Preiner: Der größte Fehler ist die ungerechtfertigte Förderung landwirtschaftlicher Großbetriebe

SPÖ-Agrarsprecher fordert Kurskorrektur in der EU: Höfesterben muss verhindert werden

Wien (OTS/SK) - Derzeit fließen jährlich 58 Milliarden aus dem EU-Budget in die Landwirtschaft, das sind 40 Prozent des Gesamt-EU-Budgets. In der kommenden Finanzperiode 2021-27 plant die Kommission diesen Betrag auf 28,5 Prozent zu reduzieren. Dabei sollen nicht nur die Direktzahlungen an die Bauern gekürzt werden, sondern vor allem auch die Mittel für die „Ländliche Entwicklung“. Vorgesehen ist eine Kürzung von über 10 Prozent. „Zahlungen, die in Österreich zahlreiche wichtige Projekte in den Bereichen Lebensmittelqualität, Herkunftskennzeichnung oder Klimaschutz finanzieren. Eine sofortige Kurskorrektur ist notwendig, um der kleinstrukturierten Landwirtschaft in Österreich mit durchschnittlichen Betriebsgrößen von 20 Hektar das Überleben zu sichern, regionale Lebensmittel zu fördern und für den Konsumenten leistbar auf den Markt zu bringen“, so SPÖ-Agrarsprecher Erwin Preiner anlässlich des EU-Agrarministerrat, der diese Woche stattgefunden hat. ****

Preiner warnt vor einer Schwächung der Entwicklung des ländlichen Raumes, weil eklatant weniger Geld für strukturschwächere ländliche Regionen in Österreich zur Verfügung steht. „Die SPÖ will eine drastische Kürzung der Fördergelder für Agrarfabriken, dafür mehr Unterstützung für sichere Lebensmitteln mit einwandfreier Herkunftskennzeichnung zu fairen Preisen“, so Preiner, der betont:
„Die Zeit drängt, denn vor den EU-Wahlen soll der Finanzrahmen der GAP 2021-2027 fixiert werden.“

Der SPÖ-Agrarsprecher appelliert an Ministerin Köstinger und Kanzler Kurz die österreichischen Landwirte „nicht im Regen stehen zu lassen“. Denn sie sind es, die nachhaltig für Umwelt, Klimaschutz, Natur, Arbeitsplätze und Lebensmittel im wahrsten Sinn des Wortes wirtschaften. Als eine wichtige Forderung nennt der SPÖ-Abgeordnete, dass die ländlichen Regionen nicht den Anschluss in der Entwicklung gegenüber urbanen Gebieten verlieren dürfen, außerdem die Sicherung und Unterstützung der Wettbewerbsfähigkeit von Bio-Betrieben, Direktvermarktern, sowie bäuerlichen Familienbetrieben.

„Statt der Inszenierung von schönen Bildern, brauchen wir Fakten am Tisch. Vor allem die österreichische Ratspräsidentschaft müsse genützt werden, um sich vehement für die Klein- und Mittelbetriebe, die Bio-Bauern und für eine hohe Lebensmittelqualität zu fairen Preisen einsetzen. Ein weiteres Höfesterben muss verhindert werden“, so Preiner abschließend. (Schluss) up/rm/mp

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