihre Rolle sagt Christiane Hörbiger: „Eigentlich ist ,Mado‘ eine besorgte Mutter und erfolgreiche und auch gute Autorin, die sich aber als arrogante, spitzzüngige Diva aufplustert – umso mehr, als sich ihre Bücher nicht mehr so gut verkaufen. Und auf einmal kommt man drauf, dass diese Morde nach Vorlagen ihrer Bücher passiert sind.“ Was das Besondere an dieser Rolle ist? „Nun, es ist einfach eine wunderbare Rolle, die vor allem auch sehr vielschichtig ist – schon in der Romanvorlage ,Die Muse des Mörders‘, die von zwei jungen Autorinnen geschrieben wurde. Man kann sagen, es war das Buch, das mich gereizt hat: eine sehr, sehr gute Geschichte – und es hat mich gereizt, die etwas unangenehmeren, manchmal auch brutalen Szenen zu spielen. Und natürlich arbeite ich immer auch gerne mit meinem Sohn zusammen“, so Hörbiger.

TV-Porträt „Aus nächster Nähe: Christiane Hörbiger“ (21.55 Uhr)

Wenn jemand das inflationär gebrauchte Attribut „Grande Dame“ zu Recht trägt, dann Christiane Hörbiger, die als eine der Größten ihres Faches gilt. Gleichwohl hat sie – zumal im vergangenen Jahrzehnt – radikal jede Eitelkeit abgelegt, spielt buchstäblich ungeschminkt vom Schicksal unbarmherzig geschlagene Frauenfiguren. Die Bürde, die es wohl auch bedeutet, aus der berühmtesten Schauspieldynastie des deutschen Sprachraums zu kommen, hat sie abgeschüttelt. Seit ihrem 17. Lebensjahr stand Christiane Hörbiger auf der Bühne, von der sie sich aber ganz zurückgezogen hat. Ab den 1980er Jahren startete sie eine beispiellose Film- und Fernsehkarriere. Zuletzt musste sie mit dem Tod ihres langjährigen Lebenspartners Gerhard Tötschinger einen schweren persönlichen Verlust hinnehmen. ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl bat „die Hörbiger“ anlässlich ihres runden Geburtstages zum großen Interview. Das neue TV-Porträt gestaltete Michael Meister. Ein Dakapo gibt es in der „matinee“ am Sonntag, dem 7. Oktober, um 9.05 Uhr in ORF 2 sowie am Samstag, dem 13. Oktober, um 16.50 Uhr in 3sat.

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