„Orientierung“: Superintendent Rehner tritt Amt in Graz an

Außerdem am 23. September: Evangelische Frauen machen mobil

Wien (OTS) - Sandra Szabo präsentiert im ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ am Sonntag, dem 23. September 2018, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Tore zum Himmel: Superintendent Rehner tritt Amt in Graz an

Man sollte schwindelfrei sein, wenn man von der Aussichtsplattform des ältesten Warenhauses Österreichs einen Blick auf den Grazer Uhrturm und die Dächerlandschaft der steirischen Landeshauptstadt wagt: Wolfgang Rehner, designierter Superintendent der Evangelischen Kirche A.B. in der Steiermark, liebt diese Aussicht. Ein Blick, der ihn an seine aus Graz stammende Großmutter erinnert. Als junge Frau ist diese nach Siebenbürgen ausgewandert und hat ihm als Kind, das hinter dem „Eisernen Vorhang“ aufgewachsen ist, von Österreich und dem Warenhaus Kastner und Öhler in Graz erzählt. Später, nach einem Theologiestudium in Rumänien und dortigen Pfarrstellen zog er mit seiner Familie 1996 aus „wirtschaftlichen Überlegungen“ nach Österreich, wie er erzählt. Dass er einmal Superintendent für rund 38.000 evangelische Christen in der Heimat seiner Großmutter werden sollte, hat er sich freilich nicht gedacht. Als neuer Superintendent – vergleichbar mit einem römisch-katholischen Diözesanbischof – will Rehner „das Tor zum Himmel und die Türe zu den Menschen öffnen“. Ein Leitsatz, den er auch schon während seiner Zeit als evangelischer Pfarrer in den Gemeinden Ramsau und zuletzt in Salzburg Nördlicher Flachgau mit Leben zu erfüllen versucht hat. Am 23. September wird Wolfgang Rehner in sein neues Amt feierlich eingeführt. Bericht:
Marcus Marschalek, Mitarbeit: N. Pindeus, P. Supper.

„Lust auf Leiten“: Evangelische Frauen machen mobil

Frauen sind in den evangelischen Kirchen völlig gleichberechtigt mit Männern, dennoch spiegelt sich das derzeit nicht in den höchsten Führungsebenen wider. So sind etwa in der evangelisch-lutherischen Kirche alle Superintendenten – die leitenden Geistlichen in den Bundesländern – Männer. Auch bei den jüngsten Wahlen – etwa in Wien und in der Steiermark – bekamen Männer die meisten Stimmen. Die evangelisch-lutherische Oberkirchenrätin Ingrid Bachler hat nun gemeinsam mit der „Arbeitsgemeinschaft Theologinnen“ zu einem Begegnungs- und Vernetzungstag für Frauen eingeladen. Mehr als 50 Frauen – die meisten von ihnen sind evangelische Pfarrerinnen – haben einen Tag lang im Evangelischen Zentrum in Wien über Karrieren, Chancen und Herausforderungen diskutiert. Angesichts der bevorstehenden Bischofswahl im Jahr 2019 hat ein Team der „Orientierung“ Frauen auch gefragt, ob sie sich vorstellen könnten, Bischöfin zu werden. Bericht: Sandra Szabo.

Seelsorge auf See: Mit Gott an Bord

Kreuzfahrten boomen: Vom riesigen Ozeandampfer bis zum kleineren Flusskreuzfahrtschiff reicht das Angebot. Und auf vielen dieser schwimmenden Hotels sind auch Seelsorger/innen anzutreffen. „Wenn im Blick auf das Wasser sich am Horizont Himmel und Erde berühren, dann brechen bei manchen Menschen Fragen nach dem Transzendenten auf, dann werden hin und wieder Lebensentscheidungen angezweifelt oder Beziehungen hinterfragt“, erzählt der katholische Theologe Karl-Heinz Hermanns, der seit Jahren immer wieder auch Reisen auf Kreuzfahrtschiffen begleitet. In vielen Situationen sei es gut, wenn da jemand ist, „der ein offenes Ohr hat“, erzählt die emeritierte evangelische Pfarrerin Katharina Plehn-Martins, die über ihre Erfahrungen als Schiffsseelsorgerin auch das Buch „Segen auf See“ geschrieben hat. Rund 200 evangelische und katholische Seelsorger/innen aus Deutschland und Österreich umfasst ein Pool, aus dem die seelsorgliche Begleitung für die Kreuzfahrten zusammengestellt wird. Die Theologinnen und Theologen verrichten ihren Dienst in ihrer Freizeit oder in ihrer Pension – und zwar unentgeltlich. Ein „Orientierung“-Team hat einige dieser Seelsorger bei ihrer Tätigkeit an Bord begleitet. Bericht: Marcus Marschalek.

Zen-Superstar auf Tour: Der twitternde Korea-Mönch Haemin Sunim

Ein buddhistischer Mönch und Meditationslehrer aus Korea hilft Millionen Menschen in aller Welt mit meditativen Tweets, praktischen Ratschlägen zu Fragen des Alltags und seiner ansteckenden Fröhlichkeit. Haemin Sunim ist darüber hinaus Bestseller-Autor – mit weltweit rund 40 Millionen verkauften Büchern. Sein jüngstes Werk, das nun auch in deutscher Sprache vorliegt: „Die Liebe zu den nicht perfekten Dingen.“ Bericht: Alexander W. Rauscher.

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