- 28.09.2018, 13:04:04
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Erfolgreiche Katastrophenübung „Leopold II“ in Wien
KAV- und Unfallspitäler sowie Rettungsorganisationen bereiteten sich mit Großschadensszenario gemeinsam auf Krisenfall vor – Gesundheitsstadtrat Hacker: „Wien ist gut vorbereitet“
Utl.: KAV- und Unfallspitäler sowie Rettungsorganisationen
bereiteten sich mit Großschadensszenario gemeinsam auf
Krisenfall vor – Gesundheitsstadtrat Hacker: „Wien ist gut
vorbereitet“ =
Wien (OTS) - Wenn über 200 Verletzte versorgt werden müssen, braucht
es das perfekte Zusammenspiel aller Beteiligten. Das wurde am Freitag
bei der Katastrophenübung „Leopold II“ trainiert. Teilgenommen haben
der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV), die Traumazentren der
Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) und – unter Leitung der
Wiener Berufsrettung (MA 70) – die Rettungsorganisationen Wiener
Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariterbund (ASBÖ), Johanniter-Unfall-Hilfe,
Malteser-Hospitaldienst sowie der ÖAMTC mit Rettungshubschraubern.
Gesundheitsstadtrat Peter Hacker beobachtete die fünfstündige Übung
im Wilhelminenspital und zeigte sich zufrieden mit dem Krisentest
unter realistischen Bedingungen.
Training für den Ernstfall
Bei einem Herbstfest mit tausenden BesucherInnen explodiert eine
Gasflasche. In unmittelbarer Umgebung werden zwei Menschen getötet,
über 200 sind teils schwer verletzt. So lautete das Szenario der
Katastrophenübung „Leopold II“. Eine herausfordernde Situation, die
nur mit einer eingespielten Rettungskette zu bewältigen ist – und das
muss geübt werden. Insgesamt 120 PatientInnen wurden in KAV-Spitäler
gebracht: 60 ins AKH, 15 ins Krankenhaus Hietzing, 45 Verletzte
übernahm das Wilhelminenspital, das über mehrere Stunden von
Rettungswägen angefahren wurde. Auch ein schwerverletztes Opfer wurde
vom Notarzthubschrauber in das KAV-Spital in Ottakring gebracht.
Gesundheitsstadtrat Peter Hacker zeigte sich nach dem Besuch der
Schauplätze im Wilhelminenspital mit dem Ergebnis der Übung
zufrieden: „Wir alle hoffen natürlich, dass ein solches Ereignis
niemals eintritt – dennoch ist es unsere Verantwortung, dass wir in
Wien für den Ernstfall vorbereitet sind. Nachdem was ich heute
gesehen habe, bin ich überzeugt, dass wir gut aufgestellt sind. Die
Spitäler der Stadt, die Unfallspitäler und die Rettungsorganisationen
haben bewiesen, dass sie sehr gut zusammenarbeiten und auch unter
hohem Druck, parallel zum alltäglichen Betrieb die bestmögliche
Versorgung der WienerInnen sicherstellen können.“
„Im Katastrophenfall ist es entscheidend, dass alle Beteiligten
rasch und effizient handeln können – träger- sowie
organisationsübergreifend und innerhalb der einzelnen Spitäler. Im
Spital sorgen wir dafür, dass alle PatientInnen eine unmittelbare
ärztliche Ersteinschätzung bekommen. Dazu arbeiten wir mit einem
Triage-System“ erklärt Dr. Stefan Dorner, ärztlicher Direktor des
Wilhelminenspitals und Einsatzleiter vor Ort. Dipl.-Ing. Jörg
Simonitsch, stellvertretender technischer Direktor des AKH Wien und
Leiter des dortigen Krisenstabs, betont, wie wichtig es ist, die
vorhandenen Pläne im Praxistest auf ihre Umsetzbarkeit abzuklopfen:
„Durch die Übung soll sichergestellt werden, dass die vorhandenen
Katastrophenpläne in der Praxis gut anwendbar sind und gleichzeitig
weitere Verbesserungspotenziale für die organisatorischen Abläufe
erkannt werden“.
Komplexe Vorbereitung und Organisation
Das aufwendige Szenario für die Übung wurde in bereits bewährtem
Zusammenspiel zwischen KAV, AUVA und der Wiener Berufsrettung
entwickelt. Insgesamt waren 31 Rettungsfahrzeuge im Einsatz, ein
Katastrophenfahrzeug der Wiener Berufsrettung und ein
ÖAMTC-Hubschrauber. Die über 200 StatistInnen wurden von den Schulen
für Gesundheits- und Krankenpflege des KAV gestellt – geschminkt von
einem Team des ASBÖ.
Positive Bilanz der Beteiligten Organisationen und von Stadtrat
Hacker
Nach fünf Stunden wurde die Übung beendet. KAV-Generaldirektorin
Evelyn Kölldorfer-Leitgeb zieht eine positive Bilanz: „Die
Kommunikation zwischen den Organisationen hat reibungslos
funktioniert, der Transport und die Aufteilung der PatientInnen in
den Spitälern wurde effizient abgewickelt und alle Verletzten konnten
rasch behandelt werden.“
Hinweis: Fotomaterial von der Übung und dem Medientermin kann auf
Anfrage honorarfrei zur Verfügung gestellt werden.
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