• 20.09.2018, 11:13:41
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Senioren auf dem Weg zur WM: „dokFilm: Herbstgold“ anlässlich der ORF-Initiative „Bewusst gesund –Stressfrei durch Bewegung“

Am 23. September um 23.05 Uhr in ORF 2

Utl.: Am 23. September um 23.05 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - Im Rahmen der von 22. bis 30. September 2018 laufenden
ORF-Initiative „Bewusst gesund –Stressfrei durch Bewegung“ (Details
unter presse.ORF.at) bringt der ORF am Sonntag, dem 23. September, im
„dokFilm“ um 23.05 in ORF 2 ein Dakapo der 2009 entstandenen
Dokumentation „Herbstgold“ von Jan Tenhaven. Der berührende Film ist
eine liebevolle Hommage an das Leben und erzählt die Geschichte von
fünf Leichtathletinnen und Leichtathleten zwischen – damals – 80 und
100 Jahren, die sich auf die Weltmeisterschaft vorbereiten. Die
rüstigen Seniorinnen und Senioren, darunter auch ein Österreicher,
wollen es noch einmal wissen. Mit Ehrgeiz und Humor trotzen sie der
eigenen Vergänglichkeit und geben auf der Zielgeraden des Lebens noch
einmal alles für die Goldmedaille im finnischen Lahti. Ihr Motto:
„Kopfstand statt Ruhestand! Ausruhen können wir uns nach dem Tod.“

Illustre Runde: 100-jähriger Diskuswerfer, 85-jährige Kugelstoßerin,
82-jähriger Hochspringer etc.

„Ich fühle mich nicht annähernd 100. Wieso, warum, was soll das sein,
wenn man auf einmal 100 ist?“, fragt sich Alfred Proksch, der damals
100-jährige Diskuswerfer aus Wien, im Film. Der passionierte
Aktzeichner lässt sich ein halbes Jahr vor der WM ein künstliches
Kniegelenk einsetzen, denn er will „irgendwie weitermachen“ und fühlt
sich zu jung für den Ruhestand. Doch wird er bis zum Wettkampf wieder
auf den Beinen stehen? Jiři, 82-jähriger Hochspringer aus Tschechien,
trainiert seine Ausdauer beim Treppenlauf im Plattenbau. Der
ehemalige Pferdezüchter träumt davon, noch einmal die Ein-Meter-Marke
zu knacken. Seine Frau massiert den buckligen Rücken und mahnt: „Sei
vorsichtig, du musst doch kein Held mehr sein!“ Ilse, 85-jährige
Kugelstoßerin aus Kiel, läuft zu neuer Hochform auf, seitdem ihr Mann
verstorben ist und sie ein neues Leben in einer neuen Stadt begonnen
hat. Herbert, 93, aus Stockholm rennt gegen die Einsamkeit an und
vermisst „das Sexuelle“ in seinem Witwerleben. Und Gabre aus Italien
verkündet mit halbgespielter Empörung, dass sie niemandem ihr Alter
verrät, bis eine Sportkameradin sie aus Versehen vor laufender Kamera
outet.

Es ist ein Wettkampf gegen das Alter und andere kleine Hindernisse.
Die Senioren wollen noch ein letztes Mal auf dem Treppchen stehen
oder einfach nur dabei sein. Wer wird in Finnland ankommen? Wer wird
sich in Würde zurückziehen? Wer wird verbittert bis zum Ende kämpfen?
Eine Geschichte vom Verlieren und Gewinnen, von Rückschlägen und
großen Triumphen. „Herbstgold“ ist eine Hommage an das Leben, wie es
sein kann: nicht glatt und faltenfrei, aber voller Humor und
Willenskraft.
„Ich meine, ein, zwei Jahre, habe ich so das Gefühl, müsste es
eigentlich noch gehen. Viel weiter will ich nicht darüber
nachdenken“, resümiert Diskuswerfer Alfred Proksch am Ende des Films.
Im Jänner 2011, wenige Wochen nach seinem 102. Geburtstag, ist er in
Wien gestorben.

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