- 01.10.2018, 12:51:09
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Am Anfang der Bildung steht die Sprache
Landesrätin Schöbi-Fink: Neues Instrument zur Erfassung der Sprachkompetenz wird ab heuer landesweit an den Kindergärten eingesetzt
Utl.: Landesrätin Schöbi-Fink: Neues Instrument zur Erfassung der
Sprachkompetenz wird ab heuer landesweit an den Kindergärten
eingesetzt =
Bregenz (OTS) - (VLK) – Mit dem "Beobachtungsbogen zur Erfassung der
Sprachkompetenz in Deutsch" (BESK) wird die frühe Sprachförderung in
Vorarlbergs Kindergärten ab heuer weiter intensiviert. Als
Pilotprojekt ist dieses neue Instrument zur Sprachstandfeststellung
bereits ab September 2017 in den Kindergärten in Dornbirn, Lustenau
und Götzis erprobt worden. Mittlerweile sind rund 1050
Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen in Vorarlberg entsprechend
geschult, sodass der BESK und der BESK-DaZ im gerade begonnenen
Kindergartenjahr landesweit eingesetzt werden kann.
In der Pilotphase habe man wertvolle Erfahrungen gemacht, die nun
bei der landesweiten Einführung einfließen, sagte Landesrätin Barbara
Schöbi-Fink bei der Präsentation am Montag, 1. 0ktober, im Landhaus.
"Die Kindergartenpädagoginnen sind gut vorbereitet, um mit den
Einschätzungen aus den Beobachtungen die Kinder noch zielgerichteter
und individueller zu fördern und sie bestmöglich auf den Übergang in
die Schule hinzuführen", so Schöbi-Fink.
Die Sprachstandsbeobachtung mittels BESK hat mehrere Vorteile,
erläuterten Julia Moosmann und Patricia Hollersbacher vom Fachbereich
Kindergarten des Landes. Zum einen wird zwischen Kindern mit Deutsch
als Erst- (BESK) oder Zweitsprache (BESK-DaZ) unterschieden. Zum
anderen beschränkt sich der BESK nicht auf eine Einschätzung im
letzten Kindergartenjahr, sondern deckt die Sprachentwicklung der
Kinder während ihrer gesamten Kindergartenzeit ab.
Alle Kinder einer Kindergartengruppe werden in ihrem zweitletzten
Kindergartenjahr beobachtet. Jene, die dabei einen Förderbedarf
aufweisen, werden am Ende des Kindergartenjahres erneut mit dem BESK
oder dem BESK-DaZ beobachtet (zweite Beobachtung). Im letzten
Kindergartenjahr werden jene Kinder nochmals beobachtet, die bei
beiden vorherigen Beobachtungen Auffälligkeiten in ihrer
Sprachkompetenz in Deutsch hatten. Die Beobachtung wird von den dem
Kind vertrauten Pädagoginnen und Pädagogen in der gewohnten Umgebung
des Kindergartens – in alltäglichen Rede- und Spielsituationen –
durchgeführt. Dabei wird nicht getestet, sondern die Sprachkompetenz
des Kindes wird anhand bestimmter Kriterien – Wortschatz,
zusammenhängendes Erzählen, Satzbildung usw. – eingeschätzt.
Der BESK eröffnet Möglichkeiten, gezielt auf Entwicklungsschritte
des einzelen Kindes zu reagieren und konkrete, längerfristige
Fördermaßnahmen zu setzen, erklärte Julia Moosmann. In den
Volksschulen wird die Sprachförderung aus dem Kindergarten dann mit
der "Unterrichtsbegleitenden Sprachstandsbeobachtung" fortgesetzt.
Mehr dazu siehe auf www.vorarlberg.at/kindergarten.
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