Feminismus NEU: Was bedeutet Feminismus im 21. Jahrhundert?

Wien (OTS/SPW) - Unter dem Motto „Feminismus NEU“ diskutierte im Frauenkommunikationszentrum der Wiener SPÖ-Frauen, ega:frauen im zentrum, am 26. September eine namhafte ExpertInnenrunde spannende Fragen rund um die Zukunft von Feminismus, Gleichstellungspolitik und Frauen*Volksbegehren. Mit dabei waren die Initiatorin des Frauen*Volksbegehrens Mag.a Lena Jäger, Kurier-Journalistin Elisabeth Mittendorfer, BA, Soziologe und Männlichkeitsforscher Dr. Paul Scheibelhofer, Juristin und Genderforscherin Mag.a Marion Guerrero, SPÖ-Bundesfrauensekretärin und stellvertretenden Bundesgeschäftsführerin Mag.a Andrea Brunner und die Wiener SPÖ-Frauensekretärin und Gemeinderätin Mag.a Nicole Berger-Krotsch. Die Podiumsdiskussion behandelte prägnante Fragen wie: Was bedeutet Feminismus im 21. Jahrhundert? In welcher Beziehung steht Feminismus zur Männlichkeitsforschung? Welchen Anforderungen muss sich Feminismus im digitalen Zeitalter stellen? Wie wirkt sich der neoliberale Backlash aus? Und was will das neue Frauenvolksbegehren?

Feminismus ist in unserer Gesellschaft von großer Bedeutung. Feminismus ist Gesellschaftskritik und möchte Veränderung bewirken. Und dennoch: als ehemals positiv besetzter Begriff im Kampf für Frauenrechte hat sich die Assoziation der Menschen davon, was Feminismus ist und was Feminismus möchte in den letzten Jahren gewandelt. Hinzu kommt der neoliberale Backflash der vergangenen Jahre, der mit einer schwarz-blauen Bundesregierung nun auch endgültig in Österreich angekommen ist.

„Die unter Bundeskanzler Kurz mit September eingeführte 60-Stunden-Woche, die sukzessiven Budgetkürzungen im Frauenbereich, der Ausbaustopp von Ganztagsschulen und die Weigerung der Bundesregierung zur Lohntransparenz bedeuten massive Verschlechterungen für die Frauen in Österreich. Anstatt den eingeschlagenen Weg in Richtung voller Gleichberechtigung weiter zu gehen, befinden wir uns auf dem besten Weg ins vorige Jahrhundert“, resümiert die SPÖ-Bundesfrauensekretärin und stellvertretende SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Brunner die aktuelle Situation. „Wir werden nicht zusehen, wie sozialdemokratische Errungenschaften in Sachen Frauenpolitik und Gleichberechtigung einfach zunichte gemacht werden“, zeigt sich Brunner kämpferisch.

Die aktuelle Situation nicht auf sich beruhen lassen möchte auch die Initiatorin des aktuellen Frauen*Volksbegehrens Lena Jäger. „Alleine der soziale Status „Frau“ lässt Frauen in ihrem Leben immer wieder Gewalt, Ausgrenzung und Diskriminierung erfahren. Mit dem Frauen*Volksbegehren stehen wir für die Sichtbarkeit und Rechte von Frauen in Österreich ein und stellen ganz klare Forderungen an die österreichische Regierung“, so Jäger. „Von 1. Bis 8. Oktober kann das Frauen*Volksbegehren – entweder im Gemeindeamt oder mittels Handysignatur und BürgerInnenkarte – unterschrieben werden und wir bitten so viele Menschen wie möglich, dies zu tun.“

Einmal mehr appelliert auch die Wiener SPÖ-Frauensekretärin und Gemeinderätin Nicole Berger-Krotsch an alle Frauen, insbesondere aber auch an Männer, das Frauen*Volksbegehren zu unterschreiben. „Der Name Frauen*Volksbegehren darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieses Volksbegehren auch alle Männer angeht. Es geht dabei nicht um Frauenrechte sondern um Menschenrechte. Denn am Ende sind es alle, Frauen und Männer, die von einer gleichberechtigten Gesellschaft profitieren“, so Berger-Krotsch abschließend. (Schluss)

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