- 20.09.2018, 12:53:54
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FPÖ-Darmann: Defizite in der Anti-Drogen-Politik beheben!
18 Drogentote in Kärnten mahnen zum gemeinsamen Handeln – FPÖ-Antrag mit Maßnahmenpaket im Landtag eingebracht
Utl.: 18 Drogentote in Kärnten mahnen zum gemeinsamen Handeln –
FPÖ-Antrag mit Maßnahmenpaket im Landtag eingebracht =
Klagenfurt (OTS) - „Der traurige Rekord an Suchtgifttoten erfordert
eine Zusammenarbeit aller Kräfte – Regierung und Opposition – um die
seit Jahren bestehenden und von uns stets eingemahnten Defizite in
der Antidrogen-Politik zu beheben“, forderte der Kärntner FPÖ-Chef
Klubobmann Mag. Gernot Darmann in der Aktuellen Stunde im Landtag.
Die FPÖ habe heute auch einen Antrag im Landtag eingebacht, mit dem
konkrete Maßnahmen gefordert werden.
Zu allererst sei ein deutliches Bekenntnis notwendig, dass
Landesregierung und Landtag den Konsum von illegalen Drogen
verurteilen und eine Verharmlosung von Cannabis strikt ablehnen. „Die
SPÖ ist hier innerlich zerrissen, da die Sozialistische Jugend mit
ihrem Kärntner Frontmann Abgeordneten Luca Burgstaller die Freigabe
von Cannabis fordert“, stellt Darmann fest. Er verwies darauf, dass
Innenminister Herbert Kickl bereits zu Jahresbeginn die Zahl der
Drogenfahnder in Kärnten massiv erhöht hat. „Diese Maßnahme war
erfolgreich, weil seither die Zahl der Festnahmen von Dealern enorm
gestiegen ist.“ Im Zuge der geplanten Strafrechtsreform müsse es nun
auch eine massive Verschärfung der Strafen für Drogendealer geben.
Der bestehende Landessuchtplan, der vor 8 Jahren erstellt worden ist,
müsse dringend auf die aktuellen dramatischen Entwicklungen adaptiert
werden. „Wir haben ganz neue Herausforderungen. Es tauchen immer neue
synthetische Drogen am Markt auf. Kärnten wurde zum Drogen-Hot Spot,
weil der Schmuggel von Opiaten über den Balkan hier vorbeiführt und
unsere Region dementsprechend mit Drogen überschwemmt wird“, so
Darmann.
Es bestehe in Kärnten ein Mangel an stationären Therapieplätzen.
Entzugsstationen auf den psychiatrischen Abteilungen in Villach und
Klagenfurt, wo auch mehrwöchige Entwöhnungsbehandlungen möglich sind,
seien nötig.
Es sei unverständlich und zutiefst bedauerlich, dass
Gesundheitsreferentin LHStv. Beate Prettner angesichts dieser
Defizite einen jahrelangen Kleinkrieg gegen den Verein „Oikos“ führt.
Seit 23 Jahren betreut dieser Verein österreichweit erfolgreich
Suchtkranke, aber Prettner verweigert diesem unverständlicherweise
einen neuen Vertrag. „Andere Bundesländer schätzen das stationäre
Angebot von Oikos, Kärnten schickt die Patienten in diese
Bundesländer“, kritisiert Darmann.
LAbg. Elisabeth Diringer-Granza kritisierte, dass derzeit von
Schülern bzw. deren Eltern Kostenbeiträge verlangt werden, wenn
Experten in der Präventionsarbeit Vorträge über illegale Drogen
halten. „Diese wichtige Aufklärung in Schulen muss kostenfrei sein“,
fordert sie. LAbg. Harald Trettenbrein verlangt eine genaue
Aufklärung durch die Gesundheitsbehörden, wenn staatlich abgegebene
Ersatzdrogen in falsche Hände gelangen und – wie kürzlich in
Lavanttal geschehen – zu einem Todesfall führen. „Denn dieser
Schwarzmarkt gehört mit allen Mitteln bekämpft“, so der
FPÖ-Abgeordnete.
(Schluss)
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