JG Wien: 100 Jahre Frauenwahlrecht: Suffragetten warben für das Frauen*Volksbegehren.

Die JG Wien Frauen warben als Suffragetten verkleidet für das Frauen*Volksbegehren

Wien (OTS/SPW) - Am Samstag verkleideten sich die JG Wien-Frauen für die Eintragungswoche des Frauen*Volksbegehren. Gemeinsam mit Mandatarinnen und SPÖ Frauen-Funktionärinnen machten sie im Gespräch mit den Passantinnen und Passanten darauf aufmerksam, dass heuer einerseits das 100jährige Frauenwahlrecht in Österreich gefeiert wird und auf der anderen Seite dass die Notwendigkeit eines Frauen*Volksbegehren heute immer noch vorhanden ist, um für die soziale und ökonomische Gerechtigkeit von Frauen in der Gesellschaft zu kämpfen. ****

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und der Ausrufung der Republik wurde 1918 in Österreich das allgemeine und gleiche Frauenwahlrecht eingeführt. Somit hatten Frauen das aktive und passive Wahlrecht, nachdem das allgemeine und gleiche Männerwahlrecht bereits 1907 eingeführt worden war. Die Einführung des Frauenwahlrechts war vor allem das Resultat eines lang andauernden und harten Kampfes der Frauen. Zuvor wurden häufig Männerinteressen den Interessen von Frauen übergeordnet und Frauen hatte keine Chance der Partizipation innerhalb der Politik.

Maria Tusch – Arbeiterin, Frauenrechtlerin und Sozialdemokratin – und Therese Schlesinger – Schriftstellerin, Frauenrechtlerin und Sozialdemokratin – waren engagierte Kämpferinnen für die Besserstellung von Frauen und ab 4. März 1919 unter den acht ersten Parlamentarierinnen in Österreich. Aus diesem Grund war es für die Junge Generation der SPÖ Wien nur logisch, die beiden nach ihnen benannten Straßen in Wien – Maria-Tusch-Straße im 22. und Schlesingerplatz im 8. Bezirk – für die Bewerbung der ab 1. bis 8. Oktober laufenden Eintragungswoche zum Frauen*Volksbegehren zu wählen. Verkleidet als Suffragetten führten die Frauen der Jungen Generation Wien gemeinsam mit Mandatarinnen und SPÖ Frauen-Funktionärinnen – darunter NRin Mag.a Ruth Becher und Bundesfrauengeschäftsführerin Mag.a Andrea Brunner – Gespräche mit Passantinnen und Passanten und machten auf das Thema aufmerksam. „Wir feiern dieses Jahr 100jähriges Jubiläum für das Frauenwahlrecht. Dennoch verdienen Frauen in Wien durchschnittlich 17,1 Prozent weniger als Männer bei gleicher Qualifikation und Erfahrung,“ betonte Katharina Weninger, Vorsitzende der Jungen Generation Wien.

Das Frauen*Volksbegehren fordert den Beschluss einiger bundesgesetzlicher Maßnahmen zur Besserstellung von Frauen in der Gesellschaft. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist eine langjährige Forderung der SPÖ, die auch im Frauen*Volksbegehren Gehör findet. Das Mindesteinkommen sollte dem jährlichen Lebenskostenindex angepasst werden, um ein Abrutschen in die Armut zu verhindern. Förderungen für Betriebe, die dafür sorgen, dass Frauen auf allen hierarchischen Ebenen entsprechend ihrem Anteil an der Bevölkerung vertreten sind. Ausbau von Gewaltschutz und Gewaltprävention. Das sind nur einige der Forderungen. „Frauenrechte sind Menschenrechte, aus diesem Grund sollten wir solidarisch für ein gleichberechtigtes Leben einstehen und das Frauenvolksbegehren unterzeichnen“, so Pia-Maria Wieninger, Frauensprecherin der Jungen Generation Wien.

Fotos sind hier abrufbar:

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