- 21.09.2018, 12:48:05
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Österreich wissenschaftlich auf der Überholspur
Nature Index weist Österreich als eines von sechs Ländern mit der weltweit dynamischsten Entwicklung seines Forschungssystems aus
Utl.: Nature Index weist Österreich als eines von sechs Ländern mit
der weltweit dynamischsten Entwicklung seines
Forschungssystems aus =
Wien (OTS) - Nature Index publizierte gestern die Ergebnisse einer
Studie, die zum Ziel hatte, jene Institutionen und Länder zu
identifizieren, die sich wissenschaftlich auf der Überholspur
befinden. Erfreulicher Befund: Österreich zählt weltweit zu jenen
sechs Ländern, die sowohl absolut als auch relativ die höchste
Steigerung ihres Outputs gemäß der Natur Index Methode 2015 bis 2017
aufweisen.
Gemäß dieser Erhebung ist Österreich besonders stark im obersten
Qualitätssegment naturwissenschaftlicher Publikationen unterwegs.
Beim so genannten „Fractional Count (FC)“ haben insbesondere die
Universität Wien, das Institute of Science and Technology in
Klosterneuburg sowie die Akademie der Wissenschaften besonders hohe
Steigerungen auszuweisen.
„Das ist ein überaus erfreulicher Befund. Wir erhalten mit dieser
Nature Index Analyse die objektive Bestätigung, dass sich Österreich
als Wissenschaftsstandort ausgesprochen gut entwickelt und seine
wissenschaftliche Produktivität – auch in qualitativer Hinsicht –
steigt. Das verdanken wir der hervorragenden Arbeit unserer
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mit ihren Leistungen
die Basis für die Zukunftsfähigkeit des Landes legen. Die Politik
kann und wird diesen erfreulichen Trend durch die weitere
Verbesserungen der Rahmenbedingungen für die Forschung in Österreich
maßgeblich unterstützen“, so Wissenschaftsminister Heinz Faßmann zu
dem positiven Ergebnis.
Für Thomas Henzinger, Präsident des IST Austria, bringen die gestern
publizierten Zahlen der Nature Index Erhebung ein besonders
erfreuliches Ergebnis. Unter den jungen Forschungsinstituten (jünger
als 30 Jahre) wird IST Austria weltweit auf Rang 8 und als einziges
Institut außerhalb Asiens in den Top 10 geführt. „Jedes Ranking hat
so seine Tücken. Fest steht jedenfalls, dass sich unser Campus in den
ersten Jahren seines Bestehens zu einem überaus produktiven Platz für
Grundlagenforschung mit allerhöchstem Qualitätsanspruch entwickelt
hat. Die Rückmeldung durch Nature Index ist ein Hinweis, dass wir uns
auf dem richtigen Weg befinden und unsere ambitionierten Ziele
realistisch sind“, so Tom Henzinger zur Nature Index Analyse.
„Grundlagenforschung auf höchstem Niveau und in einer großen
Fächervielfalt – dafür steht die Österreichische Akademie der
Wissenschaften“, sagt Anton Zeilinger, Präsident der ÖAW, und
bekräftigt: „Wir unterstützen die besten Köpfe in der Wissenschaft
und fördern Forschung mit der Bereitschaft zum Risiko. Die
Spitzenposition der Akademie im Ranking von Nature zeigt, dass wir
damit auf dem richtigen Weg und im internationalen Wettbewerb
hervorragend positioniert sind. Dass Österreich in diesem Ranking
neben China geführt wird, macht in beeindruckender Weise deutlich,
dass sich Mut von Politik und Wissenschaft in Österreich lohnen, wenn
in Grundlagenforschung investiert wird.“
„Die Universität Wien mit ihrer fachlichen Breite erbringt
Spitzenleistungen von den Natur- und Lebenswissenschaften bis hin zu
den Geistes- und Sozialwissenschaften,“ so der Rektor der Universität
Wien, Heinz Engl. „Die Universität Wien plant im Rahmen ihres
aktuellen Entwicklungsplans die Einrichtung von ca. 50 neuen und
thematisch innovativen Professuren. Ermöglicht wird dies durch die
Unifinanzierung neu. Damit wird ein großer Schritt zur Sicherung der
internationalen Konkurrenzfähigkeit in der Forschung, der auch
unmittelbare Auswirkungen auf Studium und Lehre hat, gesetzt.
Zahlreiche neu berufene ProfessorInnen werden neue fachliche Akzente
in Forschung und Studien bringen. Die Qualität des Studienangebots
kommt bei den Studierenden dann an, wenn die quantitativen
Betreuungsverhältnisse stimmen“, so Engl.
Der Nature Index ist ein mögliches Messinstrument für den Erfolg
wissenschaftlicher Einrichtungen. Publikationen, in denen
ForscherInnen ihre wissenschaftlichen Ergebnisse in den angesehensten
und bekanntesten Fachjournalen präsentieren, zählen dabei als Währung
des Erfolges. Der Nature Index basiert auf einer Liste von 82
Qualitätsjournalen unterschiedlicher Fachgebiete aus den
Naturwissenschaften. Er summiert die Häufigkeit der Zitierungen der
Beiträge von AutorInnen zu Artikeln und setzt dies in Relation zur
Anzahl der Beiträge. Es geht daher nicht nur um die Zahl der
Beiträge, sondern wie oft diese zitiert werden. Damit können
diejenigen Forscher und Forscherinnen sowie deren Institute und
Universitäten identifiziert werden, die den größten Impact auf die
weltweite Forschungslandschaft haben.
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