Don’t smoke: Gewerkschaft vida unterstützt Volksbegehren

„Kein Rauch im Wirtshaus“ – Neue Kampagne für NichtraucherInnenschutz

Wien (OTS/ÖGB) - Die Gewerkschaft vida hat heute die neue Kampagne „Kein Rauch im Wirtshaus“ präsentiert. Mit der Kampagne sollen Menschen motiviert werden, das „Don’t smoke“-Volksbegehren in der kommenden Unterstützungswoche zu unterschreiben. „Wir müssen noch mehr Druck aufbauen, denn es geht hier um den gesundheitlichen Schutz für 220.000 ArbeitnehmerInnen im Hotel- und Gastgewerbe“, so der Vorsitzende der Gewerkschaft vida, Roman Hebenstreit, und Berend Tusch, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Tourismus.

Beschäftigte werden degradiert

„Jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer hat laut ArbeitnehmerInnenschutzgesetz das Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz, nur die Menschen in der Gastronomie haben das nicht. Sie werden behandelt wie Menschen zweiter Klasse, ihre Gesundheit ist weniger wert“, zeigt sich Tusch entsetzt. Der vida-Gewerkschafter prangert zudem an, dass „die rücksichtslose Gesundheitspolitik der Regierung beweist, wie wenig ernst die Regierung auch die berufliche Zukunft der Jugendlichen nimmt. Lehrlinge unter 18 Jahren können in verrauchten Betrieben ausgebildet werden. Künftige Restaurantfachmänner/-frauen dürfen weiterhin bis zu eine Stunde täglich im Rauchbereich arbeiten“.

Kein Weg führt an Rauchverbot vorbei

Die Bevölkerung will eine rauchfreie Gastronomie, die Politik hat daher für gesunde Arbeitsbedingungen zu sorgen, betont auch Roman Hebenstreit: „Dass die Regierung das bereits beschlossene Rauchverbot ohne mit der Wimper zu zucken wieder gekippt hat, ist nicht nur ein gesundheitspolitischer Wahnsinn. Wir blamieren uns damit auch international und bleiben der Aschenbecher Europas. Wir brauchen endlich einen verbindlichen NichtraucherInnenschutz ohne Hintertürchen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist jede Unterschrift unglaublich wichtig.“

Gesundheitspolitischem Rückschritt entgegenwirken

Unterstützung für die Kampagne kommt auch von AK-Präsidentin Renate Anderl: „Die Regierung nimmt eiskalt in Kauf, dass die Gesundheit der ArbeitnehmerInnen in der Gastronomie weiter massiv gefährdet wird – wider jede Vernunft und entgegen bombenfester wissenschaftlicher Erkenntnisse. Das zeigt deutlich, welchen Stellenwert der ArbeitnehmerInnenschutz für die Regierung zu haben scheint: Die politisch Verantwortlichen entscheiden sich für den Rückschritt.“

Rauchfrei funktioniert

Dass es auch ohne Rauch geht, bestätigt Andreas Schwabl, Serviceleiter und Betriebsrat in einem Wiener Ringstraßencafé: „Unser Betrieb ist seit 2009 komplett rauchfrei. Einbußen gibt es keine. Im Gegenteil. Die Leute kommen ja nicht zum Rauchen in ein Lokal, sondern um sich zu unterhalten und andere zu treffen.“ Auch wer selbst raucht, „will nicht stundenlang im Rauch arbeiten“, ist Schwabl überzeugt.

Abschließend betonen alle TeilnehmerInnen nach der heutigen Präsentation, dass „von einem gesunden Arbeitsklima alle profitieren. Jede Unterschrift unter das Volksbegehren ist wichtig. Jede Unterschrift bedeutet Interesse und erzeugt Druck auf die verantwortlichen Politiker!"

Alle Infos und Downloadmaterial der Kampagne „Kein Rauch im Wirtshaus“ auf www.vida.at

Rückfragen & Kontakt:

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